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28.09.2018 – Lesezeit: 2 Minuten

Technologie / Marketing, Vertrieb und Service

IFA: Azure Sphere – Sichere Plattform für IoT

Die Plattform für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) Azure Sphere war eines der Business-Highlights am Stand von Microsoft auf der IFA 2018. Die Mittelstand-Heute-Redaktion war vor Ort und konnte sich selbst einen Eindruck von der Plattform machen. Vor allem eines wurde deutlich: Sicherheit wird von Microsoft großgeschrieben.

Im Internet der Dinge winken ungeahnte Möglichkeiten. Die Frage ist nun, wie diese Möglichkeiten sicher und preiswert erreicht werden können. Mit Azure Sphere hat Microsoft Anfang des Jahres ein Angebot vorgestellt, das einen echten Wendepunkt markiert. Oliver Niedung, Principal Solution Specialist bei Microsoft, gab am Microsoft-Stand erste Einblicke vom Treiben auf der weltweit größten Fachmesse für „Consumer Electronics Unlimited“. Die Aussteller von Microsoft zeigten unter anderem, wie Nutzer von vernetzten Geräten profitieren.

Safety First

Microsoft hat seine Lehren aus der Mirai-Botnet-Attacke aus dem Jahr 2016 gezogen, die über 100.000 IoT-Geräte lahmlegte. Deshalb liegt der Fokus bei Azure Sphere auf Sicherheit, Sicherheit und nochmal Sicherheit. Azure Sphere ist eine sichere Konnektivitätsplattform, die dank Microcontrollern (MCU) mit sehr geringem Strombedarf intelligente Geräte steuern soll. Für Entwickler steht mit Azure Sphere Development Kit ein Werkzeug zur Verfügung, das es erlaubt, innovative Produkte für IoT bereitzustellen. Zusätzliche Sicherheit bietet der Azure Sphere Security Service, der Geräte, Cloud und Endpunkte schützt. Dieser Service überwacht jedes an Azure Sphere angeschlossene Gerät. Eine zertifikat-basierte Authentifizierung kontrolliert die gesamte Kommunikation. Updates der Azure Sphere werden automatisch eingespielt und die Geräte werden abgeklopft, ob sie nur echte Software verwenden.

Verbindung zu jeder Cloud

Microsofts Azure Sphere stellt automatisch Verbindungen zu Geräten im Internet der Dinge her und kann mit jeder Cloud – nicht nur mit dem großen Namensvetter Microsoft Azure – zusammenwirken. So können Kunden problemlos ihre bestehende Infrastruktur nutzen. Darüber hinaus möchte Microsoft für Azure Sphere ein eigenes Ökosystem schaffen und an Interessenten Lizenzen vergeben. Für die Sicherheitstechnologien wird Microsoft keine Lizenzgebühren von seinen Partnern verlangen.

Deutsche Firmen unter den Pionieren

Einer der ersten Partner für Azure Sphere ist der Nürnberger Kabelhersteller Leoni AG, das mit dem Kabelsensorensystem Leoni IQ systemkritische Informationen in Echtzeit sammeln kann. Leoni konnte seine Lösung bereits auf der IFA vorstellen.

IFA Stand von Leoni mit Intelligentem Kabel

Auch für die Entwicklung von MCUs hat sich mit dem Ethernet-Spezialist Hilscher aus Hattersheim bereits eine deutsche Firma angemeldet. Das Software Development Kit von Azure Sphere ist bereits verfügbar. Erste Produkte auf der Basis von Azure Sphere sollen zum Jahresende erscheinen. Wie Sie ihre IoT-Devices (kostenlos) in die Azure Cloud bringen, erfahren Sie hier.

Quelle Titelbild iStock, 4kodi / Messebild Evernine GmbH