25.09.2020 – Lesezeit: 2 Minuten

Human Resources / Impulse

Homeoffice als Normalität? Das sagen Arbeitnehmer!

Homeoffice war bis zu den verschärften Hygienemaßnahmen nur bei einem Viertel der Unternehmen möglich, so eine Umfrage der IUBH. Dass die „Heimarbeit“ nun zur neuen Normalität empfindet die überwiegende Mehrheit als positiv. Was heißt das für die Zukunft der Arbeit nach Corona?

Durch die Corona-Krise wurden Homeoffice und Remote Work für die für viele Deutsche zum Standard. Mitte März 2020 war fast jeder zweite Berufstätige (49 Prozent) ganz oder zumindest teilweise im Home Office. Die Folgen für Arbeitnehmer und Führungskräfte: effizienteres Arbeiten, mehr Freizeit und weniger Kosten.

Diese Erkenntnisse bringt die neue Studie „Die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Home Office“ der IUHB Internationalen Hochschule in Bad Honnef. 550 Personen, darunter Geschäftsführer, Führungspositionen und fachliche Mitarbeiter wurden dazu über ihre Ansichten zur neuen Arbeitsweise befragt.

Video-Mittelstand-Heute-Homeoffice-gesetzliche-Vorschriften

Vor der Krise war Homeoffice eher Wunschdenken. Grundsätzlich war es nur bei einem Viertel der Unternehmen möglich, Arbeit von zu Hause zu erledigen. Das lag vor allem an den Unternehmen. Sie waren skeptisch, ob Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin so effizient und bedacht ihre Aufgaben erledigen würden.

Nur Vorteile im HO?

Dieses Vertrauen in die Mitarbeiter mussten die Unternehmen aufgrund der landesweiten Hygienemaßnahmen sozusagen „auf einmal“ erbringen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war das ein positiver Effekt: 72 Prozent stimmten zu, dass sie gerne von zuhause arbeiten und sich auch künftig mehr Homeoffice-Tage vorstellen können, wenn sich die Lage wieder normalisiert hat.

Auch Befragte mit Kindern waren bei der Heimarbeit nur sechs Prozent unproduktiver als kinderlose Kollegen. Auf die Frage, welche Vorteile das Homeoffice hat, waren sich die Befragten größtenteils einig. Fast 70 Prozent schätzen selbstbestimmtes Arbeiten und eine höhere Effizienz (61 Prozent), 57 Prozent genießen die bessere Work-Life-Balance dank entfallender Fahrtzeiten. Mehr die Hälfte der Teilnehmer fühlen sich ausgeglichener, fast jeder Zweite energiegeladener.

Nachteile in Produktivität und sozialem Austausch

Obwohl nur ein kleiner Teil der Studienteilnehmer Nachteile im Homeoffice sieht, sind die Punkte durchaus nachvollziehbar und gerechtfertigt. So empfinden 15 Prozent, dass sie daheim weniger produktiv sind. Jeder Zehnte (10 Prozent) findet das heimische Büro zu wenig ausgestattet oder ist schneller abgelenkt als im gewohnten Büro-Umfeld. Zwei Drittel der Mitarbeiter fehlt auch der soziale Austausch mit Kolleginnen und Kollegen.

Digitalisierung kommt schneller

Nach der Corona-Pandemie wird es mehr Homeoffice-Möglichkeiten geben. Davon sind über 40 Prozent der Befragten überzeugt. 4 von 5 wollen diese Möglichkeiten wahrnehmen und zumindest teilweise von zu Hause arbeiten. 46 Prozent der Teilnehmer sind für ein gesetzlich geregeltes Recht für Homeoffice. 43 Prozent gehen davon aus, dass die Pandemie die Digitalisierung in ihrem Unternehmen weiter vorantreibt. Fast 40 Prozent haben mit ihrem Unternehmen bereits mehr in digitale Geschäftsmodelle investiert.

New Work gestalten – aber wie?

Die derzeitige Situation gibt dem Thema Remote Work einen Push nach vorne. Corona zwingt Unternehmen dazu, sich (noch) schneller zu digitalisieren, um den neuen Anforderungen Herr zu werden. Die All for One Group unterstützt Unternehmen dabei, Themen wie Remote Work voranzutreiben. Eine entsprechende New-Work-Strategie, kollaborative Tools und die Einhaltung von Security- und Compliance Richtlinien ermöglicht Unternehmen, den Mitarbeitern auch nach der Krise Homeoffice ohne Einbußen in Produktivität und Kommunikation zu ermöglichen.

Quelle: Titelbild pixabay, Free-Photos