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29.01.2020 – Lesezeit: 2 Minuten

Marketing, Vertrieb und Service / Impulse

KI entscheidet, welche Filme ins Kino kommen

Das traditionsreiche Hollywoodstudio Warner Brothers will mit Künstlicher Intelligenz (KI) punkten, neue Geschäftsfelder auftun und „The Way Back“ schaffen. Entscheiden also Maschinen künftig darüber, welche Filme überhaupt erst produziert werden und in den Kinos landen?

Zurück zu alten Glanzzeiten: Das ist das Thema des Warner-Brothers-Films „The Way Back“, der im Frühjahr 2020 in die Kinos kommt. Darin spielt Ben Affleck einen Basketball-Trainer, der sein Team zurück auf die Siegesstraße führt.

Ganz ähnlich sieht es auch mit der Gesamtsituation des Hollywoodstudios selbst aus. Der einstige Ruhm ist verblasst: Netflix und Amazon treiben mit ihren Streaming-Angeboten die traditionellen Studios vor sich her. Die einstige Traumfabrik produziert seit längerem vor allem Fließbandware, die Merchandisingartikel und Spielzeug verkaufen soll. Stichwort: Superhelden.

KI berechnet den Wert von Affleck & Co.

Jetzt soll KI das schaffen, was die Studiobosse verlernt haben. Jedenfalls hat Warner Brothers eine Kooperation mit den KI-Spezialisten von Cinelytic vereinbart. Die Cinelytic-Plattform soll die Entscheidungsfindung verbessern und ist auf die Anforderungen von Filmschaffenden zugeschnitten.

Tobias Queisser, Gründer und CEO von Cinelytic, ist Deutscher und hat seine Karriere bei Bertelsmann begonnen. Vor vier Jahren hat er das Start-up Cinelytic aus der Taufe gehoben. So beschreibt er sein System im Interview mit „The Hollywood Reporter“: „Es kann in Sekundenschnelle berechnen, was vorher Tage in Anspruch nahm, sei es den tatsächlichen Wert eines Films oder eines Filmstars. Künstliche Intelligenz scheint furchteinflößend. Aber im Moment kann KI noch keine kreativen Entscheidungen treffen. KI ist gut darin, Zahlen zu berechnen, riesige Datensätze auszuwerten und Muster zu erkennen, die einem Menschen nicht ins Auge fallen würden. Für kreative Entscheidungen braucht es immer noch Erfahrung und Bauchgefühl.“

Computer entscheidet, welche Filme produziert werden

Es geht also Cinelytic mehr um die Auswertung von Finanzdaten und Rentabilitätsprognosen als um die tatsächliche Konzeption eines Films. Aber auch das hat Warner Brothers dringend nötig, denn im Jahr 2019 landete das Studio mit „Shaft“, „Godzilla – King of Monsters“ und „Kitchen“ einige schwere Flops an den Kinokassen.

Tonis Kiis, Senior Vice President, International Distribution Warner Bros., beleuchtet die Kooperation mit Cinelytic aus seiner Sicht: „Wir treffen jeden Tag schwerwiegende Entscheidungen, die sich darauf auswirken, wie und was wir produzieren und wie wir Filme in Kinos in der ganzen Welt bringen. Je präziser unsere Daten sind, desto besser können wir mit dem Kinopublikum interagieren.“

KI hilft nicht nur in Hollywood

Auch wenn mittelständische Unternehmen keine Hollywoodstudio sind, gibt es für KI vielfältige Einsatzzwecke, die ihnen wirklich weiterhelfen. Die erfahrenen Experten der All for One Group, führende IT- und Consulting-Gruppe im DACH-Raum, haben in zahlreichen erfolgreichen Projekten innovative Konzepte mit KI, Maschinenlernen und dem Internet der Dinge verwirklicht.

Mehr Informationen zum Angebot der IoT-Workshops

Wie eine KI sogar Ärzten bei der Krebsdiagnose helfen soll, erfahren Sie in diesem Artikel.

Quelle: Titelbild pixabay, ErikaWittlieb