29. Januar 2018 | pArtikel drucken | kKommentieren

Sprachassistenten und Bots auf Microsoft Azure entwickeln

Vor rund zwei Jahren hat Microsoft sein Framework zur Entwicklung von Bots in der Azure-Cloud vorgestellt und nun Mitte Dezember 2017 öffentlich gemacht. Das Grundgerüst dient zur Programmierung von Bots, die eine Vielzahl von Aufgaben im Bereich des Kundenservice übernehmen können, aber auch darüber hinaus lernfähig sind. Microsoft liefert hierzu den Cognitive Language Understanding Service (LUIS) mit, der es Entwicklern erlauben soll, eigene Sprachassistenten zu bauen.

Im letzten Jahr ist wohl niemand an Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant vorbeigekommen, und auch im Business-Umfeld kommen virtuelle Assistenten zum Einsatz, die zunehmend mehr Aufgaben des klassischen Helpdesk übernehmen. Während SAP seinen eigenen Enterprise-Helfer namens CoPilot für seine Tools entwickelt hat, geht Microsoft einen ähnlichen Weg für seine Cloud-Plattform Azure.

Nach Apps kommen Sprachassistenten

Dazu stellt das Redmonder Unternehmen nun allen Entwicklern und Interessierten ein Framework zur Verfügung, um sie in die oft zitierte “Post App Era” zu begleiten, sprich: Die Art der Interaktion mit Software, die keine klassische Bedienung von Software oder mobilen Apps mehr benötigt. Microsoft stellt für die Entwicklung eine Reihe von Werkzeugen und Templates zur Verfügung, mit denen Software Developer dann Bots für Messenger und Webseiten sowie Sprachassistenten entwickeln können:

 

Microsoft Azure Bot Templates

Microsoft bietet Templates zur Entwicklung von Bots an, die mit C# oder node.js erstellt werden können. (Quelle: Microsoft)

Seit dem initialen Launch vor zwei Jahren hat Microsoft der Entwicklungsumgebung weitere Features spendiert, die es den Entwicklern einfacher machen sollen, personalisierte und konfigurierbare Bots zu bauen. Damit diese dann auf natürliche Art und Weise wie Alexa, Siri oder Google Assistant angesprochen werden können, verknüpft Microsoft die Plattform mit dem Cognitive Language Understanding Service (LUIS).

LUIS bringt Bots das Sprechen bei

Bei LUIS handelt es sich um eine künstliche Intelligenz, die auf die Erkennung von Sprache spezialisiert ist und von Entwicklern mit speziellen Begriffen gefüttert werden kann. Beispielsweise in Pharma- oder Maschinenbauunternehmen, die mit LUIS die branchenspezifischen Komponenten über die entsprechende Oberfläche einpflegen und diese dann für Sprachbefehle bestell- oder steuerbar machen.

Somit können Bestellungen für Produktionsgüter irgendwann tatsächlich so funktionieren wie eine Alexa-Anfrage, die zum Kauf eines Artikels bei Amazon führt – oder die Statusabfrage einer Anlage in der Maschinenhalle bis hin zur Sprachsteuerung verschiedener Roboter und IoT-Devices. In mittelferner Zukunft könnten zahlreiche klassische Interfaces also verschwinden und durch eine Conversational UI (CUI) ersetzt werden, die dank Microsofts KI-Algorithmen lernfähig sind und immer besser werden.

Künstliche Intelligenz in Microsofts Azure-Cloud

 

Microsoft bietet ein Komplettpaket für künstliche Intelligenz an. (Quelle: Microsoft)

 

Diese Tools bilden mit den Deep Learning Frameworks, den Entwicklungsumgebungen und der Azure-Infrastruktur die Microsoft AI Platform und stellen somit ein Gesamtpaket dar, das man ganz gut als “Künstliche Intelligenz as a Service” bezeichnen könnte. Azure-Kunden können den Bot Service übrigens hier kostenlos ausprobieren.

Wenn Sie sich für Microsoft Azure interessieren, könnte Sie auch dieser Beitrag zum Blockchain-Framework Coco interessieren, welches Microsoft dieses Jahr vorgestellt hat, um technologisch weiter in die Zukunft zu gehen.

 

Quelle Titelbild: iStock/ PhonlamaiPhoto

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