21.10.2020 – Lesezeit: 4 Minuten

Human Resources / Impulse

So sehen gesunde Pausen im Homeoffice aus

„Heimarbeit“ birgt so manch unverhoffte Tücke: Wer von zuhause aus arbeitet, bewegt sich nicht so viel, als wenn er oder sie ins Büro fahren würde. Der Weg zur Arbeit entfällt, ebenso der Weg in die Kaffee- oder Mittagspause. Mit einem neuen Konzept unterstützen die Software-Experten der All for One Group ihre Mitarbeiter/innen bei der Pausenplanung.

Für viele ist die Situation rund um die Corona-Pandemie ohnehin schon ungewohnt. Doch vor allem das Arbeiten im Homeoffice führt zu neuen, teils ungesunden Verhaltensweisen. Obwohl der nachmittägliche Plausch in der Kaffeeküche oder ein Feierabend-Spaziergang wegfallen, sollten Arbeitnehmer bestimmte Routinen in puncto Pause, Ernährung und Bewegung etablieren, um langfristig leistungsfähig zu bleiben

Vanessa Sallanz, Head of Strategy & HR Services bei der All for One Group

„Wir haben ein Konzept entwickelt, das verschiedene Aspekte beinhaltet, um die Homeoffice-Pausen unserer Kolleginnen und Kollegen gesund zu gestalten“, so Vanessa Sallanz, Head of Strategy & HR Services bei der All for One Group. Sie ist unter anderem für die Konzepte im Bereich Gesundheitsmanagement verantwortlich. „Ziel ist es, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Multiplikatoren fungieren, indem sie zu einem Gesundheitsthema ausgebildet werden und dann selbst Einheiten mit ihren Kolleginnen und Kollegen durchführen können.“ Die Idee fußt auf drei Elementen, die gesundes Arbeiten von zu Hause ermöglichen sollen: „Bewegte Pause“, „Entspannte Pause“ und „Snack-Pause“.

Zum Konzept „Gesund bleiben im Homeoffice“ gehören diese Pausenmodelle

Bewegte Pause

Alltagsbewegung ist kein Selbstläufer, vor allem nicht, wenn der Arbeitsalltag größtenteils im Sitzen stattfindet. Um leistungsfähig zu bleiben und auch künftig konzentriert arbeiten zu können, führt das Unternehmen die sogenannte „Bewegte Pause“ ein. Sie soll dazu dienen, regelmäßig aus dem alltäglichen Sitzmarathon auszubrechen.

"Gemeinsam mit einem externen Trainer möchten wir Multiplikatoren schulen", so Sallanz. "Die 'Ausbildung' der Teilnehmer erfolgt in mehreren kleinen Einheiten." Anschließend sollen diese Multiplikatoren in der Lage sein, die „Bewegte Pause“ mit ihren Kolleginnen und Kollegen eigenständig durchzuführen – entweder digital oder analog. „Mit kleinen Übungen mobilisieren, stabilisieren und kräftigen wir Muskeln der Kolleginnen und Kollegen und arbeiten damit präventiv an deren Gesundheit“, verrät Vanessa Lippert, externer Gesundheitscoach für die All for One Group.

 

Entspannte Pause

Bei der sogenannten „Entspannten Pause“ legt das Unternehmen seinen Fokus auf den körperlichen Ausgleich klassischer „Büromenschen-Probleme“. Wer lange am Schreibtisch und vor dem Laptop oder vor dem Desktop-Rechner sitzt, kennt diese Beschwerden nur allzu gut. Langes und konzentriertes Schauen auf den Monitor belastet die Augen. Einfache Übungen, wie beispielsweise eine Augen-Akupressur, bei der einzelne Aukupressurpunkte um die Augen stimuliert werden, tragen zu deren Entspannung bei. Zusätzlich dienen solche einfachen Übungen dazu, die Augen nach langer Bildschirmarbeit zu befeuchten, da diese oftmals durch die Arbeit vor dem Monitor trocken und dadurch empfindlich werden.

Auch Nacken- und Rückenbeschwerden können durch einfache Übungen am Arbeitsplatz gelindert werden. Regelmäßiges Bewegen des Kopfes in „alle Richtungen“ (langsames Nicken, Kopfschütteln, Seite schauen) oder die Mobilisation der Schulterpartie durch wechselseitiges Kreisen oder Ranziehen trägt dazu bei, die angespannte Muskulatur zu lockern.

Denn: Durch lange Bildschirmarbeit wird nicht nur die Muskulatur der Augen schlechter, sondern auch die Schulter- und Nackenmuskulatur verkrampft automatisch. Um den Schulter- und Nackenbereich zu stärken und die Wirbelsäule zu mobilisieren, bietet die Unternehmensgruppe ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern regelmäßige Onlinekurse an, in denen alle Teilnehmer gemeinsam vor dem Bildschirm „trainieren“.

 

Snack-Pause

Die Mittagspause hat in Unternehmen einen guten Ruf, schließlich schallt häufig schon vor Punkt 12 Uhr ein echoartiges „Mahlzeit“ durch deutsche Kantinen. Allerdings genießt Essen selbst kein hohes Ansehen: Nur rund jeder zweite Deutsche legt wirklich Wert darauf. Und nur jeder Vierte gibt an, dass er oder sie sich konsequent gesund ernährt. Die Folge: In gerade mal der Hälfte aller deutschen Haushalte gibt es täglich ein selbstzubereitetes Mahl.

Vor allem in Homeoffice-Zeiten stellen sich viele Mitarbeiter die Frage: Wie kann man mit einfachen Tricks einen gesunden Snack fürs Homeoffice oder für unterwegs zubereiten? Auch hier schafft die All for One Group Abhilfe: Durch Input wie Rezepte und „Kochanleitungen“ sollen Kolleginnen und Kollegen dazu animiert werden, sich auch daheim ausgewogen zu ernähren. Ergänzt wird dieses Arbeitgeber-Programm zum Beispiel durch digitales, interaktives Kochen mit Kolleginnen und Kollegen.

 

Über die All for One Group

In der All for One Group geben 1.800 Expertinnen und Experten täglich ihr Bestes, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden zu steigern. Dabei bringen wir die Facetten, die für den Wettbewerbsvorteil mit entscheidend sind, zusammen und unterstützen mehr als 2.500 Kunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei ihrer Unternehmenstransformation und dem Ausbau ihrer Wettbewerbsstärke.

Sallanz und ihre verantwortlichen HR-Kolleginnen und -Kollegen sind von dem Programm überzeugt. „Seit dem Ende der letzten Sommerferien, also etwa seit September, versorgen wir unsere Kolleginnen und Kollegen aktiv mit der ‚Entspannten Pause‘. Künftig werden wir – je nach Entwicklung der derzeitigen Umstände – eine Kombination aus hybriden Veranstaltungen, Remote-Coachings und Einheiten an unseren Standorten anbieten.“ Unternehmen, die sich solche oder ähnliche Programme auch für ihre eigenen Mitarbeiter/innen vorstellen können, wenden sich bspw. an ihre Krankenkasse, die unter Umständen bei der Konzeption und Durchführung unterstützt.

Ob Mitarbeiter überhaupt noch in Büro zurückkehren möchten oder ob sie sich künftig lieber im Homeoffice „breitmachen“, erfahren Sie in diesem Beitrag mit Umfrage.

Quelle: Titelbild pixabay, Engin_Akyurt