08.01.2020 – Lesezeit: 2 Minuten

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Wie KI Beethovens Unvollendete vollenden soll

Künstliche Intelligenz (KI) begeistert nicht nur die Industrie. Auch die Musikwelt kann mithilfe von intelligenten Algorithmen revolutioniert werden. Eine neue Software soll nun unvollendete Symphonien von Beethoven und Schubert vollenden und in neue Sphären leiten.

KI und Machine Learning (ML) eröffnen Einsatzszenarien, die erst auf den zweiten Blick einleuchten. Mittlerweile ist ein Projekt gestartet worden, um Beethovens unvollendete 10. Symphonie zur Aufführung zu bringen. Daran arbeitet ein Team um den Pianisten Robert Levin, gefördert von der Deutschen Telekom.

Wie das funktioniert? Zunächst müssen die menschengemachten Notensätze für die Maschinen lesbar gestaltet werden. Die KI analysiert dabei den typischen Stil, Rhythmus und Harmonie der großen Komponisten. Anschließend erkennt die Software innerhalb der schier endlosen Datensätze, welches künstliche Konzept hinter den bisherigen Werken steckt und erstellt daraufhin die eigentliche Komposition. Ob das Ganze auch in der Praxis funktionieren wird, erfährt die Welt im April 2020. Denn dann soll die neue, vollendete 10. Symphonie in Bonn uraufgeführt werden.

Schubert eher mittelmäßig

Bereits aufgeführt wurde eine per KI aufgebesserte Variante der ebenfalls unvollendeten 8. Symphonie in h-moll von Franz Schubert im Februar 2019 in London. Musikkritiker waren allerdings nicht gerade begeistert und sprachen von einer schwachen rhapsodischen Struktur.

Werden auch Sie zum Komponisten

Es gibt einige Anwendungen, in denen die Möglichkeiten von KI in der Musik demonstriert werden. Die Open Source Software MuseNet von OpenAI nutzt neurale Netzwerke, um musikalische Kompositionen von bis zu vier Minuten Dauer mit zehn verschiedenen Instrumenten zu erzeugen – in verschiedenen Musikstilen von Mozart bis zu den Beatles. MuseNet arbeitet mit den Daten aus hunderttausenden MIDI-Dateien, um Muster aus Harmonien und Rhythmen zu erzeugen. Eine weitere Software für Komponieren mit KI ist der Orb Composer, in den bislang fünf Jahre Entwicklungsarbeit geflossen sind. Zu nennen ist auch AIVA, das emotionale Soundtracks schaffen soll.

Smarter Arbeiten dank kognitiver Assistenten

All dies zeigt die Möglichkeiten von KI und ML, von denen auch Unternehmen profitieren können. Vielleicht nicht gerade, um Komponisten arbeitslos zu machen. Das Fraunhofer Institut skizziert beispielsweise Szenarien mit smarten Robotern, dem Internet der Dinge, Emotionserkennung und Analyse oder kognitiven Assistenten (PDF).

Arbeiten mit Machine-Learning-Experten

Die Experten der All for One Group, führende IT- und Consulting-Gruppe aus Filderstadt bei Stuttgart, helfen Ihnen gerne dabei, Ihr Unternehmen durch KI und ML weiterzubringen und zeigen Ihnen die Einsatzmöglichkeiten auf. KI kann allerdings nicht nur Klassik: Erfahren Sie in diesem Artikel wie Künstliche Intelligenz den Ghostwriter von Shakespeare entlarvt hat.

Quelle: Titelbild pixabay, niekverlaan