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02.09.2019 – Lesezeit: 2 Minuten

Human Resources / Impulse

Warum der 5-Stunden-Tag effektiver ist

Fünf Stunden klotzen statt acht Stunden kleckern: Viele mittelständische Unternehmen befinden sich auf der Suche nach dem effektivsten Arbeitszeitmodell. Der Medienunternehmer Lasse Rheingans propagiert die Fünf-Stunden-Woche. So schlägt sich das Modell in der Praxis.

Wer Erfolg will, muss Arbeit neu denken. So lautet das Motto des Buches „Die 5-Stunden-Revolution“ von Lasse Rheingans. Er propagiert sein Modell als neue Lösung im Rahmen des Ansatzes „New Work“. Eine Wochenarbeitszeit von 25 Stunden ist genug, dachte sich Rheingans und praktiziert dieses Modell in seiner Firma mit 17 Angestellten seit November 2017. Er berichtet, das Experiment sei ein voller Erfolg und habe zu höherer Produktivität in kürzerer Zeit sowie begeisterten und kreativeren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geführt.

Das Fünf-Stunden-Modell im Detail

Die Kernarbeitszeit in der Bielefelder Medienagentur Rheingans Digital läuft von 8 bis 13 Uhr. Abweichungen, Homeoffice und andere flexible Lösungen sind im Einzelfall möglich. Um die Arbeit von acht Stunden auf fünf zu verdichten, sollen alle potenziellen Ablenkungen vermieden werden: Die Mitarbeiter arbeiten einen Wochenplan ab, nutzen keine privaten Smartphones und chatten nicht. Es gibt keinen Kaffeeküchentratsch und kein Social Media am Rechner. Gefragt ist volle Konzentration auf die gesetzten Ziele. Als Ausgleich gibt es bei Vollzeit-Gehalt einen frühen Feierabend und freiwillige Teamtreffen zum Mittagessen nach der Arbeit.

Großes Medienecho

Rheingans hat eines mit Sicherheit geschafft: Er hat seine Firma in die Schlagzeilen gebracht und ein großes Medienecho hervorgerufen. „Es geht gar nicht so sehr um die Zeit, sondern um die Einstellung zur Arbeit. Die sollte ergebnisorientiert sein. Kreative Prozesse kann man nicht in Zeit ausdrücken, der eine arbeitet schnell, der andere langsam“, so Rheingans. „Worum es mir geht, ist ein anderes Mindset, die Arbeit anzugehen. Für uns haben sich die fünf Stunden bewährt. Das heißt trotzdem nicht, dass wirklich jeden Tag um 13 Uhr alle Feierabend machen können. Es gibt Tage, an denen etwas schief läuft oder länger dauert als beabsichtigt.“

Er gibt aber auch zu, dass nicht alles problemlos klappt: „Manche Mitarbeiter waren enttäuscht, wenn sie mit fünf Stunden doch nicht zurande kamen. Es hatte sich eine zu hohe Erwartungshaltung eingestellt. Ich persönlich habe damals, als ich die Firma übernahm, vielleicht ein bisschen viel auf einmal angestoßen.“

New Work, aber richtig

Die Experten der All for One Group, der führenden IT- und Consulting-Gruppe in der DACH-Region, haben in zahlreichen Projekten umfassende Erfahrungen mit verschiedenen Projekten zu New Work gesammelt und wissen bezogen auf den individuellen Einzelfall, was funktioniert und was nicht.

Das Team umfasst Organisations- und Transformations-Berater, Leadership Coaches, Prozess- und Workflow-Experten, Digital-Workplace-Spezialisten, Cybersecurity-Berater, Office-365-Experten, Cloud-Architekten und Entwickler. So ist die All for One Group in der Lage, gemeinsam mit den Kunden strategische Konzepte zu Arbeitszeitmodellen zu entwickeln und diese zum Erfolg zu führen.

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Quelle: Titelbild pixabay, rawpixel