Umfrage zeigt: Beschleunigte Digitalisierung hilft Personen in vielen Lebensbereichen durch die Krise

12.05.2021 – Lesezeit: 2 Minuten

Impulse / Technologie

Umfrage zeigt: Beschleunigte Digitalisierung hilft Personen in vielen Lebensbereichen durch die Krise

Eine Umfrage des Branchenverbandes Bitkom zeigt, dass viele deutsche Bürger durch digitale Technologien besser durch die Pandemie gekommen sind. Einige äußern jedoch Bedenken, was von der beschleunigten Digitalisierung nach der Pandemie bleibt.

In der Corona-Zeit haben viele Menschen für digitale Technologien tiefer in die Tasche gegriffen. Außerdem verbringen nun auch fortgeschrittene Altersgruppen am Tag deutlich mehr Zeit vor dem Bildschirm – von durchschnittlich 8 Stunden (vor Corona) auf über 10 (!) Stunden (während Corona). Das zeigt die neue, repräsentative Umfrage der Bitkom, die rund 1.000 Personen aus allen Alters- und Gesellschaftsgruppen in Deutschland zu ihren digitalen Gewohnheiten und Meinungen befragt hat.

Digitale Technologien als Helfer und Kommunikationskanal

Die Digitalisierung hat für viele Menschen die Corona-Zeit lebenswerter gestaltet. Über Video-Calls konnte man mit den Freunden plaudern, das Homeoffice und seine ortsunabhängigen Tools wurden über Nacht zum essenziellen Bestandteil in vielen Jobs und Online-Shops boomten. Das bestätigen auch über 80 Prozent der Umfrage-Teilnehmer. Besonders in der Arbeitswelt (60 Prozent) und bei der Kommunikation mit Freunden und Familie (56 Prozent) sahen die Befragten echte Mehrwerte durch die Endgeräte und Kollaboration-Tools wie Zoom, Microsoft Teams und Co.

Allerdings konnten die digitalen Mittel für die Mehrheit der Befragten nicht alle Lebensbereiche in der Lockdown-geprägten Zeit unterstützen. 43 Prozent sahen bei Unterhaltung und Freizeit in den Technologien wenig Nutzen. Am wenigsten konnte die Digitalisierung in Mobilität und Verkehr helfen – hier stimmte nur jeder Dritte (30 Prozent) zu, das digitale Technologien geholfen haben, durch die Pandemie zu kommen.

Umfrage zeigt Nachholbedarf

Doch der Trend zur Digitalisierung zeigt auch seine Schattenseite. Jeder Dritte (29 Prozent) bemerkt, das im Haushalt schnelleres Internet nötig ist, um die Technologien vollumfänglich zu nutzen. Außerdem sind die Teilnehmer skeptisch, ob der Digitalisierungsschub von Dauer sein wird. 42 Prozent denken, dass die Wirtschaft nach der Coronapandemie wieder in die alten Muster vor Corona fällt. Aber: Über die Hälfte der 16- bis über 65-jährigen Beteiligten (57 Prozent) gehen davon aus, dass die beschleunigte Digitalisierung die Wirtschaft nachhaltig vorantreiben wird.

Remote Work – das gefragteste Arbeitsmodell

Die Zahlen zeigen, dass die digitale Akzeptanz von vielen Privatpersonen über die letzten Monate rasant angestiegen ist. Auch Arbeitgeber können von einer agilen, ortsunabhängigen Arbeitsweise profitieren. Das zeigt auch der Leitfaden Remote Work auf HR Heute, dem Magazin des HR-Beratungsunternehmens Empleox. Gemeinsam mit der Zeitschrift Personalwirtschaft schildern die HR-Experten, wie Personalverantwortliche Remote Work etablieren und dem Unternehmen damit echte Wettbewerbsvorteile liefern können. Erfahren Sie hier mehr.

Remote Work beeinflusst auch zunehmend die privaten Entscheidungen der Arbeitnehmer. Jeder Fünfte würde einen Umzug erwägen, wenn er permanent von Zuhause aus arbeiten würde. Lesen Sie hier mehr dazu.

 

Quelle: istockphoto, Drazen_, Stock-Fotografie-ID:1224041717