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21.08.2017 – Lesezeit: 3 Minuten

Prozesse

Performance-Probleme und IT-Komplexität behindern die digitale Transformation

Die digitale Transformation sichert Unternehmen den Fortbestand. Als Stolpersteine erweisen sich aber immer wieder die wachsende Komplexität und eine unzureichende Leistung der IT-Systeme. Das zeigt eine globale Studie von Dynatrace, Anbieter von Software zur Performance-Steigerung.

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Die IT-Verantwortlichen leiden unter einer steigenden Komplexität der Systeme, was für sie eine große Herausforderung darstellt. Die IT-Management-Softwareschmiede Ipswitch hat dazu im Frühjahr 2016 eine Umfrage gestartet. Danach haben zwei Drittel der insgesamt 1.300 befragten IT-Entscheidungsträger die wachsende Komplexität als Erschwernis für die erfolgreiche Arbeit bezeichnet. 44 Prozent nutzen für die Überwachung ihrer Netzwerke mehr als drei verschiedene Tools, manche sogar bis zu 20. Die Komplexität der vorhandenen IT-Umgebung rangiert bei den meisten genannten Hindernissen mit 15 Prozent der Antworten gleich hinter fehlenden Mitarbeitern (18 Prozent). Ganz oben stehen wie so oft die knappen IT-Budgets mit 28 Prozent der Antworten. 54 Prozent der Entscheider äußerten sich zudem unzufrieden über die gängigen Lizenzmodelle für die IT-Managementsoftware, weil sie zu kostspielig, unflexibel und kompliziert sei.

Performance und Komplexität hängen zusammen

Wie die zunehmende Komplexität und Performance-Engpässe lähmen können, zeigt die im Vorspann schon genannte weltweite Studie, die Research Now für Dynatrace, amerikanischer Hersteller von APM- oder Application Performance Management Software, durchgeführt hat. Die unabhängige Studie mit dem Titel „Global Digital Performance & Transformation Audit“ ist übrigens hier verfügbar. Demnach kämpfen die Unternehmen vielfach, mindestens einmal in der Woche, mit massiven Performance-Problemen. 48 Prozent der über 1.200 befragten IT-Verantwortlichen sehen die unzuverlässige Performance als Hemmschuh bei der Umsetzung der Digitalen Transformation. In den USA und in Deutschland wird die steigende Komplexität mit 34 und 35 Prozent als größte Hürde gesehen. In Frankreich sind es mit 41 Prozent der Antworten die Herausforderungen bezüglich der Skalierbarkeit. In Australien haben 44 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen die mangelnde Zusammenarbeit oder Collaboration zwischen den einzelnen Abteilungen als größte Hürde angegeben. In Großbritannien ist der Anteil der Unternehmen, die von mindestens einem Performance-Einbruch pro Woche berichten, mit 50 Prozent besonders hoch. Die Deutschen sind mit 36 Prozent deutlich zuversichtlicher, die Performance-Herausforderungen stemmen zu können als die Briten, Amerikaner, Franzosen und Australier.

 

Die Unternehmen kämpfen vielfach mindestens einmal in der Woche mit massiven Performance-Problemen. (Quelle: evernine)

 

Fast alle Befragten gaben an, dass die Hauptschwierigkeiten von der steigenden IT-Komplexität her rühre. Drei Viertel fühlen sich mit dem Problem überfordert und „haben Mühe, ihrer Herr zu werden“, berichtet manage it aus der Studie und zitiert Dynatrace-CEO John Van Siclen mit den Worten: „Die Abhängigkeit von der IT ist in den letzten drei Jahren schneller gestiegen als in den 30 Jahren zuvor.“ Mit der Leistungsfähigkeit der IT-Systeme steige aber auch ihre Komplexität, was wiederum die Digitale Transformation erschwere. „Wem es nicht gelingt, die Performance-Herausforderungen in den Griff zu bekommen, wird schnell den Unmut seiner Kunden und Mitarbeiter zu spüren bekommen“, so Van Siclen weiter.

Wie Performance-Probleme die IT behindern

Die Dynatrace-Studie nennt folgende Zeit- und Ressourcenauswirkungen durch Performance-Probleme:

✔  E-Commerce-Verantwortliche verlieren 652 Stunden pro Jahr oder mehr als 2,5 Stunden pro Arbeitstag.
✔  Die Softwareentwicklung verliert 548 Stunden pro Jahr oder mehr als zwei 2 Stunden pro Arbeitstag.
✔  Der IT-Betrieb verliert 522 Stunden pro Jahr oder mehr als zwei 2,0 Stunden pro Arbeitstag.
✔  Servicemitarbeiter verlieren 496 Stunden pro Jahr oder rund 2,0 Stunden pro Arbeitstag.
✔  Marketingteams verlieren 470 Stunden oder nahezu 2,0 Stunden pro Arbeitstag.

Bei E-Commerce und Marketing geht der Studie zufolge mit 36, respektive 31 Prozent der Antworten viel Zeit für Strategie und Planung verloren. Bezüglich der Software- und Webentwicklung, die zu Lasten der Innovation oft nur ein Gegensteuern erlaubt, waren die Anteile ähnlich. Im Kundenservice sehen sich 30 Prozent der Mitarbeiter durch Performance-Probleme und die Komplexität ausgebremst, ihre Kundenbindungsprogramme und -aktivitäten zu optimieren.

Weniger Komplexität mit Managed Cloud Services

Managed Cloud Services, wie sie All for One Steeb anbietet, helfen Unternehmen, die Komplexität zu nehmen und Performance-Engpässe zu überwinden. Nicht umsonst wurde das Systemhaus mit Hauptsitz in Filderstadt nahe Stuttgart von der Experton Group zum Leader im Cloud Vendor Benchmark 2016 gekürt. Als einer der führenden SAP-Partner erleichtert All for One Steeb den Unternehmenskunden auch den Zugang zu SAP HANA und S/4HANA.

 

Quelle Titelbild: DNY59/ iStock