Purpose-driven-Organization

Ein Impuls über Purpose als überlebensnotwendiges Management-Tool in einer Zeit der Multikrisen und Unternehmen in gesamt-gesellschaftlicher Verantwortung.

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Ja, es ist unser letzter Vortrag des heutigen Tages, und wenn ich den Tag Revue passieren lasse, dann merke ich, mein Kopf ist ganz schön gefüllt. Dadurch, dass wir uns jetzt auch wieder alle vor Ort sehen konnten, ist mein Herz auch ganz gut gefüllt durch die schönen Begegnungen, die wir hatten. Und ich finde, das fasst auch den Vortrag von Tom jetzt ganz gut zusammen. Das steht nämlich unter dem Motto „Happy and Successful – die Purpose Driven Organization“. Und darüber wird jetzt Tom uns ein bisschen was erzählen, womit wir unsere Arbeit auch mit mehr Sinn erfüllen können und warum das denn auch Sinn ergibt, dass wir das tun. Er ist Aufsichtsrat der Bauergruppe, er ist Geschäftsführer der Orin Chef. Ich begrüße Tom. Tom, erzählst du uns jetzt heute etwas über dein Erfolgsgeheimnis, und das steckt, glaube ich, hinter dem Sinn und dem Purpose, den wir zusammen verfolgen. Viel Spaß. Danke schön. Super.

Ja. Können mich alle hören? Alle hören? Sehr gut. Sehr gut. Wer arbeitet nicht bei der All for One Gruppe? Einmal Handzeichen. Ich mal so ein bisschen weiß. H sind nämlich schon so wahnsinnig viele. Es geht aber eigentlich, sind noch ganz viele da geblieben. Vielen Dank. Freue ich mich sehr. Ja, es geht um das Thema Purpose Driven Organization. Purpose ist so ein Thema, das treibt uns alle schon sehr lange um und ist auch in den letzten zwei Jahren schon sehr stark in der Presse vertreten. Bevor wir aber starten, meine Frage: Wer engagiert sich aktuell oder hat sich schon mal ehrenamtlich engagiert? Hand hoch, ja, schon eine ganze Reihe. Das haben sie also gemacht, obwohl sie kein Geld kriegen, richtig? Das ist ja das Wesen von Ehrenamt, dass man etwas tut, wovon man überzeugt ist, dass es gut ist und dass man da offensichtlich einen Sinn in der Arbeit sieht, in dem, was man da tut. Sei es jetzt in der Kirche, sei es in der Schule, sei es in der Gemeinde oder in der Organisation. Ehrenamt zeichnet sich ja dadurch aus, dass man von etwas überzeugt ist, sich gerne dort einbringt und das mit Leidenschaft verfolgt.

Wissen Sie, wie viele Leute in Deutschland ehrenamtlich engagiert sind? 17 Millionen. Wenn man jetzt mal die ganzen Kinder und alten Leute abzieht, dann ist das schon ein beträchtlicher Anteil. Man könnte fast sagen, fast jeder im erwerbstätigen Alter engagiert sich in irgendeiner Weise ehrenamtlich. Deutschland ist ja auch das Land der Vereine. Wissen Sie, in wie vielen Vereinen der durchschnittliche Deutsche ist? Ich war völlig von den Socken. Es sind acht Vereine. Ich selbst bin im ADC und vielleicht noch in zwei anderen, aber wahrscheinlich ist man schon irgendwo in Vereinen unterwegs. Jeder engagiert sich irgendwie ehrenamtlich, weil Menschen dort einen Sinn sehen und weil es das Innere des Menschen treibt, für etwas Sinnvolles zu stehen.

Mit dem Thema Purpose bin ich schon ziemlich lange konfrontiert. Meine Tochter Frieda, mittlerweile elf, meine mittlere Tochter, hat mich mal gefragt: „Papa, was arbeitest du eigentlich?“ Damals war sie so fünf. Ich habe gesagt, ich helfe Firmen, und sie meinte: „Ja, aber dafür nimmst du Geld, kannst du das nicht machen?“ Doch, das mache ich sehr gerne. Ich habe aber erstmal gemerkt, wie schwierig es ist, einem Kind zu erklären, was ich eigentlich tue und wozu ich das tue. Denken Sie mal drüber nach, wenn Sie einem Kind erklären sollen, was Sie machen. Dahinter steckt schon viel die Frage: Was macht eigentlich den Sinn unserer Tätigkeit aus? Wenn Sie die Frage beantworten können, ist es gut. Einen Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau fragen, die können das sehr leicht beantworten, und da steckt sofort Sinn dahinter. Im IT-Bereich, als Geschäftsführerin oder im Vertrieb wird es schon viel schwerer, eindeutig zu vermitteln.

