07.02.2020 – Lesezeit: 2 Minuten

Prozesse / Marketing, Vertrieb und Service

Digitale Produktentwicklung senkt Kosten und steigert Effizienz

Die sogenannte Digitale Produktentwicklung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Sie ist agil, kundenzentrisch und setzt auf Künstliche Intelligenz (KI) sowie Prozessoptimierung, so eine Studie der Unternehmensberatung PwC. Das kann sich der Mittelstand von den „Digital Champions“ abschauen.

Wer Kunden ihre Wünsche von den Lippen abliest und schnell neue Produkte auf den Markt bringt, wird künftig zu den Gewinnern gehören. Dies unterstreicht die neue Studie der Unternehmensberatung PWC „Digital Product Development 2025“. „Höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung bedeuten nicht automatisch mehr Erfolg. Vielmehr geht es um einen strategisch klugen Einsatz von Ressourcen,“ erklärt Studienleiter Reinhard Geissbauer.

Er und seine beiden Co-Autoren Stefan Schrauff und Jochen-Thomas Morr beleuchten, was die Vorreiter – die sogenannten „Digital Champions“ – bei der digitalen Produktentwicklung von anderen Unternehmen unterscheidet. Dazu setzen sie sich in detaillierten Use Cases mit den Erfahrungen von innovativen Mittelständlern wie Electrolux, Knorr-Bremse und Krone auseinander, die sich zu echten Champions gemausert haben.

Wettbewerbsvorteile dank Digitaler Produktentwicklung

Investitionen in die Entwicklung digitaler Produkte bringen Industrieunternehmen Effizienzsteigerungen von fast 20 Prozent über die nächsten fünf Jahre. Sie reduzieren außerdem Produkteinführungszeiten um durchschnittlich 17 Prozent sowie Produktionskosten um durchschnittlich 13 Prozent. Die Champions investieren zwar mehr in die Digitale Produktentwicklung, tun dies aber nicht durch übergroßen Ressourcenaufwand, sondern glänzen durch Effizienz.

Kunde im Mittelpunkt

Auf die individuellen Kundenbedürfnisse abgestimmt, erreichen Unternehmen einen hohen Grad an Personalisierung etwa durch einfache Funktionalität, lange Haltbarkeit oder verbesserte Benutzerschnittstellen ihrer Produkte. Die größte Herausforderung besteht darin, dies bei optimaler Kosteneffektivität zu bewerkstelligen. Digitale Champions integrieren deshalb die Kundenzentrierung schon früh in den Entwicklungsprozess und arbeiten eng mit Partnern zusammen.

Digitale Champions setzen auf KI

Mehr als 40 Prozent der befragten Unternehmen nutzen Datenanalysen und Künstliche Intelligenz zumindest teilweise für die digitale Produktentwicklung. Die Digital Champions nutzen Algorithmen dabei nicht allein zur Analyse, sondern fokussieren sich stark auf die zugrundeliegenden Datenmodelle. Damit können sie den gesamten Produktlebenszyklus betrachten und mit externen Dienstleistern sowie Kunden im gesamten Entwicklungsprozess zusammenarbeiten.

Weitere digitale Technologien für die Prozesssimulation sowie die Entwicklung digitaler Prototypen sind ebenso angesagt wie Datenanalysen, Agile Entwicklungsmethoden, Social Listening und Digitale Zwillinge. Die Studienautoren warnen aber auch, dass es noch Defizite bei der Cybersicherheit geben wird.

Digitale Produktentwicklung vorantreiben

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Quelle: Titelbild pixabay, Pexels