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10.12.2018 – Lesezeit: 3 Minuten

Impulse / Marketing, Vertrieb und Service

Workplace-Studien: So könnten wir 2030 arbeiten

Von Homeoffice über flexible Arbeitszeiten bis zur „Vier-Tage-Woche“: In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Art, wie wir arbeiten, stark verändert. Doch wie wird es uns in den nächsten Jahren ergehen? Drei Studien packen die Glaskugel aus und werfen einen Blick in die Arbeitswelt 2030.

Angesichts des immer schnelleren technologischen Wandels gehört schon etwas Mut dazu, mehr als zehn Jahre voraus in die Zukunft zu sehen. Mehrere Studien setzen auf die Kraft der „Sterndeutung“ und geben Prognosen über den Arbeitsplatz im Jahre 2030 ab. Dass sich durch die Digitalisierung einiges verändern wird, ist sicher. Der Rest ist eine Glaubensfrage.

Globaler Talentpool

Bereits im Jahr 2013 wagte das Beratungshaus Deloitte den Ausblick auf den „Workplace 2030“. Die Forscher glaubten, dass Daten-Einblicke die neue Währung werden. Der Arbeitsplatz werde zu einem Ort, an dem sich Angestellte treffen, gemeinsam lernen und Informationen teilen. Die einzelnen Unternehmen werden Arbeitsplätze abbauen, dafür aber auf einen globalen Pool von Talenten zurückgreifen, der in erster Linie aus Freelancern besteht.

Holistischer Arbeiter

Ebenfalls schon einige Jahre auf dem Buckel hat die Studie von CBRE und Genesis „Fast Forward 2030“ aus dem Jahre 2014. Die Autoren der Studie sehen den Trend hin zum holistischen Arbeiter. Holistisch bedeutet so viel wie ganzheitlich. Der Arbeitsplatz der Zukunft müsse darauf ausgerichtet sein, Menschen zusammenzubringen, eine sehr unterschiedliche Gruppe an Mitarbeitern zu unterstützen, Kultur und Gemeinschaft auszubauen und die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter im Blick zu behalten. Die größten Wettbewerbsvorteile werden 2030 das Anwerben von Top-Talenten, Innovation und die Anpassung an wandelnde Bedingungen sowie die Adaption an Technologie sein.

Vier neue Welten

Aktueller ist die Studie „Workforce of the future: The competing forces shaping 2030” von PricewaterhouseCoopers (PWC, 2018). Die Autoren sehen vier unterschiedliche Szenarien, die sich in Zukunft ergeben könnten. Jedes Szenario wurde als eigene „Welt“ entworfen – symbolisch unterteilt in die Farben Rot, Blau, Grün und Gelb. Welche Welt sich durchsetzen wird, hängt von Politik, Generationswandel, Ressourcenknappheit, Klima und der Verlagerung von Handelsströmen ab. Technologie ist ebenfalls wichtig, aber nicht alleinentscheidend.

Vier Welten von PwC: In welcher Welt arbeiten wir 2030?

Blau

Die blaue Welt ist vom reinen Kapitalismus geprägt. Einige Unternehmen werden mächtiger als Staaten. Individuelle Präferenzen und Integration werden wichtiger als soziale Verantwortung.

Rot

Die rote Welt wird ein Inkubator von Innovation: Digitale Plattformen und Technologien erlauben es vielen Spezialisten und Nischenanbietern, erfolgreich zu sein. Innovation hat einen Vorsprung vor Regulierung. Die rote Welt ist geprägt von Individualismus und Fragmentierung.

Gelb

In der gelben Welt steht der Mensch im Fokus. Soziales Verhalten und der Community-Gedanken prägen die Arbeitswelt. Kapital fließt an Firmen, die ethisch und verantwortungsvoll agieren. Künstler, Macher und neue Arbeitergilden bestimmen das Gesicht des Arbeitsplatzes. Das Kollektiv ist in einer fragmentierten Welt wichtiger als der Individualismus.

Grün

In der grünen Welt spielt dagegen Verantwortung eine entscheidende Rolle. Vertrauen prägt das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Unternehmen müssen ihre gesellschaftliche Aufgabe in den Mittelpunkt ihrer Geschäftsstrategie stellen. Die grüne Welt ist kollektivistisch und integriert.

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Blick in den Himmel

Dass sich die Arbeitswelt in den nächsten Jahrzehnten verändern wird, ist sicher. Die Frage nach dem „Wie“ lässt sich gewiss nicht abschließend beantworten, aber bestimmte Tendenzen sind zu erkennen. Ein Beispiel: 2006 gab es noch keine iPhones und das Betriebssystem Android lag zwei Jahre in der Zukunft. Wenn damals von Smartphones die Rede war, hießen die Betriebssysteme noch Symbian, Windows Mobile, Blackberry OS, Palm und Linux.

Es ist nicht absehbar, ob in näherer Zukunft eine Innovation auf den Markt kommt, die unser Leben ähnlich stark verändern wird wie das Smartphone. Deshalb sind die oben erwähnten Prognosen mit Vorsicht zu genießen und entsprechend ihrer Tendenzen zu „sterndeuten“.

Wie der Digital Workplace in acht Schritten gelingt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Quellen: Titelbild pixabay, Didgeman / Vier Welten PWC