Das sind die wichtigsten IT-Trends für 2021

11.01.2021 – Lesezeit: 3 Minuten

Geschäftsführung / Impulse

Das sind die wichtigsten IT-Trends für 2021

Zum Jahreswechsel warten Marktforscher immer wieder mit den neuesten IT-Trends für die nächsten zwölf Monate auf, die IT-Entscheider auf dem Schirm haben sollten. Pascal Matzke, Chefanalyst von Forrester Research, beginnt mit dem Naheliegendsten: Corona und Homeoffice.

Die Coronakrise wird die IT-Branche auch 2021 beschäftigen, und das nicht nur negativ. Die positive Seite der Pandemie ist nämlich, dass viele Unternehmen plötzlich erkannt haben, dass Homeoffice machbar ist. Entsprechend stark haben sie investiert in intelligente Kommunikations- und Kollaborationslösungen.

Pascal Matzke, Vice President und Research Director bei Forrester Research, schreibt in seinen Prognosen für 2021, dass die Pandemie die Digitalisierung 2020 deutlich beschleunigt hat. Tatsächlich hätten die meisten Unternehmen in der Situation viel pragmatischer und innovativer agiert, als man vorher erhofft hatte.

Silostrukturen aufbrechen

Aber wo Licht ist auch Schatten. Trotz oder gerade wegen der Krise wachsen die IT-Budgets nicht in den Himmel, so Matzke. Viele CIOs stünden nun unter erheblichem Druck, die IT-Kosten im neuen Jahr weiter zu senken. Die Unternehmensprozesse und -strukturen könnten mit den sich schnell wandelnden Anforderung gar nicht mehr Schritt halten.

Die größten Hindernisse auf dem Weg zum permanenten Wandel sind für ihn immer noch interne Silostrukturen und die damit verknüpften Kernsysteme. Die Fähigkeit zum Wandel und Anpassung an die jeweils neuen Gegebenheiten werde daher die IT-Strategien von Unternehmen 2021 wesentlich prägen.

Die Top-Trends im Überblick

  • Weitere Verlagerung in die Cloud
  • Mehr Nutzung von Experience-Technologien für Kunden und Mitarbeiter
  • Neuausrichtung der Kernprozesse durch die Kundenbrille
  • Automatisierung der Geschäftsprozesse für mehr Produktivität
  • Digitalisierung von Produkten und Services
  • Ausweitung von Datensicherheit und Datenschutz
  • Plattform-basierte Ko-Innovation und strategische Partnerschaften
  • Besserer Skill-Mix im IT-Bereich
  • Nutzung agiler Methoden und Tools
  • Nutzung von Data Analytics zur Bestimmung künftiger Szenarien

Homeoffice bleibt ein Thema

Unternehmen werden dem Chefanalysten Matzke zufolge auch 2021 weiter in den Ausbau und die Verbesserung der Infrastruktur für Homeoffice und in die Automatisierung investieren. Dabei gehe es auch um Mitarbeiterschulungen, um die persönliche Produktivität zu steigern und neue Formen des Arbeitens zu fördern.

Neben den Mitarbeitern werden 2021 auch Kunden weiter im Fokus stehen. Das bedeutet mehr Investitionen in die weitere Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen, Verbesserung der Kundenansprache und der Supply Chain. Die verlangten nun mal eine kohärente Kommunikation entlang der gesamten Customer Journey. Doch klappt es oft noch nicht mit dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Systeme für Marketing, Vertrieb, Produktion, Logistik und Kundenservice.

Kunden wollen Transparenz in den Lieferketten

Zugleich möchten Kunden heute auch mehr über Herkunft und Umweltverträglichkeit von Produkten, womit die Lieferketten-Systeme mehr in den Mittelpunkt rücken. Diese sind durch Corona aber auch unter Druck geraten und müssen laut Matzke nun neu geplant und ausgerichtet werden. Dabei werden Methoden wie Design Thinking und Customer Journey Mapping von Nutzen sein.

Um den notwendigen Wandel zu beschreiten und die Veränderungsgeschwindigkeit zu erhöhen, werden Plattformlösungen 2021 für die IT-Infrastruktur und Anwendungsentwicklungen noch einmal wichtiger für Unternehmen. Neben Cloud-Plattformen werden dabei auch Industrieplattformen für die Produktion und das Supply Chain Management eine größere Rolle spielen.

Co-Innovation statt jeder für sich

Während kundenindividuelle Entwicklungen an Bedeutung verlieren, werden Mitbewerber sich künftig in dem jeweiligen Segment verstärkt Plattformen teilen und agile Entwicklungs-Communities immer wichtiger. In puncto Sourcing-Strategien werden sich Unternehmen 2021 verstärkt der Ko-Innovation mit Partnern widmen und Lieferantenverträge sich häufiger als bisher am gelieferten Mehrwert orientieren. Hinzu kommen Cloud-basierte Verträge, die zu mehr Kostentransparenz und einem schnelleren Wandel beitragen, so Matzke.

Die All For One Group aus Filderstadt bei Stuttgart deckt mit ihrem breitgefächerten Portfolio das Gros der genannten Trendthemen ab und sieht sich als Wegbereiter des digitalen Wandels – vom Mittelstand für den Mittelstand auf Augenhöhe. Dazu tragen auch die Management-Beratungsleistungen der Düsseldorfer Tochtergesellschaft Allfoye bei. Denn so wichtig wie die Planung und Implementierung neuer Technologien ist, dürfen Unternehmen dabei auch nicht das Change Management vergessen, um agiler zu werden und den digitalen Wandel als ein gemeinsames Team zu beschreiten.

Quelle: Titelbild pixabay, geralt