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24.11.2017 – Lesezeit: 4 Minuten

Impulse

Mittelstandsforum 2017: Digitalisierung zum Anfassen

Auf dem Mittelstandsforum am 16. November 2017 in Ulm stand ein Thema ganz klar im Fokus: Digitalisierung live erleben. In zahlreichen Showcases, Workshops und Expertenvorträgen konnten die Besucher praxisnah erfahren, wie innovative digitale Lösungen in den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen zum Einsatz kommen. Ein Konzept, das offenbar aufgeht: 800 Teilnehmer sorgten für einen neuen Besucherrekord. Sie waren nicht dabei? Mittelstand.Heute fasst die relevanten Fakten für Sie zusammen.

Digitalisierung hat viele Facetten, und für mittelständische Unternehmen ist es nicht immer leicht, überall auf dem neuesten Stand zu bleiben. Auf dem Mittelstandsforum, kurz Mifo genannt, ist es aus diesem Grund nun schon zum 30. Mal Ziel des Veranstalters All for One Steeb, Trends für die kommenden Monate und Jahre zu identifizieren und den Besuchern des Kongresses nahezubringen.

Am besten gelingt das nicht mit trockener Theorie, sondern mit Anwendungsfällen aus dem Unternehmensalltag, die direkt aufzeigen, welche Potenziale durch neue Lösungen ausgeschöpft werden können. All for One Steeb zeigt aus diesem Grund jedes Jahr aufs Neue, warum „Praxisnähe“ bei den teilweise hoch abstrakten Themen der Digitalisierung so relevant ist.

Digitalisierung in allen Facetten

Digitalisierung zum Anfassen auf dem Mifo 2017 in Ulm. (Quelle: Evernine)

In über 40 Expertenvorträgen und Kundenberichten konnten die Teilnehmer der Veranstaltung erfahren, wie Digitalisierung im Businessumfeld gewinnbringend eingesetzt werden kann, oder wie das in den verschiedensten Projekten anderer Unternehmen bereits gelungen ist. Hier standen übergeordnete Themen wie das Internet der Dinge, die Arbeit mit und aus der Cloud sowie auch alle Fragen rund um das Thema SAP S/4HANA im Fokus.

Als eines der führenden SAP-Beratungshäuser widmete All for One Steeb der SAP S/4HANA Transformation eine eigene Vortragsreihe sowie einen der insgesamt sechs ergänzenden Workshops. Dennoch kamen auch andere Bereiche nicht zu kurz, die gerade in der heutigen Zeit immer wichtiger werden:

✔ Digitale Wertschöpfungskette

✔ Digital Workspace und Collaborative Working

✔ Big Data & Analytics

✔ Omnichannel Vertrieb und digitales Marketing

✔ Organisationsstruktur, Führung und Kultur im digitalen Zeitalter

 

Das Ziel: Gemeinsam mit Kunden und Partnern definierte All for One Steeb die Top-Themen der mittelständischen Digitalisierung für 2018.

Wie die Geschäftsführung etwa „Innovativ trotz Schlips“ bleiben kann, erfuhren interessierte Teilnehmer im gleichnamigen Vortrag. Die Quintessenz: Im Zeitalter schneller Innovationen ist eine Unternehmenskultur, die Veränderungen und Weiterentwicklungen unterstützt, erfolgsentscheidend. Die gute Botschaft: Unternehmenskultur ist messbar und kann mit gezielten Interventionen geändert werden. „Mit alten Methoden schafft man es nicht mehr, den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden", bestätigt auch Christian Reiterer, Geschäftsführer der Dr. Schilhan GmbH, in seinem Kundenvortrag.

Die Vortragssession „Das Internet der Dinge in der Supply Chain“ ging in eine gänzlich andere Richtung und ermöglichte Einblicke in Fertigung und Logistik und zeigte, wie etwa durch Predictive Maintenance, also vorausschauende Wartungsarbeiten, Ressourcen geschont und Ausfallzeiten vermieden werden.

