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UDI-Pflicht 2026: Wie MedTech-Unternehmen mit SAP & p36 UDI Platform sicher durch die regulatorischen Anforderungen navigieren

Geschrieben von Mittelstand-Heute-Redaktion | Jan 15, 2026 7:53:21 AM

Die UDI-Pflicht ist eine Herausforderung, aber auch eine strategische Gelegenheit. Wer jetzt investiert, verbessert nicht nur die Compliance, sondern auch die Effizienz und Transparenz seiner gesamten Supply Chain.

Die Uhr tickt für die Medizintechnik-Branche. Seit die Europäische Kommission im November 2025 die vollständige Bereitschaft der EUDAMED-Module im Amtsblatt verkündet hat, steht der Countdown fest. Für Hersteller bedeutet dies: Die UDI-Pflicht 2026 ist keine ferne Zukunftsmusik mehr, sondern eine unmittelbare operative Herausforderung. Wer jetzt nicht handelt, riskiert nicht nur die Compliance, sondern den Marktzugang in Europa.

Regulatorische Ausgangslage: Die EU macht Ernst

Ab dem 28. Mai 2026 ist die verpflichtende Nutzung der ersten vier EUDAMED-Module vorgesehen. Für Hersteller sowie für Wirtschaftsakteure, die Medizinprodukte in Verkehr bringen, gilt für bereits vorhandene Produkte eine verlängerte Frist zur Registrierung im UDI- und Produktmodul bis spätestens zum 27. November 2026.

Die Grundlage hierfür wurde durch die Verordnung (EU) 2024/1860 geschaffen, mit der der europäische Gesetzgeber im Juni 2024 eine stufenweise Inbetriebnahme der EUDAMED-Module vorgesehen hat. Mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2025/2371 vom 26. November 2025 informierte die Europäische Kommission nun offiziell über die Funktionsfähigkeit ausgewählter Module im Sinne von Artikel 34 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2017/745 (MDR). Die Veröffentlichung dieses Beschlusses erfolgte am 27. November 2025 im Amtsblatt der Europäischen Union.

Die entscheidenden Fristen im Überblick:

  • Mai 2026: Verpflichtende Meldung für alle neuen Produkte und Wirtschaftsakteure.
  • November 2026: Verpflichtende Meldung für alle bestehenden Produkte (Legacy-Produkte).

Diese Klarheit steigert zwar die Planungssicherheit, erhöht aber gleichzeitig den Handlungsdruck für Hersteller mit breiten Portfolios massiv.

UDI im SAP-Umfeld: Wo der Standard an seine Grenzen stößt

Viele MedTech-Unternehmen nutzen SAP S/4HANA als digitales Rückgrat. Im Bereich des Stammdatenmanagements, lässt sich ein Teil der Daten, die an die EUDAMED-Datenbank übermittelt werden, sehr gut abbilden. Wie beispielsweise die Basis-UDI-DI, die UDI-DI sowie die UDI-PI. Hierzu können Felder im Produktstamm und im Chargenstamm genutzt werden. Insgesamt müssen jedoch bis zu 126 unterschiedliche Informationen an die EUDAMED-Datenbank übermittelt werden. Für viele dieser Daten sind im SAP-Standard keine expliziten Felder vorhanden. Vor allem aber bietet SAP keine direkte, validierte Machine-to-Machine-Schnittstelle zur Übertragung an EUDAMED.

SAP ermöglicht den Herstellern von Medizinprodukten und In-Vitro-Diagnostika die konsistente Abbildung aller relevanten Prozesse entlang des Produktlebenszyklus, von Design und Entwicklung über Herstellung, Qualitätsmanagement, Logistik und After-Market-Surveillance bis hin zu Vigilanz und Rückrufen.

Die p36 UDI Platform: Die Brücke zwischen SAP und EUDAMED

Genau an dieser Schnittstelle setzt die p36 UDI Platform an. Als validierbare SaaS-Lösung ermöglicht sie ein zentrales Management aller UDI-relevanten Informationen.

Die wichtigsten Vorteile der Plattform:

  • Automatisierte Validierung: Über 500 Business-Regeln der EUDAMED sind direkt hinterlegt, sodass Fehler erkannt werden, bevor sie die Behörde erreichen.
  • Massendaten-Verarbeitung: Über gesetzeskonforme Excel-Templates können bis zu 10.000 Geräte gleichzeitig erfasst werden – ideal für die Deadline im November.
  • Audit-Sicherheit: Die Plattform bildet vollständige Workflows inklusive Audit Trail und elektronischen Signaturen ab.
  • Effizienz: Die Übertragung erfolgt automatisiert über eine Machine-to-Machine-Schnittstelle, was das Risiko manueller Eingabefehler eliminiert.

UDI ist global – und die Komplexität wächst

Ein Blick über Europa hinaus zeigt: UDI wird weltweit zur Voraussetzung für den Marktzugang. Ob FDA (USA), China NMPA, Südkorea, Saudi-Arabien oder Australien – viele Länder verfügen bereits über eigene regulatorische Vorgaben.

Diese Märkte haben oft abweichende Datenmodelle und proprietäre Validierungslogiken. Genau hier zeigt die Lösung von p36 ihre Stärke, da sie sowohl direkte Schnittstellen als auch länderspezifische Exportformate abdeckt sowie die ggf. notwendigen regulatorischen Anpassungen relevanter Märkte in der Lösung umsetzt – und so eine globale Stammdatenstrategie ermöglicht.

 

Strategisches Vorgehen: Die VITAL-Methodik nutzen

Warten Sie nicht auf den letzten Drücker. Der zeitliche Vorlauf ist knapp, um erst nach dem offiziellen Startschuss mit Prozessanpassungen zu beginnen. Die Life Sciences Alliance unterstützt Unternehmen hierbei mit der geschützten VITAL-Methodik (Validation & Implementation Tailored Approach for Life Science). Diese kombiniert Implementierungs-Know-how mit validierungssicheren Prozessen, um SAP-Systeme, die UDI Platform und EUDAMED nahtlos zusammenzuführen.

Empfohlene Schritte:

  1. Akteurregistrierung: Ist die SRN bereits vorhanden?
  2. Portfolio-Analyse: Welche Produkte fallen unter welche Frist?
  3. Datenstrategie: Welche Daten liegen in SAP, welche müssen bereinigt oder ergänzt werden?
  4. Systemintegration: Planung der automatisierten Schnittstellen zur Risikominimierung.

Fazit: Compliance als Chance für exzellente Datenqualität

Die UDI-Pflicht ist eine Herausforderung, aber auch eine strategische Gelegenheit. Wer jetzt in konsistente Strukturen investiert, verbessert nicht nur die Compliance, sondern auch die Effizienz und Transparenz seiner gesamten Supply Chain.

Erfolgsbeispiele aus der Praxis: Erfahren Sie, wie andere Unternehmen ihre Transformation gemeistert haben, etwa die Wörwag Pharma GmbH & Co. KG.

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