E-Commerce und Kundenportale: Darum sollten Maschinen- und Anlagenbauer auf eine digitale Plattform setzen

03.03.2021 – Lesezeit: 3 Minuten

Prozesse / Marketing, Vertrieb und Service / Produktion und Logistik / Technologie

E-Commerce und Kundenportale: Darum sollten Maschinen- und Anlagenbauer auf eine digitale Plattform setzen

E-Commerce-Plattformen bieten für Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau eine praktische Möglichkeit, den steigenden Kundenanforderungen gerecht zu werden. In diesem Beitrag erhalten Sie einen Überblick zu den Chancen, welche diese Plattformen für die Branche bereithalten.

Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau bekommen die Auswirkungen durch die Corona-Krise besonders zu spüren. Analoge Geschäftsfelder gehen durch die Krise zurück und es gilt, neue Geschäftszweige zu erschließen. Eine Möglichkeit, den Maschinen- und Anlagenbauern in Zukunft mehr Flexibilität und Verfügbarkeit zu garantieren, bieten moderne E-Commerce-Plattformen.

Welche Chancen eine E-Commerce-Plattform konkret für Unternehmen in den Maschinen- und Anlagenbau bereithält, zeigen die Experten der All for One Group im kostenlosen Whitepaper „Zukunftsmodel E-Commerce“.

Bestandanalyse der Branche

Bisher lag der Fokus im Maschinen- und Anlagenbau „für Hersteller-Unternehmen auf dem Aufbau einer ERP-Landschaft sowie internen Abläufen, den Potenzialen der Industrie 4.0 und der M2M-Kommunikation“, wie Oliver Jenkel, Principial Consultant Logistik der All for One Group in einer Bestandsanalyse zusammenfasst.

 

Das Thema E-Commerce wurde innerhalb der Unternehmen in den letzten Jahren wenig thematisiert. Das bestätigt auch eine Studie der Boston Consulting Group: Über 30 Prozent aller Maschinenbauer in Europa gehören bei der Kundenansprache und Serviceorientierung zu den digitalen Nachzüglern. https://www.bcg.com/de-de/publications/2017/technology-digital-beyond-hype

 

Klassische Geschäftsfelder wie der Ersatzteilhandel werden immer noch größtenteils per E-Mail abgewickelt. Die verpasste Gelegenheit, neue Kanäle zu erschließen, offenbart sich besonders stark in der aktuellen Krise. Die analogen Vertriebskanäle können kaum genutzt werden und falls Unternehmen doch schon auf E-Commerce setzen, lässt die Customer Experience oft zu wünschen übrig. Denn: Die Geschäftskunden wünschen sich eine digitale Einkaufs- und Servicewelt, wie sie es in den B2C-Plattformen von Amazon & Co. gewohnt sind.

E-Commerce-Plattform für B2B-Kunden

Eine der Hauptanforderungen an eine B2B-Plattform ist, die gewünschten Produkte schnell im Shop zu finden. Personalisierte Produktinformationen und eine zügige Bestellabwicklung sind außerdem Kundenerwartungen, die im B2C so rudimentär wirken, im B2B allerdings oft noch zu wenig Beachtung finden.

 

Denn die User Experience ist für eine E-Commerce Plattform besonders wichtig. Mit einem Omni-Channel-Ansatz, der den Nutzer über alle Kommunikationsgeräte und Endgeräte hinweg abholt, kann laut den Experten eine konsistente User-Experience für die Plattform entstehen.

Integration und Maschinen-Informationen als wichtige Bestandteile

Eine E-Commerce-Plattform darf niemals alleinstehen. Der Onlineshop sollte in die bestehende Systemwelt des Unternehmens aufgenommen werden. Das Kundenportal könnte man „auch als verlängerten Arm des ERP verstehen“, erklärt Achim Beckmann, Geschäftsführer der B4B Solutions GmbH. „Die Daten in Form von Lagerbeständen, Angeboten oder Rechnungen müssten dem Nutzer in beiden Systemen konsistent zur Verfügung stehen – also für den firmeninternen Anwender im ERP, für den Kunden im Shop.“

 

Aber eigentlich sieht Beckmann den Shop als Bestandteil eines größeren Serviceangebots: „Dem Kunden geht es nicht nur darum, Schrauben und Co. bequem online zu kaufen. Er möchte beispielsweise einen vollständigen Überblick über seine Maschine haben: Wo steht sie, welche Leistung bringt sie, wie sieht der aktuelle Status aus, ist mit einem Wartungsfall zu rechnen? Neue Konzepte wie der Digitale Zwilling bilden genau diese Echtzeit-Übersicht ab.“ Integrierte Kunden- und Serviceportale seien die Zukunft, nicht isolierte Onlineshops. Oder plakativer formuliert: „Umfassender One-Stop-Shop statt reiner Online-Shop.“

 

Weitere praktische Anwendungstipps im E-Commerce für den Maschinen und Anlagenbau erhalten Sie im kostenlosen Whitepaper „Zukunftsmodell E-Commerce“. https://lp.all-for-one.com/de/whitepaper-zukunftsmodell-e-commerce/index.html

 

Quelle: istockphoto, William_Potter, Stock-Fotografie-ID: 11193265314