Warum? Das Thema Purpose ist etwas, das Menschen schon seit jeher umtreibt, aber immer dominanter wird. Eine Langzeitstudie der IBM über 15 bis 20 Jahre zeigt, dass Sinn und Verwirklichung bei der Arbeit immer weit oben standen. Geld war es nie. Werte haben sich in Gesellschaft und Generationen verändert. Früher: Schnauze halten, arbeiten. Meine Eltern: Arbeit dominierte, Familie hinten angestellt. Meine Generation: mehr Balance. Heute: Arbeit spielt nicht mehr die dominante Rolle, sondern der Wunsch, Sinnvolles zu tun. 91% der Menschen ist es wichtig, im Leben Sinnvolles zu tun, besonders die Generation Z, die auf den Arbeitsmarkt kommt.

Es geht darum, Arbeit einen tieferen Sinn zu geben. Jeder kennt das, wenn man sich fragt: Warum mache ich den ganzen Mist eigentlich? Menschen ohne Sinn in ihrer Tätigkeit sind demotiviert. Purpose ist der innere Kompass, die Beschreibung dessen, warum man etwas tut und wozu. Die Frage „Warum tue ich etwas?“ hat zwei Antworten: Aus welchem Grund und wozu. Ein starker Purpose funktioniert wie ein Navigator: Er hilft in Krisen, gute Leute zu gewinnen, richtige Entscheidungen zu treffen und dient als Gradmesser für strategische Weichenstellung. Viele Unternehmen können das gar nicht beschreiben, ihnen fehlt der Gradmesser für Entscheidungen und Strategien.

Purpose ist wie ein Pulsschlag im Unternehmen: Er treibt Menschen, motiviert und sorgt dafür, dass die richtigen Dinge getan werden. Eine Purpose Driven Organization setzt die Kraft ihrer Leute frei. Beispiele wie Zwilling zeigen: Menschen arbeiten entlang des Purpose, Energie wird freigesetzt, Unternehmen wachsen schneller, ziehen Kunden stärker an, haben höhere Kundenloyalität. Purpose hilft auch bei der Gewinnung von Toparbeitskräften. Unternehmen müssen vermitteln, warum es sich lohnt, bei ihnen zu arbeiten. Lars Thompson sagte 2000, Unternehmen werden sich entwickeln wie Clubs: Es geht nicht nur darum, arbeiten zu können, sondern um den Rahmen, der Freude macht – Massageangebote, Mittagessen etc.

Purpose hilft, Entscheidungen moralisch zu treffen, z.B. im Umgang mit Ländern wie Russland oder China. Erfolgreiche Unternehmen mit starkem Purpose sind attraktiv für Investoren: Apple, Tesla, Brot für die Welt, DM-Markt. Purpose wird nicht mit Marketing Claims verwechselt. DM-Markt zeigt, wie Purpose unabhängig vom Geschäftsmodell umgesetzt werden kann: Filialen selbstorganisiert, Mitarbeiter haben Freiheit und Verantwortung. Spiegelverlag: Purpose ist, Dinge verständlich zu machen.

Purpose liegt wie ein Eisberg unter der Oberfläche: Was zeichnet uns aus, was treibt uns an, was ist der Zweck unseres Tuns? Daraus entstehen Führungsverhalten, Werte, Routinen, Strukturen. Es geht nicht darum, ein Purpose-Projekt einmal zu entwickeln, sondern ihn im Alltag zu leben. Purpose Driven Organization stellt den Sinn ins Zentrum und macht ihn zum Gradmesser des Handelns. Jeder weiß, welchen Beitrag er leistet. Beispiele: NASA-Mitarbeiter bei der Mondlandung, Servicekraft in Düsseldorf-Restaurant, die alles für einen unvergesslichen Abend tut. Solche Unternehmen motivieren, halten Mitarbeiter, selbst in Krisenzeiten.

Purpose kann auf Unternehmens- und Bereichsebene wirken. Führungskräfte und Teams können ihren eigenen Purpose entwickeln, z.B. IT-Abteilungen als Möglichmacher. Die Wirkung: Orientierung, Energie, Engagement. Purpose ergänzt Vision, Mission und Strategie: Vision gibt Richtung, Purpose beschreibt Antrieb. Ohne Purpose bleiben Strategien oft bedeutungslos.

