06.07.2020 – Lesezeit: 2 Minuten

Marketing, Vertrieb und Service / Impulse

Dorothee Bär: Gründerinnen sollen gefördert werden

Die COVID-19-Krise ist für viele Start-ups eine erhebliche Belastung. Politiker wollen deshalb Gründerinnen stärker unter die Arme greifen. Allen voran geht Dorothee Bär, MdB, Staatsministerin im Bundeskanzleramt für Digitalisierung (CSU).

Die deutsche Politikerin hat im „Meet & Greet virtuell | Was brauchen Gründerinnen? #leben2030“ die Probleme von weiblichen Führungskräften thematisiert. In Deutschland fehle es oft an positiven Vorbildern, die besonders junge Frauen motivieren, selbst ein Unternehmen zu gründen, so Bär. Zudem sei es für Gründerinnen oft besonders schwierig an Kapital zu kommen – gerade im Venture Capital-Bereich gebe es strukturelle Defizite.

„Weil es Spaß macht“

Auf die Frage „Warum sollten mehr Frauen Gründerinnen werden?“ antwortete Frau Bär, das beste Argument sei doch: „Weil es Spaß macht!“ Weil es Spaß mache, zu gestalten. Weil es Spaß mache, die Welt zu beeinflussen und zu formen. Zudem merke sie häufig, wie wenig es sich junge Frauen vorstellen können, mit ihren eigenen Ideen Geld zu verdienen. Sie will daher bei der Einstellung von Mädchen und jungen Frauen ansetzen und bereits in der Grundschule deren Berührungsängste abbauen und deren Selbstvertrauen fördern.

Kluge Köpfe für neue Geschäftsideen

„Wir brauchen kluge Köpfe für neue Geschäftsideen, also brauchen wir auch mehr weibliche Gründer“, ergänzte Nadine Schön, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Daher sollen Gründungen durch Frauen auch innerhalb des im vergangenen Herbst beschlossenen zehn Milliarden Euro schweren Zukunftsfonds eine Rolle spielen.

Für Gründerinnen spiele die Doppelbelastung von Familie und Beruf eine große Rolle. Im Schnitt fünf Stunden weniger stünden ihnen daher für ihr neues Unternehmen zur Verfügung, wie Gesa Miczaika aus dem Verbandsvorstand von Deutsche Startups erklärte. Mehr und bessere Kinderbetreuung und mehr Gleichberechtigung in der Erziehung, beispielsweise durch paritätische Elternzeitmodelle könnten mehr Frauen den Weg zum Gründen erleichtern. Miczaika schlug zudem Quoten bei der Geldvergabe und rein von Frauen besetzte Investitionseinheiten vor.

Brinkhaus: Mehr Geschlechtergerechtigkeit

Ralph Brinkhaus, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, ist davon überzeugt, dass es in Deutschland mehr Gründungen braucht. Dabei spiele jedoch nicht nur die Geschlechtergerechtigkeit eine Rolle, so Brinkhaus. Es sei auch eine knallharte wirtschaftliche Sache. Man sollte die Zeit nach der Corona-Krise nutzen, um digital voll durchzustarten. Dies setze jedoch voraus, dass neue Dynamik in den Bereich der Gründungen kommt – offenbar durch gezieltes Fördern von Gründungen durch Frauen. „Wir können es uns nicht leisten, dieses Potenzial liegen zu lassen“, betonte er.

Frauen müssen oft in Kind und Karriere unter einem Hut bekommen. Wie Führung in Teilzeit dennoch gelingen kann, erfahren Sie hier.

Quelle: Titelbild Dorothee Bär Bundesregierung