21.09.2020 – Lesezeit: 2 Minuten

Human Resources / Impulse

Bundesarbeitsminister Heil bekräftigt Homeoffice-Gesetz

Bundesarbeits- und sozialminister Hubertus Heil hat nochmals die Bemühungen um das umstrittene Homeoffice-Gesetz bekräftigt. Bereits im Herbst soll dem Bund der erste Entwurf vorliegen. Doch was steckt hinter dem Gesetz? Welche Bedeutung hat es für Unternehmen, deren Mitarbeiter von zuhause arbeiten?

Viele Unternehmen schickten während des Corona-Lockdowns Millionen von Mitarbeitern ins Homeoffice. Laut einer Umfrage von April 2020 war jeder dritte Beschäftigte angewiesen worden, von daheim aus zu arbeiten. Aufgrund der abrupten Umstellung schaffte es die Bundesregierung im Frühjahr nicht, feste Regelungen oder arbeitsrechtliche Voraussetzungen festzulegen. Das soll sich nun ändern: Nachdem Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) Anfang März ankündigte, ein Homeoffice-Gesetz in Planung zu stellen, bekräftigt er nun, dass der erste Entwurf im Herbst 2020 vorliegen soll.

Homeoffice-Gesetz: Was steckt dahinter?

Bisher obliegt die Entscheidung, ob Mitarbeiter von Zuhause aus arbeiten dürfen den Unternehmen. Einen festen Rechtsanspruch auf Home Office gibt es in Deutschland nicht. Das soll sich laut Arbeitsminister Heil ändern: „Jeder, der möchte und bei dem es der Arbeitsplatz zulässt, soll im Homeoffice arbeiten können – auch wenn die Corona-Pandemie wieder vorbei ist.“

In Zukunft werden Mitarbeiter einen gesetzlich verbrieften Rechtsanspruch auf Homeoffice bekommen. Für Arbeitgeber heißt das, dass Homeoffice-Wünsche berücksichtigt und Ablehnungen begründet werden müssen. Zudem sollen sich mit dem Regelwerk Arbeitnehmer „vor einer vollständigen Entgrenzung der Arbeit ins Privatleben“ schützen, wie der Minister erklärt.

Unternehmen im Zugzwang

Unabhängig vom neuen Gesetz müssen Unternehmen bereits jetzt die Infrastruktur für ein effizientes Remote Work bereitstellen. Kommunikationstools und notwendige Unternehmensdaten müssen vollumfänglich für Mitarbeiter erreichbar sein. Anderenfalls schleifen Prozesse, und die Unternehmen müssen mit wirtschaftlichen Einbußen rechnen. Damit Unternehmen auch bei kurzfristigem Bedarf von Remote-Arbeitsplätzen einen guten Überblick auf das Geschehen behalten, hat die All for One Group ein Sofort-Servicepaket für Remote-Arbeitsplätze zusammengestellt.

Home-Office-Experten

Die führende IT- und Consulting-Gruppe im DACH-Raum hilft bei Cloudlösungen, VPN-Zugängen für die Mitarbeiter und kümmert sich um die Erhaltung der Kommunikation. Dabei implementieren die Experten zum Beispiel Microsoft Online Service Abos in Unternehmensstrukturen. Sehr spannend ist in diesem Zusammenhang, wie Apple-Gründer Steve Jobs schon 1990 die Vision von Home Office hatte.

Quelle: Titelbild Hubertus Heil, BMAS Dominik Butzmann