29.01.2021 – Lesezeit: 2 Minuten

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Aufbruch ins digitale Zeitalter: Bundestag schafft Faxgeräte ab

Der Deutsche Bundestag will alle 1.600 Faxgeräte mit der Bundestagswahl am 26. September 2021 abschaffen. Das geht aus einem Beschluss des Ältestenrats hervor.

Mit der anstehenden Bundestagswahl am 26. September will der Bundestag zeitgemäßere Technik einführen. Im Klartext heißt das: Die rund 1.600 Faxgeräte gehen mit der neuen Legislaturperiode in den Ruhestand. Um Barrieren zu beheben und die digitale Transformation voranzutreiben, hatte die Kommission für den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechniken und -medien im Dezember empfohlen, auf die Faxgeräte zu verzichten.

Mit der Entscheidung des Ältestenrats kommt der Bundestag damit „im 21. Jahrhundert an“, wie der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion Marco Buschmann auf Twitter postete. Auch der Twitter-Account des Bundestags äußert sich selbstironisch zum überfälligen Beschluss:

Bundestag Twitter Screenshot Faxgeräte

Telefonanlage seit Jahrtausendwende in Einsatz

Der Anlass für die Entscheidung ist die geplante Erneuerung der Telefonanlage im Bundestag. Die letzte technologische Erneuerung erhielten die über 6.000 Abgeordneten und Verwaltungsangestellten im Jahr 1999. Mit dem Umzug von Bonn in das Reichstagsgebäude in Berlin wurde die aktuelle Anlage eingeführt.

Innerhalb der neuen Telefonanlage können die Faxgeräte nicht mehr in die Kommunikation integriert werden. Die neuen Telefone, die das Parlament ab September benutzen soll, verfügen über keine Anschlussmöglichkeiten der analogen Dokumenten-Überträger. Ein weiterer Grund für die Abschaffung der Geräte: Faxgeräte haben keine End-to-End-Verschlüsselung und offenbaren somit zahlreiche Sicherheitslücken.

"Lernen, wie man ein Fax verschickt"

Trotzdem bleibt den Abgeordneten die Möglichkeit, per Fax zu kommunizieren. Das vorhandene Fax-Gateway im Intranet des Bundestags soll dabei helfen. Für diejenigen, die unter keinen Umständen auf die nostalgischen Geräte verzichten möchten, soll ein extra Anschluss integriert werden.

Die jüngeren Politiker hatten bis zu ihrer Wahl in den Bundestag oft keine Berührungspunkte mit den Fax-Geräten, wie der jüngste Abgeordnete Roman Müller-Böhm (FDP) in einem Interview verriet: „Ich musste an meinem ersten Arbeitstag erst lernen, wie man ein Fax verschickt.“

Faxgeräte adé – auch im Mittelstand

Der technologische Wandel hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. Wie Sie auch im Mittelstand Ihre interne IT-Infrastruktur nachhaltig und effizient digitalisieren können, zeigen die Experten der All for One Group. Wie steht es um die Digitalisierung des deutschen Bildungssystems? Wir geben einen Überblick.

Quelle: Titelbild pixabay, tvjoern