07.10.2020 – Lesezeit: 2 Minuten

Marketing, Vertrieb und Service / Technologie

In diesen Großstädten startet O2 die 5G-Offensive

Am 3. Oktober 2020 ist das 5G-Netz bei O2 mit 150 5G-Stationen gestartet. Doch die Konkurrenz um Vodafone und Deutsche Telekom ist bedeutend weiter. Woran liegt das? Und welche Möglichkeiten bietet 5G für Endnutzer und Unternehmen?

5G birgt große Chancen für den deutschen Mittelstand. Die neue Technologie ist bis zu 1000x schneller als der Vorgänger 4G. Der 5G-Ausbau nimmt auch beim Telefonica-Netz O2 langsam Gestalt an. Seit dem 3. Oktober können O2-Nutzer in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Köln in bestimmten Stadtteilen schneller mobil surfen.

Außerdem betont Telefonica-Chef Markus Haas, dass mit der Erprobung im Stadtgebiet erst der Anfang gemacht ist. Bis 2022 werde das Unternehmen vier Milliarden Euro in den Ausbau des O2-Netzes investieren – sowohl für 4G- als auch 5G-Antennen. Das Unternehmen will zudem künftig den Innovationsschub der Wirtschaft durch 5G nutzen und Firmenkunden mit der benötigten Technik ausrüsten.

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5G für größere Datenmengen

Im Juni 2019 hatten vier Mobilfunk-Unternehmen 5G-Frequenzen für 6,6 Milliarden Euro ersteigert. Die Deutsche Telekom ist seitdem am weitesten mit dem Ausbau vorangeschritten. Rund 10.000 Standorte mit 30.000 Antennen beliefern rund 50 Prozent der deutschen Bevölkerung – bis Jahresende sollen es zwei Drittel sein. Konkurrent Vodafone liegt mit 400 Standorten und etwa 1.200 Antennen für das 5G-Netz weiter zurück. Aber auch Vodafone will bis Ende des Jahres die Reichweite von 2,6 Millionen auf 10 Millionen Menschen erhöhen.

5G-fähige Endgeräte

Telefonica liegt demnach weit hinter den Konkurrenten, doch woran liegt das? Grund hierfür ist der 4G-Ausbau. Das Unternehmen konnte 2015 Verpflichtungen zur landesweiten LTE-Abdeckung nicht einhalten und muss noch Funklöcher beheben, um diesen Verpflichtungen nachzukommen. In einer Pressekonferenz wurde seitens Telefonica aber auf die langsame Entwicklung der Endgeräte hinsichtlich 5G verwiesen. Die Auswahl an 5G-fähigen Handys war damals begrenzt. In diesem Jahr jedoch haben Smartphone-Hersteller viele 5G-fähige Geräte nachgezogen – ein Grund mehr für Telefonica, nun die Ausbaugeschwindigkeit zu erhöhen.

Neue Möglichkeiten für IoT und ML

Vorerst spielen Privatanwender bei der neuen Mobilfunkgeneration eine eher untergeordnete Rolle. Die meisten mobilen Anwendungen schöpfen das Potenzial von 5G nur sehr gering aus – 4G hingegen, also LTE, ist ausreichend stark.

Anders sieht es in der Industrie aus: „5G wird die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft entscheidend beschleunigen“, antwortet Telefonica-Chef Haas auf Frage, welche Chancen er in 5G sieht. Für die Wirtschaft und den Industriesektor birgt die Technologie enorme Potenziale für das Internet of Things und Machine Learning. Große Datenmengen für Automatisierungsvorgänge und Informationsfluss können so schnell transferiert werden.

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Quelle: Titelbild pixabay, Capri23auto