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27.11.2017 – Lesezeit: 3 Minuten

Geschäftsbereiche / Produktion und Logistik

Globale Digitalisierung made in Germany: Wie ZF seine IT-Landschaft mit SAP modernisiert

Noch vor wenigen Jahrzehnten waren Fertigungsbetriebe lediglich in ihrem lokalen Markt tätig und bezogen vereinzelt Material und Einzelteile von globalen Partnern. Mittlerweile hat sich das auch dank der Digitalisierung grundlegend geändert und Maschinen- und Automobilhersteller entwickeln, produzieren und beziehen Module an verschiedenen Standorten und von weltweit ansässigen Unternehmen. So auch der zweitgrößte Automobilzulieferer der Welt, die ZF Friedrichshafen AG, die ihre globale IT-Infrastruktur nun mit SAP-Tools modernisiert hat.

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Die Systeme in den heutigen Fertigungshallen in der Produktionsbranche profitieren gleich aus mehreren Gründen von der Digitalisierung der letzten Jahre. Auf der einen Seite hat die Robotik enorme Fortschritte und beispielsweise den Karosseriebau effizienter gemacht sowie auch die Arbeitssicherheit erhöht. Auf der anderen Seite haben Sensoren, Datenerfassung und -analyse dafür gesorgt, dass selbst kleinste Produktionsschritte immer weiter optimiert werden können – in vielen Fällen sogar automatisiert, ohne menschlichen Eingriff. All das geschieht vollvernetzt und von Assistenzsystemen unterstützt.

Eine Datenbasis für Flexibilität und Skalierbarkeit

Hierfür nutzt ZF beispielsweise SAP S/4HANA, um Datenquellen verschiedener Systeme in einer In-Memory-Datenbank zusammenzufassen und somit die berühmten Synergieeffekte zu nutzen, die sich aus diesem Austausch ergeben. Bei der Integration von IT-Systemen akquirierter Unternehmen zeigt sich zudem, wie flexibel und skalierbar S/4HANA darin ist, aus mehreren Silos eine Datenbasis zu schaffen, die zur Prozessoptimierung und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle genutzt werden kann.

Die herausfordernsten DatenquellenDiese Datenquellen stellen für die Befragten der Studie “Data 2020: State of Big Data” eine Herausforderung dar. (Quelle: SAP)

 

Hinzu kommen die mittlerweile mehr als 2.000 Startups, die ZF mit der Tochterfirma Zukunft Ventures GmbH seit Jahren finanziell unterstützt. Das Unternehmen fördert den Wissensaustausch zwischen den einzelnen Startups, um so auch den eigenen Technologievorsprung weiter auszubauen. Besonders bei den Entwicklungen rund um das Connected Car oder Lenksysteme, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten braucht es hier ein solides System, das auch die technologische Zukunft der Branche bewältigt, da diese sich immer schneller weiterentwickelt.

Der wichtigste Erfolgsfaktor: die Workforce

Um dieses Potenzial vollends nutzen zu können, bedarf es jedoch einer Komponente, die bei all der Planung und Wirtschaftlichkeit gerne vergessen wird: den Faktor Mensch. Ohne qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte bringen auch die fortschrittlichsten Systeme nichts, und so hat ZF das SAP-Tool SuccessFactors in seine weltweite IT-Landschaft integriert. Dieses erlaubt einfaches Recruiting und Talentmanagement, um die perfekten Spezialisten für die verschiedenen Einsatzbereiche zu finden.

 Vor allem im technischen Bereich wächst die Nachfrage nach SAP-Fachkräften. (Quelle: WBS)

 

Besonders in der Automobil- und ihrer Zuliefererbranche ist der Arbeitsmarkt um talentierte Ingenieure, Mechatroniker und IT-Spezialisten hart umkämpft, vor allem im Hinblick auf die aktuelle, hochtechnologisierte Entwicklung auf dem Markt. Bei ZF verwaltet das SuccessFactors Employee Central sowie die Talent Management Suite rund 137.000 Mitarbeiter weltweit und stellt somit eine Cloud-basierte Lösung im Personalmanagement dar. In enger Verzahnung mit anderen SAP-Tools wie BW/4HANA zeigt sich hier der ganzheitliche Ansatz, den ZF verfolgt, um sich beispielsweise auch auf dem starken, asiatischen Markt behaupten zu können.

SAP-Praxis und Experten auf dem Mittelstandsforum 2017

Am Beispiel der ZF Friedrichshafen AG zeigen sich die Vorteile von integrierten und aufeinander abgestimmten SAP-Tools, besonders, wenn Unternehmen im Wachstum sind. Die von ZF im Einsatz befindlichen und viele weitere Tools und Experten wurden auch auf dem Mittelstandsforum am 16. November 2017 in Ulm vorgestellt, das All for One Steeb für seine Kunden und Partner ausgerichtet hat. Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie auch hier.

 

Quelle Titelbild: cofotoisme/iStock