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15.12.2021 – Lesezeit: 9 Minuten

Geschäftsführung / Impulse

2022: Diese 12 neuen IT-Trends bestimmen die Zukunft

Welche neuen IT-Trends sollten Unternehmen für das Jahr 2022 unbedingt auf dem Schirm haben? Das Analystenhaus Gartner hat die wichtigsten 12 vorgestellt.

 

Welche neuen IT-Trends müssen Unternehmen für das Jahr 2022 und in Zukunft kennen? Das Analystenhaus Gartner hat 12 IT- und Technologie-Trends identifiziert. Die Auswahl basiert laut Gartner auf einer Umfrage zu "den Prioritäten der CEOs für ihre Unternehmen und zu den sich daraus ergebenden Anforderungen, die an die CIOs und IT-Leiter weitergegeben werden." Mittelstand Heute hat für Sie am Rande einige weiterführende Links aus den letzten Monaten zusammengestellt. Entscheiden Sie selbst, welches Thema Sie vertiefen möchten.

 

1. Cybersecurity Mesh

Die digitale Transformation kann nicht ohne ein hohes Maß an Sicherheit gelingen. Bei diesem Punkt sind sich die IT-Leiter einig: 87 Prozent sehen Probleme bei der Cybersecurity als größtes Innovationshemmnis. Durch die Einführung neuer digitaler Tools im Zuge der Corona-Pandemie hat die Bedrohung durch Cyberkriminelle  weiter zugenommen (wie auch unser Beitrag gezeigt hat). Besonders Programmierschnittstellen werden 2022 ein Ziel von Angriffen sein, wie Gartner berichtet.

Unternehmen sind daher auf eine optimale Sicherheitsarchitektur angewiesen. Ein innovativer Ansatz bildet hierbei das sogenannte Cybersecurity Mesh. Der Mesh-Ansatz ist bekannt - wie Sie in diesem Beitrag sehen können - innovativ ist aber die Verbindung mit dem Thema Sicherheit. Zukünftig soll die Abwehr von Cyberattacken nicht mehr zentralisiert erfolgen, sondern mittels einer verteilten Architektur, wobei der Ansatz die Sicherheitsstandards an sich weiterhin zentral vorgibt. So entsteht eine flexible, kostensparende und dabei sichere Cybersecurity-Struktur.

 

2. Hyperautomation

Automatisierte Prozesse setzen sich immer mehr durch, nicht nur in einzelnen Projekten und Bereichen, sondern als grundlegende treibende Kraft in Unternehmen. Hyperautomation ist ein geschäftsorientierter, strukturierter Ansatz, mit dem Unternehmen so viele Geschäfts- und IT-Prozesse wie möglich erkennen, überprüfen und automatisieren können. Sie umfasst den orchestrierten Einsatz mehrerer Technologien, Tools oder Plattformen, darunter:

 

  • Künstliche Intelligenz (KI)
  • Maschinelles Lernen
  • Robotergestützte Prozessautomatisierung (RPA)
  • Geschäftsprozessmanagement (BPM)
  • Low-Code/No-Code-Tools

Der Markt für Produkte, die die Hyperautomatisierung ermöglichen, wächst beständig und erreicht laut Aussage von Analysten 2022 einen Wert von 600 Milliarden US-Dollar. Welche Rolle Hyperautomation in der Cybersecurity von morgen spielt, verraten wir Ihnen hier.

 

3. Cloud-native Plattformen

Cloud-native Plattformen verbessern laut Gartner den traditionellen "Lift-and-Shift"-Ansatz für die Cloud, der die Vorteile der Cloud nicht ausschöpft und die Wartung nur komplexer macht. Mit Cloud-nativen Plattformen hingegen reagieren Unternehmen flexibel auf die Anforderungen der digitalen Transformation.

Zum Thema: Welche Vorteile eine Cloud-ERP-Migration mit sich bringt, erfahren Sie hier.

 

 

As-a-Service-Produkte stark im Kommen

Die Corona-Pandemie hat der Einführung von As-a-Service-Produkten bereits einen enormen Schub gegeben, im Jahr 2022 setzen sich diese innovativen Lösungen weiter durch und auch zahlreiche neue Produkte, die den As-a-Service-Ansatz verfolgen, kommen auf den Markt. IDC berichtet, dass Unternehmen 2021 weltweit bereits über 330 Milliarden US-Dollar für IaaS-, PaaS-und SaaS-Angebote ausgegeben haben.

 

 

4. Data Fabric

Bei der von Gartner beschriebenen Data Fabric geht es für Unternehmen um den Trend zur flexiblen und belastbaren plattform- und benutzerübergreifenden Datenintegration. Diese könnte den Aufwand für die Datenverwaltung um bis zu 70 Prozent reduzieren, so Gartner. Hier sei es wichtig, Analysen zu nutzen, um zu lernen und aktiv zu empfehlen, wo Daten verwendet und geändert werden sollten.

 

Was ist Data Fabric? Jetzt informieren!

Was hinter dem Data-Fabric-Konzept steckt, zeigt das IBM Cloud Pak for Data. Mit der Lösung erhalten Anwender einen acht Mal schnelleren Zugriff auf verteilte Daten für die Hälfte der Kosten. Zudem können Sie die ETL-Anforderungen um bis zu 65 Prozent reduzieren. Jetzt mehr erfahren!

