21.08.2020 – Lesezeit: 4 Minuten

Human Resources / Impulse

Recruiting: Die richtige Software macht‘s

In Zeiten der Krise ist effektives Recruiting wichtiger denn je. Eine Studie zeigt, dass deutsche Unternehmen auf einem guten Weg sind, aber es in einigen Bereichen noch Verbesserungspotential gibt. Wer die richtige Software einsetzt, wird erfolgreich bleiben.

Jürgen Klopp hat es vorgemacht: Er hat die Mannschaft des FC Liverpool planmäßig verstärkt und zu einem Siegerteam geformt. So gewann er sowohl die Premier League als auch die Champions League. An diesem Beispiel sollten sich Unternehmen beim Recruiting orientieren, denn nur wer gezielt die besten Talente anwirbt, wird auf Dauer erfolgreich sein. Neue Erkenntnisse zu diesem Thema liefert die Studie BEST RECRUITERS, die zum achten Mal die Recruiting-Leistung deutscher Arbeitgeber untersucht hat.

Die Studie zeigt: Recruiting-Qualität befindet sich hierzulande weiterhin auf hohem Niveau, hat aber im Vergleich zum Vorjahr etwas abgenommen. Erreichten die Studienteilnehmer im vorigen Jahr noch durchschnittlich 60 Prozent der möglichen Gesamtpunkte, sind es im aktuellen Jahrgang 57 Prozent. Ein Blick auf die Detailergebnisse verrät, dass deutsche Arbeitgeber zwar ihre Standardprozesse sehr gut beherrschen, bei der direkten Kontaktaufnahme von Kandidatinnen und Kandidaten aber noch nachschärfen sollten.

Mit relevanten Informationen punkten

Qualifizierte Fachkräfte bleiben begehrt. Sie kennen ihren Wert und erwarten ein attraktives Gesamtpaket aus Herausforderungen und Benefits. Arbeitgeber, die ihr Angebot auf der Karriere-Website und in Stellenanzeigen klar benennen, sammeln Punkte. Auf Karriere-Websites finden sich mittlerweile fast flächendeckend Informationen hierzu: 95 Prozent der Unternehmen beschreiben Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, und fast acht von zehn gehen auf Benefits ein, die sie Kandidaten bieten (78 Prozent).

In Stellenanzeigen fallen diese Informationen noch stärker ins Gewicht. Hier kommt es darauf an, dass die genannten Anforderungen und Benefits in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Sie sollen Kandidaten einerseits eine möglichst realistische Vorstellung von der Position vermitteln, diese aber gleichzeitig nicht durch zu viele Anforderungen abschrecken.

In fast drei Viertel der analysierten Stellenanzeigen achten Recruiterinnen und Recruiter auf ein Gleichgewicht zwischen Anreizen und den gewünschten Qualifikationen und Eigenschaften von Bewerberinnen und Bewerber. Zum Vergleich: Vor sechs Jahren war dies erst bei 15 Prozent der Job-Angebote der Fall.

Ist da jemand?

Die derzeitige Situation wirft bei Jobsuchenden viele Fragen auf. Was passiert mit meiner laufenden Bewerbung? Wird die ausgeschriebene Stelle überhaupt noch besetzt? Wie sieht das Bewerbungsverfahren während der Homeoffice-Phase aus?

Einige Arbeitgeber haben besonders schnell reagiert und auf ihrer Karriere-Website Informationen zum Recruiting in Corona-Zeiten platziert. Doch gerade jetzt gilt: Egal, wie informativ Karriere-Website und Stellenanzeigen sind, oft bleiben trotzdem Fragen offen.

Kontaktdaten einer konkreten Person im HR, an die man sich in diesem Fall wenden kann, geben möglicherweise den Ausschlag, ob sich Kandidatinnen und Kandidaten tatsächlich bewerben. Doch immer weniger Arbeitgeber nennen eine solche Kontaktperson auf der Karriere-Website. Waren es im Studienjahr 2011/12 noch 69 Prozent der Arbeitgeber, sind es aktuell nur noch 42 Prozent. In den Stellenanzeigen liegt dieser Wert mit 57 Prozent zwar etwas höher, ist aber ebenfalls gesunken.

