Titelbild-Modern-Workplace-Studie-Mitarbeiter-hintergangen-Frau-Laptop-unsplash-1415139-Maria-Agudo-Lopez

17.04.2019 – Lesezeit: 2 Minuten

Human Resources / Impulse

Modern Workplace: Mitarbeiter fühlen sich übergangen

Bei der Einführung neuer Technologien fühlen sich Angestellte von ihren Chefs übergangen. Viele Mitarbeiter würden aber gerne mitreden, so eine Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC). Dass Chefs und Angestellte Dinge oft aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten, ist nichts Neues.

 

Untermauert wird dies beim Thema Digitalisierung durch die PwC-Studie „Our status with tech at work: It’s complicated“. Bei der Einführung neuer Technologie am Arbeitsplatz sind neun von zehn Vorgesetzte voll und ganz davon überzeugt, dass sie die Interessen ihrer Mitarbeiter gebührend berücksichtigen. Laut der Studie, bei der auch Angestellte in Deutschland befragt wurden, sind ihre Mitarbeiter jedoch nicht ganz dieser Meinung. Demnach bestätigten nur 53 Prozent die Aussagen ihrer Vorgesetzten.

Angestellte zur Weiterbildung bereit

Betriebsangehörige verstehen durchaus, dass sie sich für die Digitalisierung neue Fähigkeiten aneignen müssen. Die Deutschen sind bereit, zehn Stunden pro Monat in entsprechendes Training zu investieren. Fast 40 Prozent sind neugierig auf neue Technologien, und nahezu die Hälfte erhofft sich von besseren Fachkenntnissen einen höheren Status. Das gilt für alle Altersgruppen und ist nicht auf die sogenannten „Digital Natives“ begrenzt. Es hapert allerdings noch an der Anerkennung: 46 Prozent der Arbeitnehmer stimmen der Aussage zu, dass ihre Technologiekenntnisse nicht genügend gewürdigt werden.

Digitale Kommunikation noch lange nicht angekommen

Generell legen Angestellte viel Wert auf den „Human Touch“. Nur eine Minderheit von etwa einem Viertel gibt sich mit rein digitalen Interaktionen zufrieden. Der Rest will lieber persönlich mit der Personalabteilung sprechen oder Hilfe bei Problemen suchen. Am höchsten ist noch die Bereitschaft, rein digitale Trainings zu absolvieren (37 Prozent). Mehr als die Hälfte ist jedoch überzeugt, dass digitale Technologie ihre menschlichen Kontakte einschränkt.

Vier konkrete Ratschläge

Beliebt sind dagegen digitale Assistenten. Dass sie selbst digital Urlaubsanträge stellen können oder ihre persönlichen Informationen unkompliziert ergänzen können, wissen mehr als 50 Prozent zu schätzen. PwC gibt vier Ratschläge, mit denen Vorgesetzten die Einstellung ihrer Angestellten zur Digitalisierung besser verstehen.

  • 1. Achten Sie darauf, wie ihre Mitarbeiter Technologie erleben
  • 2. Verstehen Sie, wie die Digitalisierung die Arbeitswelt jedes Einzelnen verändert
  • 3. Treffen Sie keine einsamen Entscheidungen und reden Sie mit ihren Angestellten
  • 4. Bringen Sie Ihren Mitarbeitern nahe, dass lebenslanges Lernen künftig unabdingbar ist

Auch eine Studie von Kienbaum bestätigt: Vorgesetzte überschätzen sich leicht, wenn es um das Thema Arbeit 4.0 geht. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Artikel.

Quelle: Titelbild unsplash, Maria Agudo Lopez