Führungskräfte und IT-Entscheider konnten so mittels der vielen Anwendungsszenarien direkt erfahren, in welchen Bereichen des eigenen Unternehmens noch ungenutzte Potenziale schlummern – und wie man diese am besten „weckt“.

Digitalisierung zum Anfassen

Mit Mixed-Reality-Brillen in unterschiedliche Rollen schlüpfen: Zum Beispiel als Produktionsleiter oder Meister. (Quelle: Evernine)

Neben den Vorträgen konnten die an zahlreichen Showcases und Exponaten unterschiedlichste Lösungen „hands on“ ausprobieren. Das Fraunhofer IAO zeigte etwa mit selbstfahrenden Robotern, die Werkzeuge oder sogar ganze Arbeitsplätze zum menschlichen Kollegen bringen können, wie die „Produktionsarbeit 4.0“ in vielen Unternehmen aussehen könnte, und welche Folgen das für die Arbeitsorganisation hat.

Mit Mixed-Reality-Brillen, HoloLenses aus dem Hause Microsoft, hatten Schaulustige die Gelegenheit, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen: Als Produktionsleiter oder Meister konnte man virtuell Aufgaben verteilen. In einem Hochregallager wurden in der Brille die Lagerbestände von Waren in die Brille projiziert, oder man war virtuell ein Servicetechniker, dem an einer defekten Maschine die nächsten Reparaturschritte eingeblendet wurden.

Etwas gemütlicher ging es kaffeeschlürfend im Themenbereich Internet of Things zu. Hier durften die Besucher „Kaffee 4.0“ genießen – gebrüht von einer voll vernetzten Maschine, die im Büroeinsatz dank SAP-Anbindung nicht nur das Trinkverhalten der Belegschaft analysieren und entsprechend Bohnen und Milch nachordern kann, sondern auch noch selbstständig den Reparaturdienst ruft, wenn mal wieder eine Wartung ansteht.

Einen Einblick in Künstliche Intelligenz gab es nebenan: Wagemutige ließen hier von einer Gesichtserkennungs-Software ihr Alter schätzen (die Autorin des Artikels verschweigt das Ergebnis). Aber auch unternehmenstauglichere Einsatzszenarien – die oftmals als fertiger Cloud-Service zur Verfügung stehen - gab es hier.

Und nicht zuletzt spielte das Thema der digitalen Zusammenarbeit und Kommunikation eine große Rolle, etwa mit den Produkten der Office 365 Suite, die etwa an einem großen Surface Hub ausprobiert werden konnten.

30 Jahre Mifo – ein Grund zum Feiern

Digitalisierung im Businessumfeld gewinnbringend einsetzen – Dies und mehr erfuhren die Teilnehmer auf dem Kongress. (Quelle: Evernine)

Nach dem offiziellen Teil durften die Besucher beim Abendprogramm weiter networken und ihre Erfahrungen austauschen.

Anlässlich des 30. Mifo-Jubiläums startete das Programm mit einem feinen Gala-Dinner, gefolgt von der After Show Party, bei der sich die Gäste das ein oder andere Gläschen schmecken und den Abend in entspannter Atmosphäre ausklingen ließen.

Mit dem Besucherrekord von 800 Teilnehmern war das Mittelstandsforum auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Die Besucher nutzten die Möglichkeit, neue Impulse für das eigene Business zu sammeln, in den voll besetzten Sessions bestens aus.

Mittelstand.Heute meint: Die Digitalisierungs-Trends 2018 werden spannend und stellen mit Sicherheit für einige Unternehmen eine Herausforderung dar. Die Besucher des Mittelstandsforums haben jedoch viele Antworten, Ansprechpartner und Inspiration für und auf die kommenden Challenges erhalten. Es bleibt spannend zu sehen, was die Besucher im kommenden Jahr erzählen und wie die Entwicklung vorangeschritten ist.

Quelle Titelbild: All for One Steeb