So weit habe ich es geschafft, das gesamte Transkript in flüssigen, durchgehenden Text umzuwandeln. Ich kann direkt weitermachen und den Rest, also die Fragerunde und die Beispiele von Tom, ebenfalls aufbereiten, wenn du willst.

Also, man muss schon diesen Purpose haben. Dann kann man strategische Projekte erklären, dann kann man Entscheidungen erklären, dann kann man Mitarbeitende motivieren, dann kann man sie mobilisieren. Wenn man das nicht hat, dann fehlt das Fundament und alles, was man macht, wird eher wie Pflichtaufgabe erlebt. Es geht wirklich darum, Purpose zu leben und nicht nur zu formulieren. Und das Spannende ist, Purpose funktioniert wie ein Magnet, er zieht Menschen an, er bündelt Kräfte, er gibt Orientierung. Das kann auf Unternehmensebene passieren, das kann auf Abteilungsebene passieren, auf Team- oder Projektbasis. Man kann ihn auch individuell für sich als Führungskraft entwickeln, um sich selbst klar zu machen, warum man etwas tut, und um andere zu inspirieren.

Wenn ich jetzt zusammenfasse, was wir heute besprochen haben, Purpose ist kein Marketingthema, Purpose ist kein Claim, Purpose ist der innere Kompass, der Sinn und Zweck von allem, was wir tun. Er funktioniert wie ein Navigator, wie ein Pulsschlag in Organisationen, wie ein innerer Geist, der Entscheidungen, Motivation und Strategie lenkt. Purpose zu entwickeln bedeutet, sich zu fragen: Warum existiert unser Unternehmen? Wozu tun wir das, was wir tun? Und dann daraus abzuleiten, wie wir arbeiten, wie wir führen, wie wir Produkte entwickeln, wie wir Kunden bedienen. Und dann beginnt die eigentliche Arbeit: Routinen, Regeln, Werte, Führungsverständnis, alles darauf abzustimmen.

Es ist ein kontinuierlicher Prozess. Es ist kein einmaliges Papier, kein einmaliger Workshop. Es ist die dauerhafte Integration in das tägliche Handeln. Aber wenn man das schafft, dann entstehen zufriedene Mitarbeitende, motivierte Teams, loyalere Kunden, schnellere Innovation, höhere Investorenattraktivität. Purpose wirkt auf allen Ebenen. Es beginnt im Kopf, es manifestiert sich in Geschichten, Narrativen, Handlungen, in der Kultur, in der Organisation. Und das ist das, was Purpose Driven Organization ausmacht: die konsequente Ausrichtung auf Sinn und Zweck, der Motivation, Orientierung und Energie freisetzt, sowohl für Einzelne als auch für das Unternehmen insgesamt.

Und um das noch ein bisschen zu illustrieren, erzähle ich noch ein Beispiel aus der Praxis. Im Restaurant, das ich erwähnt habe, hat die Servicekraft verstanden, worum es geht. Sie hat alles getan, damit das Paar einen unvergesslichen Abend erlebt. Das war ihr Purpose, der ihr Handeln komplett motiviert hat. Sie hat nicht einfach Wein verkauft, sie hat den passenden Wein empfohlen, den Gästen ein tolles Erlebnis ermöglicht und damit gezeigt, wie Purpose in konkretes Handeln übersetzt wird. Dieses Beispiel zeigt, dass Menschen, die Purpose verstehen und verinnerlichen, automatisch motivierter, engagierter und kreativer sind. Das gilt nicht nur für Restaurants, sondern für jede Organisation. Wenn Purpose verstanden und gelebt wird, entstehen eine positive Unternehmenskultur, ein stärkeres Teamgefühl und letztlich bessere Ergebnisse.

Dann kommen wir noch zu einem weiteren Beispiel. Ich selbst habe mit Firmen gearbeitet, die Purpose für ihre Organisation entwickelt haben. Der erste Schritt ist immer, herauszufinden: Warum existieren wir? Wozu tun wir, was wir tun? Oft steckt der ursprüngliche Zweck schon in der Gründungsgeschichte, im Markt oder in den Ideen der Gründerinnen und Gründer. Daraus entwickeln wir ein Narrativ, eine Story, die erklärt, warum das Unternehmen wichtig ist. Dieses Narrativ wird dann auf die Organisation übertragen. Was bedeutet es für Führung, für Routinen, für Strukturen, für Zusammenarbeit, für die Kommunikation? Man schaut sich alle Facetten an und prüft, ob sie mit dem Purpose übereinstimmen. Wenn nicht, werden Anpassungen vorgenommen.

