KI-Roboter Flippy übernimmt Burgerbraten

27.11.2020 – Lesezeit: 2 Minuten

Marketing, Vertrieb und Service / Technologie

KI-Roboter Flippy übernimmt Burgerbraten

Die amerikanische Fast-Food-Kette White Castle automatisiert die Zubereitung von Burgern: Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) soll der Roboter Flippy ROAR in Zukunft viele Aufgaben in der Küche übernehmen.

Die älteste Fast-Food-Kette der USA White Castle macht einen großen Schritt in Richtung Automatisierung. Mit einem hohen Investment in Roboter-Kräfte will das Franchise-Unternehmen seine Effizienz erhöhen.

Die mehrwöchige Testphase haben die Zubereitungsroboter in der Chicagoer Filiale mit Bravour bestanden. Nun weitet das Unternehmen die automatisierten Mitarbeiter auf zehn weitere Filialen aus. White Castle war auch in der Vergangenheit bereits innovationsfreudig. Als erstes Schnellrestaurant etablierte die Kette Essen zum Mitnehmen und launchte bereits Mitte der 90er-Jahre branchenweit die erste Website.

Flippy in Action

Die Roboter liefert Miso Robotics. Das Konzept des Zubereitungsroboters mit dem Namen Flippy ROAR (Robot-On-A-Rail) stammt ursprünglich aus der automatisierten Fertigungsindustrie. In den Filialen von White Castle kann man das volle Repertoire des programmierten Burgerbraters beobachten. Flippy kann 19 verschiedene Gerichte zubereiten. Für klassische Burger, Pommes und Kartoffelecken bis hin zu Chicken Wings und anderem Fast Food beherrscht der einarmige Roboter die Bewegungsabläufe dank einer Künstlichen Intelligenz.

 

Das System hat jedoch auch seine Grenzen. Bei der Zubereitung von Salaten oder dem Schneiden von Tomaten fehlt bisher das Fingerspitzengefühl. Auch die US-Burgerkette CaliBurger hatte Flippy bereits in Betrieb, bemerkte aber nach zwei Tagen, dass die Arbeitsgeschwindigkeiten der Roboter und der Mitarbeiter nicht harmonierten. „Flippy war mit der Aufgabe teilweise überfordert. Bei Fast Food geht es vor allem um das perfekte Timing“, erklärt Anthony Lomelino, Technik-Chef bei CaliBurger.

KI-Schichten ohne Pause

Hersteller Miso Robotics gibt an, dass Flippy bei White Castle bereits über sechs Tonnen Lebensmittel verarbeitet hat. Das KI-System kann mit Hilfe einer Tiefenerkennungskamera Lebensmittel und Temperaturen erkennen. Für die Mitarbeiter besteht dank Umgebungssensoren des Roboters in der Küche keine Gefahr. Das Gerät hängt an einer Schiene an der Decke, wodurch der Gang für die Angestellten frei bleibt.

Ein Grund für den Einsatz des Roboters sind vor allem Personalprobleme in der Fast-Food-Branche. Viele Franchisenehmer klagen darüber, kein zuverlässiges Personal zu finden und Schichten gar nicht besetzen zu können. Ein weiterer Vorteil: Mitarbeiter können ihre vorgeschriebenen Pausen auch in Stoßzeiten besser wahrnehmen. Flippy hält die Stellung.

Prozesse durch Automatisierung verbessern

Projekte wie der Zubereitungsroboter Flippy zeigen: Innovative Technologien können Unternehmensprozesse verbessern und automatisieren. IoT (Internet of Things) und Machine Learning (ML) bieten Unternehmen große Mehrwerte und einen hohen Wettbewerbsvorteil. Die Experten der All for One Group bringen Prozess-Expertise und IT-Knowhow mit, um eine individuelle Lösung für jedes Unternehmen zu finden.

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Quelle: Titelbild pixabay, Pexels