28.10.2020 – Lesezeit: 2 Minuten

Geschäftsbereiche / Geschäftsführung

Warum 2021 weder Corona noch Brexit die größten Gefahren sind

2021 scheint bislang das Jahr mit den größten Herausforderungen zu werden – sowohl privat als auch für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Dieser Experte des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) prognostiziert, welche Hürden zukünftig die größten sein werden.

Vor etwa einem Jahrzehnt war das Thema IT-Sicherheit maximal eine Randnotiz in der medialen Berichterstattung, und auch in Unternehmen waren die Herausforderungen weitaus weniger präsent als heutzutage. Inzwischen sind Begriffe wie Datenschutz, Cybersicherheit und Hackerangriffe immer wieder für einen spannenden Aufhänger gut. Das Thema IT-Sicherheit ist also längst in der breiten Bevölkerung angekommen. Unternehmen und Behörden scheinen diese Relevanz jedoch oft noch zu verschlafen, dabei könnte 2021 ein enorm wichtiges „Cybersecurity-Jahr“ werden.

„Schmerzliche IT-Erfahrungen“

„Nie war die Gefahr, durch einen Cyber-Angriff aus dem Markt gefegt zu werden, größer als heute“, so Manuel Bach. Als ehemaliger Leiter des nationalen Cyber-Abwehrzentrums und mit langjähriger Erfahrung in der freien Wirtschaft, baut der IT-Sicherheitsexperte derzeit im BSI das Referat „Cyber-Sicherheit für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU)“ auf. „Viele schmerzliche IT-Erfahrungen basieren auf dem konsequenten Ignorieren immer wieder gepredigter Regeln. In den nächsten Monaten werden viele Unternehmen ihren Status leider von ‚schmerzlich‘ zu ‚lebensbedrohlich‘ wechseln müssen, sofern sie ihre IT-Sicherheit weiterhin vernachlässigen.“

Manuel Bach vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)

Das ist für 2021 wichtig

Die aktuelle Gefährdungslage – und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Lage für 2021 – wird vor allem von zunehmend ausgeklügelter Malware dominiert. Laut BSI sind mehr als 300.000 neue Schadprogramme pro Tag „im Einsatz“. Von Cyber-Angriffen sind Unternehmen und Einrichtungen aller Größen und Branchen betroffen, dazu zählen auch Automobilhersteller, deren Zulieferer sowie KMU, die sich zum Beispiel auf die Produktion individueller Maschinenbau-Komponenten spezialisiert sind.

„Wenn wir weiterhin von der Digitalisierung profitieren wollen, dann dürfen wir es Angreifern nicht zu leicht machen“, erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm. „Als Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes übernimmt das BSI Verantwortung, indem wir uns mit den Risiken der Digitalisierung auseinandersetzen und aufzeigen, wie wir diesen wirksam begegnen können.“ Welche konkreten Maßnahmen Unternehmen einleiten sollten, zeigt das BSI in seinem jährlichen Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland (PDF).

Live auf dem Mittelstandsforum

Wer Manuel Bach und seine Bewertung des BSI zur aktuellen Cyber-Sicherheitslage live erleben möchte, hat auf dem Mittelstandsforum 2020 der All for One Group die Gelegenheit dazu. Unter dem Motto „10 Tage, 10 Themen“ warten Impulse, konkrete Lösungen und Praxisberichte rund um die Digitalisierung im Mittelstand auf die virtuellen Besucher. Das Mittelstandsforum findet sowohl digital „OnAir“ als auch analog „OnSite“ in Filderstadt bei Stuttgart statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wertvolle Keynotes und wichtige Tipps für Unternehmen warten auf dem Mittelstandsforum 2020

Was Governance, Risikomanagement und Compliance (GRC) für Unternehmen bedeuten und warum Verstöße gegen Compliance-Regeln öfter passieren als gedacht, lesen Sie in diesem Artikel.

Quelle: Titelbild pixabay, Tumisu