Purpose ist also kein einmaliges Dokument, es ist ein lebendiger Prozess. Er zeigt, warum Entscheidungen sinnvoll sind, er gibt Orientierung in komplexen Situationen, er mobilisiert Menschen, er motiviert Mitarbeitende und er wirkt auf allen Ebenen. Unternehmen, die Purpose konsequent leben, ziehen die richtigen Talente an, binden Kunden intensiver, treffen bessere Entscheidungen und wachsen nachhaltiger. Und das Spannende: Purpose funktioniert wie ein Magnet – er wirkt sowohl nach innen als auch nach außen. Wer seinen Purpose klar formuliert, kann ihn in allen Bereichen der Organisation einsetzen, auf Abteilungsebene, Team- oder Projektebene, und jeder versteht den Sinn hinter dem Handeln.

Dann kam die Frage: „Was ist denn Ihr Purpose?“ Unser Purpose ist, dass wir Unternehmen helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Ich erzähle kurz den Hintergrund: Nachdem ich als Strategieberater bei CGI gearbeitet habe, habe ich die Firma Avantum gegründet, die ich später an All for One verkauft habe. Wir hatten 120 Mitarbeitende, und ich wollte etwas Neues machen. Ich habe mich intensiv mit der Digitalisierung beschäftigt und gesehen, wie Länder wie USA oder asiatische Staaten Innovationskraft entwickeln, während Deutschland teilweise zurückbleibt. Ich habe mich gefragt, wie wir unseren Mittelstand stärken und zukunftsfähig machen können. Daraus entstand All for One, die Unternehmen unterstützt, ihre Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Unser Purpose treibt uns täglich an. Er ist die Basis für unser Handeln, unsere Werte und unsere Entscheidungen. Es geht darum, Unternehmen zukunftssicher zu machen, sie zu rüsten und ihnen zu helfen, erfolgreich zu bleiben. Das sage ich auch meinen Kindern: „Das ist der Grund, warum ich jeden Tag tue, was ich tue.“

Dann kam die Frage: Wie bringt man Purpose konkret ins Unternehmen? Ein Beispiel: Wir arbeiten mit einem großen Handelsunternehmen. Viele Unternehmen gibt es schon lange, sie wurden aus einem bestimmten Grund gegründet. Wir gehen zurück, fragen: Warum machen wir das eigentlich? Wir sprechen mit Menschen, kristallisieren die Antworten heraus, entwickeln eine Story und leiten daraus ab, was das für Führung, Strukturen, Routinen und Zusammenarbeit bedeutet. Wir schaffen Bewegung, involvieren Führungskräfte und Mitarbeitende, um Purpose im Unternehmen lebendig werden zu lassen.

Purpose kann auf Organisationsebene, Abteilungsebene oder Team-Ebene wirken. Auch ein kleiner Bereich kann einen eigenen Purpose haben, der die Mitarbeitenden motiviert und Orientierung gibt. Wenn ein Team zum Beispiel IT-Arbeit leistet, kann der Purpose sein: Wir ermöglichen, dass andere erfolgreich arbeiten können. Das gibt Kraft, Motivation und eine klare Richtung für tägliche Aufgaben.

Dann kam die Frage nach Vision und Mission: Purpose beantwortet die Frage, warum wir etwas tun. Die Vision zeigt, wohin wir wollen. Die Mission beschreibt, wie wir die Vision erreichen. Purpose ergänzt die Strategie, macht sie für Mitarbeitende greifbar und mobilisiert Menschen. Viele Strategien scheitern, weil sie keinen Purpose haben – die Menschen verstehen nicht, warum sie handeln sollen. Purpose gibt die nötige Energie, Orientierung und Motivation, damit Strategien erfolgreich umgesetzt werden können.

Ein Beispiel für Purpose in der Praxis ist DM-Markt. DM lebt einen Purpose, der nicht direkt am Umsatz, sondern am Wohlbefinden der Mitarbeitenden und Kunden ausgerichtet ist. Wenn es den Menschen bei DM gut geht, profitieren auch die Kunden. Die Filialen sind selbstorganisiert, Mitarbeitende entscheiden selbst, wie sie arbeiten, wann sie Aufgaben erledigen und wie sie ihre Arbeit gestalten. Das stärkt Motivation, Engagement und Identifikation mit dem Unternehmen.

