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13.11.2019 – Lesezeit: 2 Minuten

Geschäftsführung / Technologie

Wie Merkel die „5G-Hürden“ im Mittelstand überwinden möchte

Die 5G-Strategie der Bundesregierung sieht Kosten vor, die auch der Mittelstand bezahlen könne. Die Unternehmen sollen sich bereithalten, die Vorteile des neuen Mobilfunknetzes schnell zu nutzen. Mit 5G können Landmaschinen autonom auf den Feldern fahren und Produktionsstrecken mit Echtzeitvernetzung arbeiten.

In Dortmund hat Ende Oktober 2019 der alljährliche Digital-Gipfel Digitalgipfel stattgefunden. Eines der großen Themen: das superschnelle 5G im Mobilfunknetz. Die 5G-Frequenzblöcke gingen in einer Versteigerung im Juni an Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 Drillisch. Sie zahlten dafür 6,55 Milliarden Euro. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte in ihrer Rede nun gute Nachrichten für den Mittelstand im Gepäck.

Bewerbungen für 5G-Frequenzblöcke möglich

Ziel der Bundesregierung sei es, die 5G-Versorgung möglichst weit auszurollen, sagte sie. Als „frohe Kunde“ vermeldete sie den Wirtschaftsvertretern, dass die Bundesnetzagentur sehr bald veröffentlichen wolle, wie der Frequenzbereich, der für die Nutzung durch Unternehmen, Landwirtschaftsbetriebe, kleine und große Unternehmen reserviert wurde, zur Verfügung gestellt wird. Für die Vergabe der 5G-Frequenzblöcke können sich die Firmen bewerben.

Wörtlich sagte die Bundeskanzlerin: „Ich darf Ihnen auch verraten: Die Kosten sind mittelstandsfreundlich, wie mir heute gesagt wurde. Das heißt also, es wird sich dann für deutsche Unternehmen rentieren, sehr schnell Zugriff auf 5G zu haben.“ Genaue Zahlen und einen Zeitpunkt nannte die Bundeskanzlerin nicht.

Kabinett beschließt erweiterte Mobilfunkstrategie

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gab Einblick in die 5G-Strategie der Bundesrepublik. Mittlerweile hat das Bundeskabinett das von ihm verkündete Maßnahmenpaket der Bundesregierung für eine erweiterte Mobilfunkstrategie beschlossen.

Zu den Eckpunkten gehören schnellere Genehmigungsverfahren. Die Regierung will zudem Mittel aus dem Sondervermögen Digitale Infrastruktur bereitstellen und bestehende Liegenschaften von Bund, Ländern und Kommunen als Standorte für Antennenmasten nutzen. Scheuer hofft auf eine „internationale Spitzenposition für Deutschland“.

LTE: Albanien vor Deutschland

Bekanntlich gehört Deutschland aber noch zu den Schlusslichtern beim Netzausbau. Vor allem außerhalb der Städte gibt es viele unversorgte Flecken: Während etwa die drei besten Netzanbieter in den Niederlanden eine LTE-Netzabdeckung von 93,5 Prozent gewährleisten, sind es in Deutschland nur 59,5 Prozent. Albanien steht mit 61,7 Prozent noch vor Deutschland, so eine von Bündnis 90/Die Grünen in Auftrag gegebene Studie.

IoT dank 5G noch effektiver

Die All for One Group, führende IT- und Consulting-Gruppe in der DACH-Region, bietet eine Reihe von IoT-Lösungen, mit denen Firmen 5G noch weitaus effizienter nutzen. „Die Anbindung von Maschinen an die IT-Welt und ihre Netzwerke ist die Voraussetzung für alle IoT-Szenarien. Unternehmen sollten sich auch mit den Themen OPC UA, Edge, Big Data und Maschine Learning auseinandersetzen“, so die Experten.

Dass 5G das Potenzial hat, den Mittelstand zu revolutionieren, steht außer Frage. Doch ist 5G eigentlich gesundheitsschädlich? Die Antwort erhalten Sie hier.

Quelle: Titelbild pixabay, Berlinerfotograf