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03.07.2019 – Lesezeit: 2 Minuten

Human Resources / Impulse

Generation Z: So ticken die Mitarbeiter von morgen

Deutsche Arbeitnehmer werden anspruchsvoller, ein sicheres Gehalt allein reicht schon lange nicht mehr aus. Insbesondere junge Leute achten zunehmend auf den Ruf des Arbeitgebers und interessante Arbeitsinhalte. So gewinnen Unternehmen die Generation Z für sich.

In Zeiten des Fachkräftemangels ist es für mittelständische Unternehmen wichtiger denn je, ihre aktuellen Angestellten bei der Stange zu halten und darüber hinaus neue Talente zu gewinnen. Laut der Studie „Employer Brand Research 2019“, die der Personaldienstleister Randstadt zusammen mit Kantar TNS durchgeführt hat , ändert sich vor allem die Anspruchshaltung junger Leute an ihren Arbeitgeber signifikant.

Umweltschutz ist wichtig

Demnach sucht knapp ein Viertel der Generation Z, also die 18- bis 24-Jährigen, nach einem Unternehmen, das gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Die etwas „älteren“ Millenials, die der Generation Y angehören (zwischen 25 und 34 Jahren) streben vor allem nach einer guten Work-Life-Balance. Klassische Auswahlkriterien wie finanzielle Stabilität, Flexibilität und Arbeitsplatzsicherheit spielen bei der Generation Z eine deutlich geringere Rolle als bei Älteren.

„Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, technologische Nachhaltigkeit, all dies sind aktuelle Themen, deren gesellschaftliche Relevanz sich auch auf dem Arbeitsmarkt widerspiegelt und Unternehmen beim Recruiting vor neue Herausforderungen stellt“, so Petra Timm, Pressesprecherin bei Randstad.

Wechselwillige wollen Herausforderungen

Diejenigen, die auf der Suche nach neuen Jobs sind, legen vor allem Wert auf Arbeitsplatzsicherheit, eine angenehme Arbeitsatmosphäre, Flexibilität und Work-Life-Balance. Hauptgründe für einen angedachten Wechsel sind zu geringe Vergütung, mangelnde Anerkennung sowie Prämien, schlechte Beziehung mit Vorgesetzten, Probleme der Work-Life-Balance und zu lange Pendelzeiten. Die wechselwilligen Angehörigen der Generation Z klagen oft über ungenügende Herausforderungen in ihrem Job. Millenials haben dagegen häufiger Probleme mit der Work-Life-Balance, weshalb sie sich nach neuen Arbeitgebern umschauen.

Millenials gehen lieber zu Mittelständlern

Während die Generation Z am liebsten zu einem großen internationalen Unternehmen gehen würde, sind Millenials eher an einem Job bei einem mittelständischen Unternehmen interessiert. Die sogenannte Generation Y schätzt die angenehme Arbeitsatmosphäre im Mittelstand.

"Die Generationen Y und Z haben hohe Ansprüche an ihr Arbeitsumfeld, fragen offen nach bestimmten Rahmenbedingungen und treten selbstbewusst an uns heran", so Jessica Büst, Personalreferentin bei der IT- und Consulting-Gruppe All for One Group. "Vor allem das Thema Selbstverwirklichung hat bei der Generation Z einen hohen Stellenwert. Dafür bieten wir verschiedene Laufbahnmodelle, Förderprogramme und Trainings. Die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, kommt den Digital Natives der Generation Z besonders entgegen, da sie im Schnitt familiärer und "traditioneller" sind als die Generation X."

Fast 90 Prozent der Interessenten informieren sich zunächst über den Ruf eines potenziellen Arbeitsgebers, bevorzugt auf der Webseite des Unternehmens und Stellenbörsen. Die Generation Z achtet vor allem auf die Ansichten und Erfahrungen von Freunden und Familie.

Sie interessieren sich für das Thema „War of Talents“? In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Unternehmen den „Kampf“ gegen Fachkräftemangel gewinnen.

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