02.09.2020 – Lesezeit: 2 Minuten

Prozesse / Human Resources

Unternehmen sehen mehr Remote Work in der Zukunft

Siemens macht es mit 140.000 Mitarbeitern vor: Remote Work gilt als die Zukunft von Bürojobs. Grund dafür ist vielerorts die erfolgreiche Umsetzung von Homeoffice in der Corona-Krise. Viele fragen sich: Braucht es feste Bürostandorte künftig überhaupt noch?

Kurzarbeit und Remote Work war auch für die Siemens-Mitarbeiter während des Lockdowns an der Tagesordnung. Mittlerweile fahren immer mehr Unternehmen ihren regulären Arbeitsalltag in den Büros wieder hoch. Dennoch wollen viele Unternehmen auch in Zukunft verstärkt auf Remote Work setzen. Manche Verantwortliche diskutieren sogar, Bürogebäude komplett aufzugeben.

Image von Homeoffice verbessert sich

Vielen Mitarbeitern war die Arbeit von Zuhause in der Vergangenheit nicht vergönnt. Doch diese Einstellung hat sich in den letzten Monaten gewandelt. Führungskräfte stellten fest: Trotz des „Zwangs-Homeoffice“ können Sie ihren Mitarbeitern vertrauen, und auch die Ortsunabhängigkeit hatte keine Einbußen auf Schnelligkeit und Qualität der Arbeit. Daher möchten viele Unternehmen ihren Mitarbeitern auch nach einem Ende der Corona-Krise ermöglichen. Denn: Mit einer gut aufgestellten technischen Infrastruktur und den richtigen Collaboration Tools gelingt der Bürojob auch ohne Büro.

Vorreiter für Remote Work

Twitter macht es der Arbeitswelt vor: Der Microblogging-Dienst will es seinen Mitarbeitern selbst überlassen, wann sie im Büro arbeiten oder remote von zu Hause ihre Aufgaben erledigen. Auch Siemens gab Mitte Juli bekannt, mobiles Arbeiten als „Kernelement der neuen Normalität“ zu etablieren.

Video-Mittelstand-Heute-Homeoffice-Fuehrungskraefte

Im Klartext heißt das für die rund 140.000 eingeplanten Siemens-Mitarbeiter, dass zwei bis drei Tage pro Woche mobiles Arbeiten in Zukunft zum Standard wird. Jedoch nur, wenn das ortsunabhängige Arbeiten auch Vorteile für beide Seiten bietet, so der Konzern. Die Verantwortlichen wollen dabei die Mitarbeiter nicht direkt wieder ins Homeoffice verfrachten. Vielmehr will Siemens jedem Mitarbeiter ermöglichen, sich die produktivsten Arbeitsorte selbst herauszusuchen.

IT-Infrastruktur muss stimmen

„Dank unserer innovativen Cloud-basierten IT-Infrastruktur konnten wir unsere Dienste schnell und reibungslos skalieren (…) und Mitarbeiter in die Lage versetzen, von zuhause aus zu arbeiten“, so die Siemens-Verantwortlichen. Genau diese IT-Infrastruktur ist der Grundbaustein für funktionierendes Remote Work ohne Einschränkungen. Nur wenn sich die Arbeitsabläufe jedes Mitarbeiters auf die mobile Lösung abbilden lassen, wird die Leistungskurve oben gehalten.

Digitale Produktivität für Unternehmen

Nachhaltige Produktivität via Remote Work ist speziell für Teams schwierig, die eine Präsenzkultur gewohnt sind. Sie stehen vor der Herausforderung, genauso interaktiv mit Kunden und Kollegen zu bleiben wie im gewohnten Arbeitsumfeld. Experten wie die All for One Group, führende IT- und Consulting-Gruppe im DACH-Raum, unterstützen Unternehmen dabei, Mitarbeiter im Umgang mit virtuellen Kollaborationstools zu schulen, um den Weg für maßgeschneidertes und effektives Remote Work zu ebnen.

Übrigens: Steve Jobs war bereits 1990 ein Vordenker in Sachen Home Office. In diesem Artikel erfahren Sie, warum.

Quelle: Titelbild pixabay, AdrienBe