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16.01.2019 – Lesezeit: 3 Minuten

Prozesse / Human Resources

Fairness braucht Management

Gender Gap, Performance Pay, Compensation Management – das Internet ist voll von Artikeln über nachhaltiges Vergütungsmanagement. Hintergrund ist, dass Leistungsträger keine 08/15-Tariflöhne erwarten, sondern attraktive Konditionen, die sich an ihrer Arbeit orientieren. Wer High Potentials gewinnen, halten und motivieren will, muss attraktive „Gesamtpakete“ schnüren.

Tarifgebundene Unternehmen haben es leicht: Ein Blick auf die Tabelle genügt, danach geht alles seinen Weg. Je nach Firmenzugehörigkeit und Beförderungen gibt es eine Spalte, in der das Gehalt abzulesen ist. Doch immer mehr Unternehmen verabschieden sich aus der Tarifbindung oder entlohnen zumindest bestimmte Mitarbeiter oder Berufsgruppen außertariflich (AT-Verträge). Damit lassen sich Gehälter besser an Leistungen ausrichten. Zudem kann die HR-Abteilung individuelle Pakete aus Gehalt, Boni und Incentives zusammenstellen. Genau diese Flexibilität erwarten viele junge, hochqualifizierte Mitarbeiter heute. So können sich Unternehmen gegenüber den Wettbewerbern als attraktiver Arbeitgeber positionieren und die Top Performer sichern.

70 Prozent wollen Vergütung flexibilisieren

Beim Vertrieb sind variable Gehaltsanteile gängige Praxis: Man orientiert sich einfach an den Verkaufszahlen. Damit in anderen Abteilungen ähnliche Erfolgsbeteiligungen möglich sind, müssen vorab konkrete, messbare Ziele vereinbart werden. Der Arbeitgeber sollte nicht bis zum Jahresende warten, um Anerkennungen zu verteilen, sondern Leistungen zeitnah belohnen. Auf diese Weise bringen die Mitarbeiter Arbeit, Erfolg und Belohnung in Zusammenhang.

Bei kleinen und mittelgroßen Projekten kann man monatlich oder halbjährlich Bilanz ziehen. Long-Term-Incentives eignen sich eher für oberen Führungsebenen, die strategische Entscheidungen treffen und damit einen entsprechenden Einfluss auf die Unternehmensentwicklung haben. Studien der Personalberatung Baumgartner & Partner haben ergeben, dass 70 Prozent aller Unternehmen die Vergütung und die Personalkosten somit weiter flexibilisieren wollen.

Fairness unter Geschlechtern

Neben der Flexibilität ist auch die Fairness ein wichtiger Faktor: Hierbei steht vor allem die Gleichbehandlung von Frauen und Männern im Fokus. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) verdienen Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer. Darin fließen aber auch Faktoren wie unterschiedliche Bildungschancen oder -niveaus, verhältnismäßig mehr Teilzeit und spezifische Frauenberufe ein. Der bereinigte Wert, also der Vergleich bei identischer Vorbildung, Erfahrung und Tätigkeit, liegt „nur“ bei 6 Prozent. Mit einem professionellen Vergütungsmanagement kann ein Unternehmen diesen Wert auf null setzen und nachweisen, dass Männer und Frauen in gleicher Position mit gleichen Leistungen das gleiche Entgelt erhalten. Dies sollte auch teamübergreifend gelten. Schließlich wirkt sich Fairness direkt auf die Attraktivität eines Arbeitsplatzes aus. Abgesehen davon können es sich vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels viele Unternehmen gar nicht leisten, Frauen in gleicher Position schlechter zu bezahlen.

Natürlich muss das Vergütungsmanagement auch die wirtschaftliche Situation des Unternehmens berücksichtigen. Bei großer Transparenz werden die Mitarbeiter unliebsame Entscheidungen mittragen, wenn eine Durststrecke zu überstehen ist.

Cloud als Lösung

Um alle Eventualitäten zu berücksichtigen, kommen Unternehmen um ein professionelles Vergütungsmanagement nicht herum. Als umfassende, intelligente Cloud-Lösung bietet sich dabei SAP SuccessFactors an. Mit dem Talentmanagement im Fokus lässt sich diese Lösungssuite alleinstehend oder in Kombination mit dem bewährten SAP HCM für das gesamte HR-Management nutzen.

Mit Blick auf das Leistungs- und Vergütungsmanagement spielt SAP SuccessFactors seine strategischen Stärken aus. Die Zielvereinbarungen, Maßnahmen wie kontinuierliches Coaching und Feedback sowie die Vergütung werden in der Betrachtung Teil der Unternehmensstrategie. Mitarbeiter finden so im Unternehmen oder ihren Fachabteilungen zu einer objektiveren Leistungsbeurteilung und einer Leistungssteigerung durch eine höhere Wertschätzung ihrer Arbeit.

Download E-Book: In 4 Schritten zum modernen VergütungsprozessSo lassen sich mit der SAP-Lösungssuite, die sich vollständig in das Personal- und Organisationsmanagement integriert, zentrale und dezentrale Budgets anlegen, monetäre Stellenbewertungen durchführen sowie Gehaltsgruppen und Gehaltsstrukturen definieren. SAP SuccessFactors kann jede Art von Vergütung abbilden – vom festen Gehalt über Boni bis hin zu Aktienoptionen.

Für viele Mitarbeiter aber ebenso wichtig sind Anerkennungsprogramme. Ein zeitnahes Lob oder die Übertragung einer bestimmten Verantwortung sind erste Schritte zur Anerkennung der Leistung. Andere Möglichkeiten der Wertschätzung sind Privilegien wie zum Beispiel ein Dienstwagen oder ein eigener Firmenparkplatz.

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Quelle: Titelbild pexels, Gratisography