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20.03.2019 – Lesezeit: 3 Minuten

Prozesse / Marketing, Vertrieb und Service

Gerolsteiner lässt Zukunftsstrategien sprudeln

Mineralwasser kann man nicht digitalisieren, wohl aber bestimmte Vertriebsprozesse, hat sich Gerolsteiner Brunnen erfrischenderweise gedacht. Folglich hat der Getränkehersteller seine Mitarbeiter aufgefordert, gemeinsam über Zukunftsstrategien für effizientere Abläufe im Vertrieb nachzudenken.

Beim Bohren nach natürlicher Kohlensäure ist Bergwerksdirektor Wilhelm Castendyck 1887 in Gerolstein in der Vulkaneifel auf eine artesische Quelle gestoßen, die das Wasser in 30 bis 40 m hohen Fontänen aus dem Boden schießen ließ. Der befreundete Chemiker und Instituts-Gründer Carl Remigius Fresenius war sofort von der guten Qualität der Quelle überzeugt. So nahm Gerolsteiner Brunnen 1888 seinen Anfang. Zunächst wurde das kühle Nass noch in Tonkrügen verschickt, ab 1895 sogar schon bis nach Australien.

Ideenentwicklung im „Schwarm“

Heute sieht sich das Unternehmen als Nummer fünf der Mineralbrunnen und größten Exporteur von kohlestoffhaltigen Mineralwassern in Deutschland. Damit das so bleibt und um für die Zukunft gerüstet zu sein, hat Gerolsteiner zusammen mit dem Beratungsunternehmen Innolytics aus Leipzig rund 130 Beschäftigte aufgerufen, Vorschläge zu machen und Vertriebsprozesse zu überdenken. Das Innolytics-Innovationsmanagement stellte die Basis für eine gemeinsam entwickelte Plattform, auf der die Vertriebsleute bestehende Prozesse diskutieren und neue Ideen einreichen konnten.

Überraschend gute Resonanz

Über Desktop-Rechner, Notebooks, Tablets und Smartphones sind Innolytics zufolge in den ersten sieben Tagen mehr als 200 Vorschläge für neue Prozesse eingegangen. Eingereicht wurden zum Beispiel Vorschläge, manuelle Excel-Dateien durch eine „smarte Datenaufbereitung“ zu ersetzen – für eine verbesserte Kommunikation von Best Practises im Vertrieb und für neue Ansätze zum Bündeln und Bereitstellen von Kundeninformationen.

Die große Resonanz hat Vertriebsdirektor Harald Stadler selbst überrascht. Die Vorschläge sind mehr als 1.000 Mal kommentiert worden. Insgesamt gab es schließlich kurz und bündig knapp 4.000 Likes. Dies zeige, „dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen innovative Managementansätze dankbar annehmen“, erklärte der Vertriebschef von Gerolsteiner.

Die Guten ins Töpfchen

Schließlich wurden die eingereichten Vorschläge und Ergebnisse in vier Kategorien unterteilt.

  • Quick Wins für schnell umsetzbare Vorschläge
  • Small Jobs für Ideen, die sich in Arbeitsgruppen mittelfristig realisieren lassen
  • Big Jobs für Ideen, die größere Veränderungs- und Umsetzungsprojekte erfordern
  • No Jobs für Vorschläge, die verworfen wurden

Innolytics hat Gerolsteiner Brunnen nach eigenen Aussagen sowohl beim Aufsetzen als auch bei der Konzeption der Plattform und bei der Kommunikation unterstützt. Das Leipziger Unternehmen steht mit solchen Dienstleistungen aber nicht allein.

Allfoye setzt bei der Unternehmenskultur an

Die Allfoye Managementberatung GmbH aus Düsseldorf wurde vom führenden mittelständischen IT-Beratungshaus All for One Steeb gegründet, um Unternehmen mit Beratung und Konzeption bei der digitalen Transformation zu unterstützen. Dabei beleuchtet Allfoye nicht nur strategische und prozessuale Aspekte, sondern auch kulturelle. Denn die Transformation muss in die Köpfe und in die gesamte Unternehmenskultur vordringen.

Die digitale Roadmap von Allfoye sieht daher vor, dass man sich erstmal gegenseitig kennenlernt, sich einen Überblick verschafft, um dann gemeinsam „die Box“ zu verlassen und mit dem Management sowie den Mitarbeitern des jeweiligen Unternehmens neue Ideen und erste Szenarien zu entwickeln. Darauf aufbauend geht Allfoye dann daran, mit Kunden über mögliche neue Geschäftsmodelle und Schritte für die Prozess- und Organisationsoptimierung sowie über eine Weiterentwicklung der Unternehmenskultur nachzudenken.

Teamwork wird immer wichtiger

Bei Planung und Umsetzung entsprechender Lösungen, angefangen von kleineren Pilotprojekten bis hin zur eigentlichen digitalen Transformation, können Kunden auf das gesamte Technologiespektrum und das Know-how der All-for-One-Steeb-Gruppe aus Filderstadt bei Stuttgart zurückgreifen. Das umfasst nicht nur Lösungen aus dem SAP-, sondern auch aus dem Microsoft-Umfeld mit Blick auf den Modern Workplace und Arbeiten 4.0. Gerade viele mittelständische Unternehmen arbeiten noch mit Excel-Listen, erkennen aber, dass für eine zukunftsträchtige und standortübergreifende Zusammenarbeit Cloud-Lösungen wie Office 365 einschließlich SharePoint und Microsoft Teams der neue Weg sind. So sprudeln auch neue Ideen wieder frisch auf.

Wie in Ihrem Unternehmen auch strategisch die digitale Transformation gelingt und was Sie beim Thema Change Management unbedingt beachten sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Quelle: Titelbild pixabay, Baudolino