06.03.2020 – Lesezeit: 4 Minuten

Geschäftsführung / Impulse

Diese 4 Innovationen führen zu mehr Produktivität

In der Theorie ist bereits seit längerer Zeit bekannt, dass Innovationen wie Künstliche Intelligenz (KI) die Produktivität in der Industrie erheblich verbessern können. Jetzt hat Microsoft vier Anwenderszenarien veröffentlicht, die zeigen, wie KI und Co. optimal in der Praxis eingesetzt werden.

Die Digitalisierung der Produktion durch das Industrielle Internet der Dinge (IIoT) stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit mittelständischer Firmen. Anhand echter Praxisbeispiele zeigt Microsoft, wie das in der Realität aussehen kann.

Festo reduziert Stillstandzeiten

Festo, Anbieter von Automatisierungstechnik aus Esslingen, schafft durch vernetzte Maschinen und das Visualisieren von Daten mehr Transparenz im Wartungsprozess, eine vorbeugende oder vorausschauende Wartung in produktionsfreien Zeiten sowie minimale Stillstandzeiten. Die Basis dafür bilden die digitalen Produkte Smartenance, Dashboards und Projects von Festo. Absolute Datensicherheit steht dabei an oberster Stelle.

Dirk Zitzmann, Product Manager Digital Business bei Festo, erklärt: „Dank der Services von Microsoft können wir uns auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren, aus Big Data Smart Data generieren und unseren Kunden digitale Mehrwertservices anbieten – um auch weiterhin optimal am Markt aufgestellt zu sein“.

Festo hat ein eigenes Internet der Dinge (IoT)-Gateway für die Anbindung seiner Komponenten an die Cloud entwickelt, das über ein standardisiertes Kommunikationsprotokoll umfangreiche Informationen über den Status Quo von Produktionsanlagen sammelt. Diese Informationen werden zu Azure gesendet und gespeichert. Damit ist eine Überwachung der Anlagen und Maschinen über verschieden Standorte weltweit möglich. Die Web-Anwendung Festo Dashboards visualisiert den aktuellen Zustand.

Damit kann mit vorbeugender Wartung sich der Energieverbrauch der Anlagen überwacht sowie Fehler festgestellt und behoben werden. Auch die Life-Cycle-Management Plattform Projects von Festo basiert auf Microsoft Azure. Damit werden Informationen über alle Anlagen-Komponenten organisiert und dokumentiert. Mit digitalen Services unterstützt Festo seine Kunden bei Engineering und Digital Twin (Digitaler Zwilling), OEE (Anlagenverfügbarkeit), Energy Efficiency sowie Smart Maintenance.

YONA mit Augmented Reality

Mit dem Augmented-Reality-Assistenten YONA aus Köln lassen sich multimediale Inhalte auf Azure über Smartphone und Tablet in die Realität einbetten. Das erlaubt es, Produktionsabläufe dreidimensional darzustellen für Schulung und Vertriebsunterstützung.

„Die Performance unserer App ist absolut geschäftsrelevant“, so YONA-Geschäftsführer Urs Pospischil. „Unsere Kunden wollen sicher sein, dass die Anwendung flüssig läuft, auch wenn viele Nutzer gleichzeitig darauf zugreifen oder die Daten sehr komplex sind. In vielen Non Disclosure Agreements (NDAs), die wir unterzeichnen, wird die Speicherung der Daten auf europäischen, besser noch deutschen Servern vorausgesetzt.“

Hotmobil: Heizungen besser reparieren

Die Hotmobil Deutschland GmbH ist ein Spezialist für mobile Heizanlagen aus Gottmadingen. „Schnelligkeit und Flexibilität bedeuten für unsere Kunden alles“, so Rainer Notter, Co-Geschäftsführer von Hotmobil. „In der Hälfte aller Fälle handelt es sich um einen Notfall – zum Beispiel, wenn die Heizung oder die Klimaanlage ausgefallen ist.“ Das bisherige ERP-System stieß dabei an seine Grenzen und die Entscheidung fiel für Microsoft Dynamics 365 for Finance and Operations.

Rainer Notter berichtet: „Die Schnelligkeit, mit der wir jetzt Daten übergreifend auswerten können, ist enorm. Mit Dynamics 365 ist vom Angebot bis zur Rechnung alles auf einen Blick verfügbar, wir haben mehr Möglichkeiten der Nachverfolgung und Auswertung. Das integrierte System bildet die Geschäftsprozesse von A bis Z ab und gibt uns einen 360-Grad-Blick vor allem hinsichtlich der Kundenwünsche.“

Infineon: Dynamics 365 verbessert Vertriebseffizienz

Die Infineon Technologies AG aus Neubiberg ist Marktführer bei Halbleitern. Um die Kundenbeziehungen zu verbessern, hat das Unternehmen das CRM-Tool Dynamics 365 for Sales eingeführt. Anders als das Vorgängersystem hat das neue Tool eine hohe Funktionalität und User Experience mit einem übersichtlichen Dashboard, optimaler Vernetzung und passenden Schnittstellen.

„Je einfacher und intuitiver sich ein solches Tool benutzen lässt, desto kundenorientierter können unsere Vertriebler arbeiten“, sagt Harsha Deshmukh, Vice President IT Design, Sales & Analytics bei Infineon. Bei der weltweiten Einführung des Tools wurden die Kolleginnen und Kollegen aus dem Sales-Bereich konsequent eingebunden. Die Akzeptanz des CRM-Tools stieg sprunghaft an. Schon kurz nach dem finalen Roll-out nutzte ein Großteil der Vertriebsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter das neue System.

Microsoft-Experten für den Mittelstand

Sie möchten den Einsatz der innovativen Microsoft-Technologien ebenfalls für Ihr Unternehmen evaluieren? Die Microsoft-Experten der All for One Group zeigen Ihnen, wie auch Sie Ihre Produktionseffizienz mit modernen Technologien wie Künstlicher Intelligenz, IoT, Augmented Reallity und Dynamics 365 ausbauen können.

Wie Künstliche Intelligenz die Luftqualität in Hamburg verbessert, erfahren Sie in diesem Artikel.

Quelle: Titelbild pixabay, jarmoluk