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18.01.2019 – Lesezeit: 2 Minuten

Geschäftsführung / Impulse

Von New Work zu Next Work

Die Trendbegriffe New Work und Next Work stehen für die Arbeitswelt der Zukunft, die noch mehr von Unabhängigkeit und Flexibilität geprägt ist. Viele Unternehmen beschreiten bereits diesen neuen Weg, darunter ein bekannter deutscher Technologiekonzern.

Eine neue Arbeitswelt steht vor der Tür, in der wir alle selbstbestimmter und erfüllter arbeiten werden, wenn man Trendforschern Glauben schenken darf. Ein besseres Wirtschaften durch humanzentriertes Arbeiten soll sowohl Arbeitnehmer und als auch Arbeitgeber voranbringen. Immer wichtiger werden dabei in Zukunft Kriterien wie Agilität, Flexibilität und Individualität.

Zu New Work gehört die Entscheidungsfreiheit und die Handlungsfreiheit, Selbständigkeit und das Gemeinschaftserlebnis. Welche drei Veränderungen das auch für mittelständische Unternehmen mit sich bringt, lesen Sie hier. Das Ziel ist eine von hierarchischen Strukturen befreite neue Arbeitswelt, die Mitarbeitern neue Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung am Arbeitsplatz gibt.

Schluss mit „nine to five“

New Work bedeutet, dass klassische Regelarbeitszeiten zwischen neun und fünf Uhr der Vergangenheit angehören sollen und Hierarchien sowie Disziplin nicht mehr gefragt sind. Die Digitalisierung ist ein wesentlicher Treiber auf dem Weg hin zu New Work. Die neue Arbeitswelt ist geprägt von zeitweiligen und flexiblen Beziehungen, neuen Elementen der Zusammenarbeit und mobiler Beschäftigung.

Einige Unternehmen machen bereits Ernst mit dem Konzept des New Work. So wurde bei Siemens damit begonnen, Statuslevel abzuschaffen, Hierarchien zur Diskussion zu stellen sowie Strukturen und Regeln aufzuweichen. Der Konzernriese erprobt neue Formen der Zusammenarbeit und der Entscheidungsfindung, durch die ein höheres Maß an Flexibilität gewonnen werden soll. „New Work wird als Label für alles verwendet, was sich in irgendeiner Form rund um das Arbeiten verändert, es moderner, einfacher und flexibler macht“, so Jochen Wallisch, Executive Vice President Human Resources bei der Siemens AG. „Und genau das greift zu kurz. New Work ist eben nicht arbeiten wie bisher, nur mit W-Lan und im modernen Co-Working-Space.“ Er räumt ein, dass das neue Konzept auf Widerstand stößt und es nicht alle gut finden. „Zusätzlich stellen wir aber die Frage, wie die Jobs der Zukunft ausgestaltet sind, also die Frage nach Next Work.“

Von New Work zu Next Work

Es geht laut Wallisch aber darum, durch New Work den Fortbestand der Organisation zu sichern. Der Megatrend führe zu Next Work und damit zu einer Neugestaltung der Jobs der Zukunft. Im Unterschied zu New Work, welches vom Sozialphilosophen Frithjof Bergmann konzipiert wurde, ist der Anspruch von Next Work bescheidener und erhebt nicht den Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Ob New Work oder Next Work, Arbeitnehmer müssten sich noch stärker mit Digitalisierung und neuen Technologien auseinandersetzen. Arbeitgeber auf der anderen Seite sollten durch Ausbildungsangebote individuelle Flexibilität und Entscheidungsfreiheit in der beruflichen Entwicklung ermöglichen.

Wie Sie New Work erfolgreich in Ihrem Unternehmen implementieren können, erfahren Sie in unserem Interview mit Experte Jörg Mecke.

Quellen: Titelbild pixabay, www_slon_pics