Wenig Rückmeldung auf Social Media

Es hat sich gezeigt, dass Social-Media-Plattformen kaum zur direkten Kommunikation genutzt werden: Nur jede fünfte der Anfragen via XING wurde in einem Zeitraum von bis zu drei Tagen beantwortet. Auf die E-Mail reagierten immerhin 45 Prozent. Zum Vergleich: Die Rückmeldungsrate auf Bewerbungen ist inzwischen fast flächendeckend erfreulich hoch, nur 8 Prozent blieben unbeantwortet. Der Rat an Arbeitgeber lautet grundsätzlich, den Fokus nicht auf eine möglichst hohe Anzahl an Profilen bzw. die Präsenz auf allen verfügbaren Plattformen zu legen, sondern stattdessen lieber weniger Accounts zu führen und diese dafür aktuell zu halten und regelmäßig Inhalte zu posten.

Hohe Akzeptanz für Karriereplattformen

Beliebt sind auch im Jahresvergleich besonders die karrierebezogenen Plattformen wie XING, LinkedIn und kununu. 91 Prozent setzen auf Xing und 88 Prozent auf LinkedIn. Den größten Schritt machen die Unternehmen in Bezug auf kununu - hier steigen die karriererelevanten Aktivitäten innerhalb von vier Jahren um 38 Prozent auf 73 Prozent. Bei der internationalen Bewertungsplattform Glassdoor haben sich die Ergebnisse sogar verdoppelt.

SAP verschafft großen Vorteil

Dass modernes Recruiting mit einer zeitgemäßen und flexiblen Software-Lösung viel einfacher von der Hand geht, steht außer Frage. Dennoch stellt sich bei der Vielzahl von Anbietern die Frage, welche Lösung die passende für das jeweilige Unternehmen ist.

SAP setzt hier auf SuccessFactors, welches zu der neuen Generation HR-Software zählt. Sie wird als Cloudlösung aus hochmodernen Rechenzentren der SAP bereitgestellt und einfach über den Browser genutzt. Die Suite fokussiert sich auf das Talent Management mit Recruiting, Personalentwicklung, Weiterbildung, Vergütung und Nachfolgeplanung – ergänzt durch die HR-Kernprozesse zu Personaladministration und Entgelt. Die unabhängigen Marktforscher von IDC fällen in der MarketScape-Studie „Worldwide and U.S. Modern Talent Acquisition Suites for Large Enterprise 2019 Vendor Assessment“ folgendes Urteil über die SAP-Lösung.

SAP SuccessFactors ist in hohem Maße konfigurierbar und erhielt von Kunden hohe Bewertungen für die User Experience (UX) sowohl für Administratoren als auch Recruiter. SAP SuccessFactors bietet umfangreiche Funktionen zur Unterstützung von Talentakquise. Gegenüber Wettbewerbsprodukten kann die SAP-Lösung mit einer sehr großen Funktionspalette punkten.

Kunden bewerteten die Onboarding-Lösung für Neueinstellungen als beste Lösung ihrer Klasse. SAP SuccessFactors stützt sich auf ein lebendiges Ökosystem aus Lösungen von Drittanbietern sowie dedizierten Punktlösungen innerhalb der SAP-Familie wie Fieldglass, um einzigartige betriebliche Anforderungen zu erfüllen. Soweit das Urteil der Analysten von IDC.

Talentmanagement im Mittelstand

Mit der innovativen und preisgekrönten Ready-to-Use-Methodik sowie dem integrierten User Adaption Services ist die TalentChamp Consulting einer der führenden SAP-SuccessFactors-Spezialisten im deutschsprachigen Raum. Als „Employee Experience“ stellt die TalentChamp – zusammen mit der KWP Inside HR – die HR-Spezialisten innerhalb der All for One Group dar.

Digitalisierung mit SAP SuccessFactors und Talentchamp leicht gemacht

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Quelle: Titelbild pixabay, athree23