Titelbild-Skyline-Digital-Traffic-Vernetzung-iStock-621358098-cofotoisme

19.04.2018 – Lesezeit: 3 Minuten

Impulse

Internet of Things - Impulse und Sicherheitsbedenken für die Industrie

Was vor Jahren noch das allgegenwärtige Hype-Thema war, ist mittlerweile im Alltag und in den Unternehmen angekommen: Das einst sagenumwobene Internet of Things. Längst haben wir uns privat an Smart Home-Devices gewöhnt, sei es die mit Alexa steuerbare Beleuchtung oder die intelligente Heizungssteuerung. Und in Maschinenhallen und Logistikzentren liefern Produktionsmaschinen und Lieferroboter wichtige Daten, um die Abläufe schneller zu machen und fehlerarm zu halten. Die wichtigste Komponente wird bei dieser allumfassenden Vernetzung aber auch weiterhin vor allen Dingen eins sein: die Sicherheit.

Rein statistisch gesehen, ist es natürlich ziemlich klar, dass mit der Zunahme vernetzter Devices und Steuerungseinheiten auch die Gefahr steigt, dass diese ein potenzielles Angriffsziel darstellen. Gerade in den letzten Jahren steigen die Angriffsversuche auf IT-Systeme, Datenbanken, Webseiten und ganze Infrastrukturen. IoT-Devices sind hier leider keine Ausnahme und dies sorgt für Bedenken in der Industrie und Bevölkerung.

Statista stellte letztes Jahr in einer Befragung fest, dass mehr als zwei Drittel aller Probanden angaben, dass sie die Versorgung und das öffentliche Leben in Deutschland durch Angriffe auf IT-Systeme stark oder sehr stark gefährdet sehen. Und diese Zahl dürfte mit zunehmender Verbreitung von netzwerkfähigen Komponenten in Zukunft vermutlich steigen.

 

Wie stark gefährden Cyber-Angriffe die Versorgung und das öffentliche Leben bei uns?

Quelle: Ein Großteil der Befragten fühlt sich durch die zunehmende Anzahl von Cyber-Attacken im Alltag bedroht (Quelle: Statista).

 

Mit Zunahme der IoT-Devices in der bundesweiten Infrastruktur und in den Unternehmen sollte der Sicherheitsaspekt an erster Stelle stehen und genau hier sehen auch die meisten Unternehmen noch die größte technische Herausforderung. Das zeigt eine aktuelle Studie des IDG-Verlags, der seine Ergebnisse in der Computerwoche Anfang Februar zusammengefasst hatte.

In Zusammenarbeit mit den Partnern alnamic, Q-loud, Device Insight, Alcatel-Lucent, Telefónica und Lemonbeat hat der Verlag 385 Entscheider aus der DACH-Region zu ihren Plänen und Projekten rund um das Internet of Things befragt. Die Öffnung neuer “Einfallstore” kristallisierte sich hier genauso als Herausforderung heraus, wie die Datensicherheit, beziehungsweise Disaster Recovery (siehe Grafik unten).

Quelle: IoT-Studie von Computerwoche und CIO: Sicherheit ist die größte IoT-Herausforderung (Quelle: Computerwoche).

 

Das Internet of Things liefert frische Impulse für die Industrie

Während die Bedenken bei der Datensicherheit durchaus begründet sind, ziehen die befragten Unternehmen trotzdem durchaus eine positive Bilanz aus bereits im Einsatz befindlichen IoT-Technologien und sehen die zukünftigen Möglichkeiten als vielversprechend an. Mehr als 40 Prozent erhoffen sich durch den Einsatz von IoT-Technolgien, neue oder bessere Serviceangebote generieren zu können sowie die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen sehen die Vorteile zudem darin, ihre eigenen Abläufe intern zu vereinfachen, schneller und somit kosteneffizienter zu machen oder ihr Geschäft anzukurbeln.

Bei größeren Unternehmen dagegen steht die Skalierbarkeit der Systeme beim Geschäftswachstum im Vordergrund. Die Anpassung, beziehungsweise Abschaffung langjähriger, “historisch gewachsener” Prozesse stellt dagegen eine echte organisatorische Herausforderung bei 40 Prozent der Befragten dar. Bei kleinen Unternehmen sind es sogar rund 57 Prozent. Insgesamt ist der Tenor jedoch sehr positiv und es sind die - man möchte fast sagen “Totschlagargumente” - die das verarbeitende Gewerbe positiv in die Zukunft blicken lassen. Dazu zählen die allgemeine Kostensenkung, Vernetzung sämtlicher Prozessketten, sowie die höhere Produktivität der Mitarbeiter und die Einsparung von Produktionskosten durch bessere Auslastung von Maschinen.

Eine Übersicht der Ergebnisse finden Sie auf der Website der Computerwoche, die kostenpflichtige Studie können Sie sich hier herunterladen.

 

Quelle Titelbild: iStock/cofotoisme