6. Dezember 2017 | pArtikel drucken | kKommentieren

Diese 5 IT-Trends erwarten uns 2018

Das Jahr 2017 neigt sich langsam dem Ende entgegen und hat einige ereignisreiche technologische Entwicklungen mit sich gebracht. Künstliche Intelligenzen, User Experience (UX) und das omnipräsente Internet of Things sind nur einige der Bereiche, die dieses Jahr hervorgestochen sind. Für 2018 werden sich diese Trends fortsetzen und durch Technologien ergänzt, die die nächsten Jahre wichtig bleiben und die IT-Landschaft erweitern und noch enger verzahnen werden.

1. Internet of Things (IoT)

Das Internet of Things besteht laut Gartner mittlerweile aus rund 8,4 Milliarden Geräten, also rund einem Drittel mehr als im Vorjahr. 2018 wird die Zahl voraussichtlich bei rund 11,2 Milliarden liegen, und 2020 bei mehr als 20 Milliarden. Vor allem die Anzahl der Geräte für Endverbraucher steigt rapide an, da Smart-Home-Applikationen immer populärer werden und in Zukunft mehr und mehr Connected Cars auf den Straßen unterwegs sein werden.

Das Internet of Things wird in den nächsten Jahren weiter wachsen (Quelle: Gartner)

Auch im Geschäftsumfeld wird IoT weiterhin eine entscheidende Rolle spielen, vor allem in der Logistik, Automotive und übergreifend in Fertigungsbetrieben. Viele Sensoren, Messgeräte und digitale Daten aus zahlreichen Quellen können in einer Datenbasis mit S/4HANA dazu genutzt werden, Geschäftsprozesse zu verbessern und neue Modelle zu entwickeln. Hier besteht in den nächsten Jahren ein hohes Potenzial für die Geschäftsentwicklung – und das branchenübergreifend.

2. Der Mobilfunkstandard 5G

Maßgeblich am Erfolg von IoT-Devices und ihren Einsatzzwecken beteiligt wird die fünfte Generation des Mobilfunkstandards sein: 5G. Die neue Version soll in den nächsten Jahren zum Einsatz kommen und ist speziell für die Vielzahl neuer Geräte mit drahtloser Netzwerkverbindung entwickelt worden. 5G wird nicht nur schneller werden, sondern zudem die Anzahl möglicher Geräte pro Funkzelle deutlich erhöhen und technisch für weniger Kollisionen und somit zuverlässige Netzwerke sorgen. Zudem wird der Stromverbrauch zur Datenverarbeitung gesenkt werden.

5G wird für eine Vielzahl von Branchen und Einsatzzwecken geschäftsentscheidend. (Quelle: Evernine)

Die Latenzzeit wird ebenfalls deutlich verringert, was unter anderem der Fertigung und den Reaktionszeiten von Maschinen und Smart Cars zugutekommt. Je schneller diese die Daten empfangen und weiterverarbeitet wieder zur Verfügung stellen können, umso schneller laufen die Einzelprozesse ab. So können beispielsweise die Reaktionszeit eines Smart Cars bei Unfällen verkürzt oder Fertigungsprozesse beschleunigt werden, die per Mobilfunk kommunizieren. 5G wird also ein entscheidender Faktor für die Industrie sowie Endanwender sein.

3. Analytics

Mit Analytics tun sich die deutschen Unternehmen noch etwas schwer. In der Studie “Analytics Readiness 2016” der Computerwoche gab beispielsweise rund die Hälfte der Befragten IT-Verantwortlichen im Mittelstand an, nicht zu wissen, was sie mit den gesammelten Daten in ihren Unternehmen tun sollen. 38 Prozent dagegen haben Probleme mit der Integration der Daten und sitzen somit auf digitalem Gold, das nicht gewinnbringend ausgewertet werden kann.

Grob zusammengefasst kann die Auswertung von Daten verschiedener Quellen Korrelationen und andere interessante Ergebnisse ans Licht bringen, die meist durch Data Architekten visuell aufbereitet aufzeigen, welche Geschäftsprozess unter bestimmten Umständen gut funktionieren. Auf Basis solcher automatisierten Analysen lassen sich also nicht nur das aktuelle Geschäft zielgerichtet steuern, sondern auch Trends ableiten, die zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle genutzt werden können.