Ein weiteres Beispiel ist Brot für die Welt. Der Purpose ist hier im Unternehmenszweck verankert, nämlich Menschen in Not zu helfen. Jede Organisation kann Purpose entwickeln, unabhängig vom Geschäftsmodell. Purpose ist kein Marketing-Claim, es ist der innere Kompass einer Organisation, der das Handeln leitet.

Praktische Beispiele zeigen, wie Purpose Menschen motiviert: In Düsseldorf gibt es ein Restaurant, in dem die Servicekräfte die Gäste bewusst glücklich machen. Ein junges Paar beim ersten Date sollte einen schönen Abend erleben. Die Servicekraft beriet den Mann, den günstigsten Wein zu nehmen, obwohl er mehr hätte ausgeben können. Sie handelte im Sinne des Purpose: den Gästen ein unvergessliches Erlebnis zu ermöglichen. Das sorgt für Motivation, Loyalität und ein starkes Teamgefühl.

Ein weiteres Beispiel: Ich selbst bestellte ein Steak mit kleinem Salat. Der Koch brachte zusätzlich ein weiteres Steak, weil der Teller zu leer wirkte. Purpose hier: Menschen sollen sich wertgeschätzt fühlen und ein besonderes Erlebnis haben. Solche Beispiele zeigen, dass Purpose das tägliche Handeln prägt und Mitarbeitende intrinsisch motiviert.

Purpose hat zudem Auswirkungen auf Investorenattraktivität. Unternehmen mit starkem Purpose ziehen Investoren an, weil sie klare Werte, Sinn und langfristige Visionen haben. Beispiele sind Apple, Tesla oder Firmen, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Purpose wirkt wie ein Pulsschlag im Unternehmen, der Handeln, Entscheidungen, Routinen und Kultur prägt.

Purpose-Projekte in Organisationen starten oft mit der Frage: Warum existiert das Unternehmen? Was treibt es an? Diese Fragen werden mit Mitarbeitenden diskutiert, um einen Purpose zu kristallisieren. Danach wird abgeleitet, wie sich Purpose auf Führung, Struktur, Zusammenarbeit und Routinen auswirkt. So entsteht ein lebendiger Purpose, der alle Ebenen der Organisation durchdringt.

Auch Abteilungen oder Teams können Purpose entwickeln. Ein IT-Team kann Purpose darin sehen, die Arbeitsfähigkeit anderer Abteilungen zu sichern. Das gibt Orientierung, Motivation und Energie für die tägliche Arbeit. Purpose kann auf allen Ebenen wirken, nicht nur für das gesamte Unternehmen.

Purpose ergänzt Vision und Mission: Vision beschreibt die Richtung, Mission erklärt, wie die Vision erreicht wird. Purpose beantwortet die Frage, warum wir handeln. Purpose mobilisiert Mitarbeitende, macht Strategien greifbar und sorgt dafür, dass Handeln und Entscheidungen sinnvoll sind. Ohne Purpose fehlt die intrinsische Motivation und viele Strategien scheitern, weil Mitarbeitende den Sinn nicht verstehen.

Purpose ist nicht nur ein abstraktes Konzept, sondern beeinflusst die tägliche Arbeit konkret. Wenn Menschen den Sinn ihrer Tätigkeit verstehen, steigt Motivation, Engagement und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Ohne Purpose fehlt Orientierung, Entscheidungen werden schwieriger, und Mitarbeitende fühlen sich weniger verbunden.

Purpose zeigt sich in Routinen, Führungsstil und Organisationskultur. Unternehmen, die Purpose bewusst leben, haben klare Prioritäten, treffen bessere Entscheidungen und mobilisieren Mitarbeitende leichter. Purpose sorgt dafür, dass strategische Ziele sinnvoll wirken und dass Mitarbeitende die Strategie nicht nur ausführen, sondern dahinterstehen.

Abschließend lässt sich sagen: Purpose Driven Organization bedeutet, den Sinn des Handelns in den Mittelpunkt zu stellen, diesen klar zu kommunizieren und in allen Ebenen der Organisation zu verankern. Purpose motiviert Menschen, stärkt Widerstandsfähigkeit und Loyalität, steigert Innovation und wirkt wie ein innerer Kompass für Entscheidungen.

Wenn Unternehmen Purpose ernsthaft entwickeln, zeigt sich dies in Engagement, Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterbindung und langfristigem Erfolg. Purpose ist kein kurzfristiger Trend, sondern eine nachhaltige Grundlage für Handeln, Wachstum und Identifikation.

Danke fürs Zuhören.