 

 

5. Autonome Systeme

Ein System wird per Definition dann als autonom bezeichnet, wenn es ohne menschliche Steuerung oder detaillierte Programmierung ein vorgegebenes Ziel selbstständig und an die Situation angepasst erreichen kann. Diese Systeme können also ihre eigenen Algorithmen ohne externe Software-Updates dynamisch verändern, erklärt Gartner. 

 

6. KI-Engineering

KI-Engineering ergänzt laut einer Definition des Competence Centers KI-Engineering am Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) die Grundlagenforschung zu Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen (ML) und schlägt die Brücke zu den Ingenieurswissenschaften. Ziel ist es, KI- und ML-Methoden gemäß der typischen Anforderungen und Vorgehensweisen von Ingenieuren nutzbar zu machen - auch in sicherheitskritischen Anwendungen.

 

7. Hybrides Arbeiten - das verteilte Unternehmen

Die Auswirkungen der Pandemie haben für eine explosionsartige Zunahme des Home-Office geführt und viele Unternehmen sind auf Cloud-basierte Dienste umgestiegen. Zukünftig sollen diese neuen Dienste und IT-Lösungen verstärkt hybrides Arbeiten in den Unternehmen ermöglichen. Denn wie Gartner herausgefunden hat, können bis 2023 drei Viertel der Unternehmen, die einen hybriden Ansatz verfolgen, mit bis zu 25 Prozent mehr Wachstum rechnen als ihre Konkurrenten. Hybrides Arbeiten ermöglicht demnach effizienteres und produktiveres Arbeiten.

Zum Thema: Welche Technologie-Skills in einer digitalen Arbeitswelt immer wichtiger werden, lesen Sie hier.

 

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Tipps, wie Unternehmen ihre Arbeitswelt fit für die Zukunft machen, erhalten Sie von Experten, wie den New-Work-Spezialisten der All for One Group! Jetzt reinschauen und informieren!

 

8. IT für den Schutz der Daten

Hier ist die Marschrichtung für CIOs laut Gartner klar: Das Vertrauen der Kunden darf nicht wegen Datenschutzvorfällen verloren gehen. Um solche Vorfälle zu vermeiden, stehe IT-Entscheidern eine wachsende Zahl von Technologien zur Verfügung, die persönliche und sensible Informationen für den erweiterten Datenaustausch und die Analyse schützen sollen.

Wie Sie Ihre Daten schützen, verraten Business-IT-Spezialisten der All for One Group hier.

 

9. Composable-Anwendungen

Traditionelle Infrastrukturen werden wegen fehlender Flexibilität mehr und mehr aufgegeben. Alte Infrastrukturen basieren auf Silos und einer Hardware, die auf bestimmte Workloads ausgelegt ist - sie soll in erster Linie dafür sorgen, dass komplexe Prozesse stabil funktionieren. Um Anwendern noch mehr Kontrolle zu geben, wird mit Composable Infrastructures der nächste Schritt gemacht. Im Grunde verfolgt der Ansatz das Ziel, unterschiedliche IT-Systeme miteinander zu verbinden und dabei stabile Systeme sicherzustellen - und das bei gleichzeitiger Agilität, um Anwendungen und Services umgehend an neue unternehmerische Bedingungen anpassen zu können.

 

10. Decision Intelligence

Business-Intelligence-Plattformen (BI) entwickeln sich weiter in Richtung Decision Intelligence: Mithilfe von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen verwandeln Unternehmen Daten-Dashboards und Business-Analysen in Plattformen zur Entscheidungsunterstützung. Indem Unternehmen große Datenmengen besser verstehen, können sie so letztlich bessere Entscheidungen treffen. 

 

11. Generative künstliche Intelligenz

Generative KI kann mit maschinellem Lernen völlig originelle und realistische Artefakte erschaffen, die einem Original zwar ähnlich sind, es aber nicht wiederholen. So lassen sich mit generativer KI zum Beispiel Gesichter von Personen erschaffen, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Diese nutzen beispielsweise Forschende des Idiap in Martigny zum Training von Gesichtserkennungs-Programmen. Generative KI wird auch für Softwarecodes, die Medikamentenherstellung und zur Personalisierung im Marketing genutzt.

 

12. Total Experience

Eine Mischung aus Kundenerfahrung (CX), Mitarbeitererfahrung (EX), Benutzererfahrung (UX) und Multi-Experience (MX) beschreibt Gartner als Total Experience. Bereits letztes Jahr illustrierte Gartner den Begriff mit einem Beispiel: die Optimierung eines Kundenbesuchs, der online über eine App gebucht werden kann und bei Annäherung des Kunden Informationen zum Anmeldeprozess und zu Wartezeiten übermittelt. Grundsätzlich geht es also um die Vernetzung und Interaktion unterschiedlicher Systeme, um Prozesse für Kunden, Mitarbeiter und Partner einfacher, schneller und transparenter zu gestalten.

 

Quelle Aufmacherbild: pinkeyes/stock.adobe.com

 

 

 

 
automatisieren können. Sieumfasst den orchestrierten Einsatz mehrerer Technologien, Tools oder Plattformen, darunter:Künstliche Intelligenz (KI)Maschinelles LernenRobotergestützte Prozessautomatisierung (RPA)Geschäftsprozessmanagement (BPM) Low-Code/No-Code-Tools