In Zukunft werden sich durch Analytics-Tools in Verbindung mit wertvollen Datenpools innovative Unternehmen von Wettbewerbern abheben, die aufgrund mangelnder Auswertungen immer weiter zurückfallen dürften. Besonders im Big-Data-Umfeld haben deutsche Unternehmen Nachholbedarf, denn laut Statista sind lediglich sechs Prozent in diesem Bereich analytisch unterwegs.

4. Künstliche Intelligenz (KI)

Im Consumerbereich haben vor allem Google und Amazon die Nase weit vorne, wenn es um künstliche Intelligenzen geht. Diese kommen in den Sprachassistenten Google Assistant und Amazon Alexa zum Einsatz und bieten den Anwendern personalisierte Informationen und nützliche Komfortfunktionen, die sich zudem auf die Sprachsteuerung des Smart Home ausweiten.

Prognose zum Umsatz mit Unternehmensanwendungen im Bereich künstliche Intelligenz weltweit von 2016 bis 2025 (in Millionen US-Dollar)

Mit zunehmendem Erfolg durch Machine Learning werden künstliche Intelligenzen immer mehr Aufgaben übernehmen können. (Quelle: Statista)

Hier wird in den nächsten Jahren sehr viel passieren, denn durch Machine Learning werden die künstlichen Intelligenzen immer cleverer, und die Kinderkrankheiten der ersten Stunden werden bald der Vergangenheit angehören. Im Business-Umfeld ist IBM Watson einer der Platzhirsche, der mittels Daten fundierte Geschäftsentscheidungen treffen und auf natürliche Weise mit Menschen kommunizieren kann. Und auch in der Automobilindustrie wird KI immer wichtiger, um in Zukunft Gefahrensituationen auf Straßen eigenständig zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

2018 werden wir zahlreiche neue Anwendungsfälle kennenlernen, die von KI gesteuert werden. In kürzester Zeit analysieren diese KI Informationen aus riesigen Data Lakes, um Geschäftsentscheidungen zu treffen, Prozesse selbstständig zu steuern und diese in Echtzeit auf die Marktsituation anzupassen. Dieses Feld wird also in den nächsten Jahren besonders spannend werden, wenn künstliche Intelligenzen “den Kinderschuhen entwachsen“ sind.

5. Blockchain

Blockchain - Eine erfolgsversprechende Technologie. Business-Entscheider aufgepasst.

Fast jeder große IT-Dienstleister investiert momentan in Blockchain-Technologien. (Quelle: Zapp2Photo/iStock)

Nahezu jeder große IT-Dienstleister investiert momentan in Blockchain-Technologien, um den Bedarf der Unternehmen in den nächsten Jahren zu bedienen. Die Finanzindustrie ist hier weit vorne und wird auch in Zukunft die Branche sein, die Blockchain-Technologie verstärkt im Einsatz haben wird, um Transaktionen und andere Geldgeschäfte abzuwickeln. RippleNet ist hier eine der großen Blockchains, und auch IBM hat Mitte Oktober eine Lösung vorgestellt, die globale Zahlungen beschleunigen soll.

Microsoft möchte dagegen gleich eine Vielzahl von Blockchains zusammenführen und hat dazu sein Framework Coco entwickelt. Das läuft auf Microsoft Azure und unterstützt bereits seit dem Launch eine der vielversprechendsten weil vielseitigsten Blockchains: Ethereum. Momentan durch die Preisanstiege der Cryptowährungen Bitcoin, Ether und Litecoin beflügelt, besteht bei der Technologie viel Potenzial, um nahezu jeden Datenaustausch im Internet schneller, günstiger und nachverfolgbarer zu machen.

Das funktioniert ganz ohne Zertifizierungsstellen oder Dritte, denn ein Blockchain-Netzwerk und seine Mitglieder prüfen jede Anweisung selbst. Hier wird es 2018 eine Menge Neuerungen geben, und immer mehr Unternehmen werden Blockchains für ihre Produktion einsetzen. Wie die Blockchain funktioniert, hat Mittelstand.Heute übrigens hier einfach und verständlich zusammengefasst.

 

Quelle Titelbild: nevarpp /iStock

Mittelstand.Heute Redaktion

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