16.10.2020 – Lesezeit: 2 Minuten

Prozesse / Produktion und Logistik

DHL Logistics Trend Radar: IoT und KI im Fokus

Der „DHL Logistics Trend Radar“-Bericht in der nunmehr fünften Ausgabe gibt auch dieses Jahr gezielte Prognosen für die Zukunft der Logistikbranche ab. Als Folge der Corona-Pandemie setzt die Logistik diese Transformationsprozesse schneller um.

Internet of Things (IoT) und Künstliche Intelligenz (KI) gewinnen an Gewicht, und das Personal steht vor einer ungeklärten technischen Herausforderung. Auch nachhaltige Lösungen spielen laut den Ergebnissen eine wichtige Rolle für die Branche. Für die Verantwortlichen in der Logistikbranche ist die Corona-Pandemie ein Antrieb. Sie digitalisieren und automatisieren ihre Prozesse schneller. Innovationen und digitale Arbeit werden die Zukunft der Logistik bestimmen.

Welche Innovationen zukünftig zu Trends werden, zeigt der diesjährige DHL Logistics Trend Radar. DHL stellt in den Ergebnissen 29 Schlüsseltrends für die Logistik von morgen vor. Diese Trends entstanden aus Befragungen ihres Partnernetzwerks, Forschungsinstituten und renommierten Unternehmen sowie den größten Kunden des Logistikriesen.

Branche muss Personal schulen

Für das Personal wird die technologische Weiterentwicklung der Branche sehr fordernd sein. Matthias Heutger, Senior Vice President und Global Head of Innovation & Commercial Development bei DHL sieht das größte To-do in der Weiterbildung der Mitarbeiter. „Die nächste große Herausforderung wird es sein, das Logistikpersonal durch Aus- und Weiterbildung in technologisch immer anspruchsvolleren Betrieben zukunftssicher zu machen. Dies wird in den kommenden Jahren im Mittelpunkt der strategischen Planung von Supply-Chain-Organisationen stehen.“

Transformationsprozesse schreiten voran

Die fünfte Ausgabe des Trend Radar festigt die Trends der letzten Jahre. Allerdings hat die Logistikbranche wegen der aktuellen Corona-Pandemie einen Zahn zugelegt: Transformationsprozesse in Automatisierung und IoT setzen die Entscheider deutlich schneller durch. Autonome Fahrzeuge und Drohnen erleiden jedoch nach anfänglicher Beliebtheit einen Rückgang. Grund hierfür sind die gesetzgeberischen, technischen und oft sehr kostspieligen Hürden für die Hersteller.

Technikeinsatz wächst

Der Trend Radar stellt ebenfalls fest: Nicht nur der Bereich E-Commerce wird weiter zunehmen: Auch dem Business-to-Business E-Commerce steht eine ähnliche Entwicklung bevor. Die Experten gehen von einem dreimal so hohen Volumen im Vergleich zum Verbrauchermarkt aus. Die Branche will den Zuwachs laut Report mit neuen Technologien abfangen.

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In den nächsten fünf Jahren werden Big Data Analytics, IoT-gestützte Tools und eine Künstliche Intelligenz, die Prozesse und das Auftragsvolumen einschätzen kann, unabdinglich. Laut den Befragten steigen durch den hohen technischen Einsatz auch die Kundenanforderungen. Wer beim technologischen Fortschritt nicht mitmacht, muss mit einem Rückgang von Aufträgen rechnen.

Must-have: Nachhaltigkeit

Nicht nur Regierungen und Städte machen sich für den Umweltschutz und das Senken der CO2-Emissionen stark – auch die Logistik muss Nachhaltigkeit vorantreiben. Dem Report nach sollten die großen Logistikunternehmen besonders hinsichtlich nachhaltiger Verpackungen umdenken. Laut DHL führen heutzutage sperrige Verpackungen, die meist für den Einmalgebrauch gedacht sind, zu 40 Prozent Leerraum in den Paketen. Das Verbinden von nachhaltigen Prozessen und Materialien sowie neuen Antriebstechniken und einer intelligenten Supply Chain bietet hohes Potenzial für eine umweltfreundliche Zukunft.

Wie sollten Unternehmen tun?

Der Logistics Trend Radar stellt der gesamten Logistikbranche einen Richtwert für die Zukunft aus. Für Fertigungsunternehmen wird es kontinuierlich schwieriger, die Erwartungen der Kunden in puncto Lieferung und Service zu erfüllen. Die Experten der All for One Group helfen Unternehmen dabei, ihre Supply Chain zu digitalisieren. Mit vernetzten Prozessen und zielgerichteten Investitionen können Entscheider langfristige Ziele schnell erreichen.

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Quelle: Titelbild pixabay, hpgruesen