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26.04.2018 – Lesezeit: 2 Minuten

Prozesse / Produktion und Logistik / Technologie

Welche innovativen Servicemodelle Maschinen- und Anlagenbauer jetzt nutzen sollten

Die digitale Transformation macht vor keiner Branche halt – auch nicht vor dem Maschinen- und Anlagenbau. Innovative Tools aus der digitalen Welt – von digitalen Zwillingen bis hin zu perfekt vernetzten Maintenance Features – schaffen völlig neue Geschäfts- und Umsatzmöglichkeiten und bieten zukunftsorientierten Unternehmen bis dato ungeahnte Chancen, um sich gezielt am Markt zu positionieren.

Gerade weil sich auf den Märkten Qualität und Preise immer weiter annähern, werden umfassende Serviceangebote zusehends wichtiger, um sich von den Mitbewerbern differenzieren zu können. Trotzdem werden die Potenziale moderner Service-Tools im Maschinen- und Anlagenbau derzeit bei weitem noch nicht ausreichend ausgeschöpft. So wird laut einer Studie der TU Darmstadt unter deutschen Maschinen- und Anlagenbauern erst knapp ein Fünftel des Gesamtumsatzes durch Servicedienstleistungen erwirtschaftet. Eine Zahl, die in den kommenden Jahren jedoch kräftig angehoben werden sollte. Ein Whitepaper zu neuen Servicemodellen im Maschinen- und Anlagenbau bestätigt die hohe Zukunftsrelevanz dieses Themas und gibt nähere Informationen zur technischen Umsetzung.

Durch digitale Lösungen zum Erfolg

Möglichkeiten zur Einführung gewinnbringender Servicedienstleistungen existieren heute dank digitaler Tools so viele wie nie zuvor. Einer der aktuellsten Top-Trends sind dabei digitale Zwillinge, die Maschinen- und Anlagenbauern völlig neue Potenziale etwa im Wartungsbereich bieten. Durch die exakte virtuelle Nachbildung einer physischen Maschine oder Anlage können Betriebsdaten rund um die Uhr über eine zentrale Plattform automatisiert gesammelt und überwacht werden. Störungen können dadurch antizipiert und noch vor einem kosten- und zeitintensiven Stillstand behoben werden.

Eine weitere Option zur Kosteneinsparung sowie zur Stärkung der Kundenzufriedenheit und Kundenbindung ist die Einrichtung eines Webshops für die Betriebsstoff- und Ersatzteilbeschaffung sowie andere After-Sales-Services. „Bisher nutzen nur wenige Hersteller digitale Vertriebswege. Je früher Unternehmen diesen Weg einschlagen, desto besser. Denn als Vorreiter mit entsprechendem Angebot bringt man sich beim Kunden in Stellung, noch bevor der Mitbewerb nachziehen kann“, so Michael Zitz, CEO beim Digitalisierungsexperten B4B Solutions, der die Potenziale des B2B-E-Commerce bereits frühzeitig erkannt hat.

Zu den absoluten Zukunftstrends im Maschinen- und Anlagenbau zählt zudem das Thema Mobile Maintenance via Smartphone und Co. So können etwa Bedienungsanleitungen über Tablets oder Auftragsdaten und Service-Checklisten über eine mobile App abgerufen werden, Alerts über kritische Betriebszustände direkt auf die Smartwatch übertragen oder Remote-Support-Sessions via Datenbrille durchgeführt werden. Somit kann eine schnelle Fehlerbehebung angeboten werden, die Kunden begeistert und nachhaltig an Unternehmen bindet.

Potenziale ausschöpfen und sich am Markt positionieren

Eines wird deutlich: Die Möglichkeiten für innovativen Service, der merkliche Kosten- und Zeitersparnisse, leichte Bedienbarkeit und zusätzlichen Komfort bei Bestellung und Instandhaltung bietet, sind so vielfältig wie kaum zuvor. Nun liegt es an den Maschinen- und Anlagenbauern selbst, die Tools je nach Bedarf zu nutzen und so spürbare Mehrwerte für ihre Kunden zu schaffen – von der problemlosen Ersatzteilbeschaffung über Webshops bis hin zur raschen und effizienten Wartung von Anlagen und Maschinen durch digitale Zwillinge und Mobile Maintenance Tools.

 

Quelle Titelbild: iStock/ Zapp2Photo