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09.01.2018 – Lesezeit: 3 Minuten

Human Resources / Impulse

Diese IT-Jobs werden 2020 wichtig sein

“Irgendwann werden die Maschinen unsere Jobs übernehmen.” Diese oft scherzhaft gemeinte Aussage hat sich seit dem Aufkommen der modernen Informatik im 20. Jahrhundert zur Realität entwickelt. Während uns die Maschinen nach der industriellen Revolution die körperliche Arbeit abnahmen, sind es jetzt Computer, die geistige Jobs übernehmen. Doch diese Systeme müssen eingerichtet, programmiert und gewartet werden. Wie sehen also die wichtigsten Jobs in den nächsten Jahren aus?

Datenbanken, Algorithmen und künstliche Intelligenzen haben unsere Gesellschaft und unsere Art zu leben in den letzten Jahren stark verändert. Die Digitale Transformation verwandelt ganze Branchen, macht manche Berufe obsolet, schafft aber gerade in der IT auch neue Arbeitsfelder.

Experten für IT-Sicherheit sind gefragter denn je

Der aktuellen IDG-Studie “IT-Jobs 2020” nach werden wenig überraschend Spezialisten und Berater im IT-Bereich auch in drei Jahren noch gefragt sein. Mit überwiegender Mehrheit messen die Befragten jedoch einem Berufsfeld auffallend große Bedeutung zu: IT-Sicherheit. Rund drei Viertel sehen ein erhöhtes Wachstum in diesem Bereich, gleichzeitig herrscht momentan ein Mangel an eben passenden Fachkräften.

Aus Sicht des momentanen digitalen Wandels ist diese Nachfrage schlüssig. Denn der “Umzug” in die Cloud kann das Risiko mit sich bringen, dass sensible Daten dank Sicherheitslecks oder lascher Policies in die Hände Unbefugter gelangen.

Somit sind IT-Fachkräfte mit up-to-date Expertenwissen gefragt, die in Zukunft nicht nur reagieren, sondern Risiken und Angriffsvektoren proaktiv beseitigen, bevor Hacker sie nutzen können. Entsprechend werden IT-Sicherheitsexperten auch am besten bezahlt, im Schnitt mit 71.000 Euro Jahresgehalt.

 

Quelle: Evernine

Cloud-Architekten sind die zukünftigen Software Developer

Die Basis für die zugrundeliegenden Systeme schaffen jedoch andere Spezialisten: die Cloud-Architekten. Für diesen Berufsstand gibt es vor allem in Deutschland hohen Bedarf, und dieser Trend wird sich bis 2020 noch weiter verstärken, Stichwort Cloud-Transformation. Besonders im Mittelstand herrscht hoher Bedarf nach ausgebildeten Fachkräften, die Cloud-Services, -Plattformen und -Infrastrukturen planen, implementieren und warten können.

Allein im letzten Jahr hat sich die Nachfrage nach entsprechenden Architekten verdoppelt, und auch dieser Trend macht marktwirtschaftlich Sinn. Schließlich wandern immer mehr Services in agile, hochverfügbare und mit integrierten Tools ausgestattete Cloud-Umgebungen. Nicht zuletzt als Cloud-Native Applications oder als Multi-Cloud-Lösungen, deren Einsatz hohe Fachkenntnis erfordert. Entsprechend sehen die Studienbefragten dieses Berufsfeld als ebenso schnell wachsend an wie das der Sicherheitsexperten.

Datenanalysten als Goldgräber des 21. Jahrhunderts

Predictive Analytics eröffnen ein neues Feld der Geschäftsplanung. Ein proaktiver Ansatz und somit die Evolution des berühmten Bauchgefühls. Daten und die daraus gewonnenen Erkenntnisse gelten als das Gold des 21. Jahrhunderts (Quelle:goir/iStock).

Daten und die daraus gewonnenen Erkenntnisse halten den IT-Motor im heutigen Zeitalter nicht nur am Laufen, sondern gelten nicht umsonst als das Gold des 21. Jahrhunderts. Nachdem Big Data jahrelang als Hype-Thema gehandelt wurde, sind Analytics-Systeme oder Business-Suites wie S/4HANA heute in der Lage, Korrelationen und Muster zu erkennen und daraus auch zukünftige Ereignisse vorherzusagen, wie es vor Jahren noch nicht möglich war.

Entsprechend braucht es hier Spezialisten in Form von Datenanalysten, die jetzt und in Zukunft deutlich verstärkt ein wesentlicher Bestandteil der IT-Belegschaft sein müssen. Dieses Berufsfeld umfasst gleich mehrere Aufgabenbereiche, die von Data Scientists reichen, die Erkenntnisse und Modelle mittels Analyse-Tools generieren, bis hin zu Data Visualizern oder Data Artists, die gesammelte Daten grafisch verständlich für die Fachabteilungen aufbereitet, sodass diese mit ihnen arbeiten können. Hier ergeben sich wiederum Möglichkeiten, gezielt Trends zu erkennen und das laufende Geschäft danach auszurichten. Beiden Datenspezialisten messen die Studienbefragten eine erhöhte Nachfrage von mehr als 50 Prozent zu.

 

Quelle Titelbild: Pinkypills/iStock