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06.12.2019 – Lesezeit: 3 Minuten

Geschäftsführung / Impulse

Der Digitalisierungsgrad im Mittelstand steigt

Der neue „Digitalisierungsindex Mittelstand 2019/2020“ der Telekom stellt einen gestiegenen Digitalisierungsgrad im deutschen Mittelstand fest. Künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning (ML) und Robotik gehören dabei zu den Fokusthemen.

Lange Zeit waren KI und AI nur zwei Buchstaben und irgendwo in ferner Zukunft für den deutschen Mittelstand. Doch nachdem die Lösungen im Bereich Künstliche Intelligenz und Machine Learning immer bezahlbarer geworden sind, ist aus Utopie ein reales Arbeitswerkzeug geworden. Das zeigt der aktuelle Digitalisierungsindex Mittelstand 2019/2020 (PDF) im Auftrag der Deutschen Telekom.

KI: Aufgeschlossenheit und Zurückhaltung

Demnach sehen 71 Prozent der 2.095 befragten kleinen und mittelständischen Unternehmen Potenzial von KI und Robotik in ihrer jeweiligen Branche. Als mögliche Anwendungen für Robotik werden in der Studie der Reihe nach Transport und Logistik, Produktion, autonom fahrende Vehikel (einschließlich Transportroboter), Service und Labortechnik genannt.

KI-Anwendungen im Einsatz haben jedoch bisher nur sieben Prozent der Firmen, weitere 19 Prozent haben immerhin konkrete Pläne für die kommenden zwei Jahre, 27 Prozent halten KI für das eigene Unternehmen relevant, verfolgen aber derzeit noch keine konkreten Pläne.

Insgesamt stellt die Studie fest, dass der deutsche Mittelstand kontinuierlich an seiner digitalen Transformation arbeitet und der Digitalisierungsgrad bei ihm über alle Branche hinweg weiter angestiegen ist. Somit erreicht der Mittelstand nun 56 von möglichen 100 Punkten. Diesen Spitzenwert von 100 Punkten würde ein Unternehmen allerdings nur erreichen, „wenn es sämtlichen digitalen Handlungsfeldern die höchste Resonanz zuordnete und dabei maximal zufrieden mit der eigenen Umsetzung wäre“, so die Studienmacher.

Entscheidender sei noch, dass mittlerweile jedes zweite der befragten Unternehmen (51 Prozent) die Digitalisierung als strategisches Projekt begreift. Ist Ihre Branche schon reif genug für KI? Das sind sechs Prozentpunkte mehr als in der vorangegangenen Benchmark-Studie. Hauptgrund für die zunehmenden Investitionen in die Digitalisierung sei der, dass die Unternehmen immer mehr erkennen, dass sich der Einsatz in Form von mehr Umsatz, neuer Kunden und Geschäftsideen für eine höhere Wertschöpfung zunehmend auszahle.

Digitalisierungsgrad nach Branchen

Der Digitalisierungsgrad des deutschen Mittelstands ist natürlich auch branchenabhängig. Zu den Vorreitern gehören mit 65 Prozent weiterhin Banken und Versicherungen, gefolgt von Unternehmen mit den Schwerpunkten Information und Kommunikation sowie Energie- und Wasserversorgung mit jeweils 64 Prozent. Über dem Schnitt von 56 Prozent sind auch Verkehr, Transport und Logistik (61 Prozent), Industrie (beziehungsweise produzierendes Gewerbe mit 59 Prozent) sowie Grundstücks- und Wohnungswesen (58 Prozent). Unterdurchschnittlich digitalisiert sind Unternehmen in den Bereichen Gesundheitswesen (55 Prozent), Gastgewerbe, Kunst und Unterhaltung, Baugewerbe und Dienstleitungen mit Schwerpunkt Privatpersonen sowie Freiberufler in den Bereichen wissenschaftliche, technische und wirtschaftliche Dienstleistungen (51 Prozent).

Chatbots für Call Center werden in der Finanz- und Versicherungsbranche schon sehr viel genutzt. In Transport- und Logistikunternehmen punkten der Studie zufolge vernetzte Fahrzeuge und Container. Manche von ihnen können schon selbständig durch die Lagerhallen fahren, um Artikel von A nach B zu bringen.

Die All for One Group, führende IT- und Consulting-Gruppe im DACH-Raum, hat bereits mehreren Kunden zu solchen Lösungen verholfen und ist auch im Bereich IoT-Vernetzung und Machine Learning in Industrieunternehmen sehr aktiv. Die Telekom-Studie sieht in der Produktion im Mittelstand einen sehr hohen Automatisierungsgrad, der sich durch das Internet of Things (IoT) kontinuierlich digital weiterentwickele.

Arbeiten 4.0 und Cloud immer wichtiger

Mobiles Arbeiten wird in Unternehmen immer wichtiger. 35 Prozent der befragten Mittelständler bieten ihren Mitarbeitern mobilen Zugriff auf Geschäftsanwendungen. Für 40 Prozent der Unternehmen hat das Thema eine hohe bis sehr hohe Relevanz. Dies und flexibles Arbeiten (Arbeiten 4.0) ist ein stark wachsenden Betätigungsfeld mit Lösungen von SAP und Microsoft, die All for One unter dem Themenfeld „New Work“ zusammenfasst.

Hier erhalten Sie tiefere Informationen zu „New Work“-Workshops

Der Einsatz von verschiedenen Cloud-Plattformen einschließlich Hybrid Cloud spielen dabei auch eine wichtige Rolle. All for One verspürt hier vor allem eine stark wachsende Nachfrage nach den angebotenen Managed Services im Mittelstand und unterstützt die Unternehmen auch bei der Orchestrierung der Cloud-Lösungen.

Die Telekom-Studie scheint den wachsenden „Cloud Drive“ zu bestätigen: 29 Prozent der Mittelständler in Deutschland (zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr) haben schon erfolgreich Cloud-Projekte umgesetzt, 27 Prozent beschäftigen sich intensiv mit dem Thema, weitere 34 Prozent halten die Cloud-Nutzung für relevant. Hier erfahren Sie die sieben Schritte zur Sicherheit in der Cloud. Das digitale Engagement zahlt sich für die Unternehmen der Mittelstandsstudie zufolge aus: 79 Prozent der Firmen können damit leichter Ideen und Innovationen entwickeln, für 83 Prozent der Unternehmen haben sich durch die Cloud die Verfügbarkeit und die Performance der IT-Services verbessert.

Quelle: Titelbild pixabay, geralt