Cybersecurity 2021: Das sind die Trends

15.01.2021 – Lesezeit: 2 Minuten

Geschäftsführung / Impulse

Cybersecurity 2021: Das sind die Trends

Die Cybersecurity rückte in diesem Jahr aufgrund der Herausforderungen der Corona-Pandemie in den Fokus vieler Unternehmen. Nun stehen die IT-Entscheider vor der Frage: Wie wird es nächstes Jahr weitergehen? Dieser Artikel gibt einen Überblick zu den wichtigsten IT-Security-Trends.

Während die Pandemie viele Unternehmen vor wirtschaftliche und existenzielle Probleme stellt, sehen Cyberkriminelle die geschwächte Sicherheit bei den Mitarbeitern im Homeoffice als Chance. Laut einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums meldeten rund die Hälfte aller Unternehmen (46 Prozent) in den vergangenen Monaten Cyberangriffe auf ihr Unternehmen. Die Experten betonen, dass im kommenden Jahr insbesondere Phishing-Mails und Ransomware-Attacken zunehmen werden. Diese Cybersecurity-Trends sollten Sie 2021 auf dem Schirm haben.

1. Cloud Security rückt weiter in den Fokus

Damit Mitarbeiter weiter mobil arbeiten können, verlegen viele Unternehmen ihre Anwendungen und Services in die Cloud. Durch sensible Unternehmensdaten steigt allerdings auch der Schutzbedarf. Dabei wachsen 2021 laut den Analysten von Gartner Cloud Data Management und die Cloud-Sicherheit enger zusammen. IT-Experten werden außerdem vor dem Umzug in die Cloud zunehmend auf eine vorherige Analyse und Beratung durch unabhängige Experten vertrauen.

2. Security by Default

Security-Verantwortliche mussten in den letzten Monaten ein funktionierendes IT-Risiko- und Sicherheitsmanagement aufsetzen, das – auch für remote arbeitende – Mitarbeiter greift. Im laufenden Jahr wird es aufgrund der steigenden Cyberangriffe darauf ankommen, dass Mitarbeiter auf mögliche Angriffe sensibilisiert werden. Cybersecurity-Experte Andreas Schindler, Director & Executive Cloud Architect bei der All for One Group, betont: „Das Thema Cybersecurity braucht eine ‚Security by Default‘-Denkweise in den Köpfen der Mitarbeiter“. Das Thema Security by Default stand auch im Fokus des Mittelstandsforums 2020. In diesem spannenden Beitrag (siehe 2. Vortrag) zeigt Andreas Schindler, wie Unternehmen ihre Sicherheitsarchitekturen auf diese Herausforderungen abstimmen.

3. Internet of Behaviors

Das Internet of Behaviors (IoB) findet laut Gartner als Weiterentwicklung des Internet of Things (IoT) immer mehr Anklang in der digitalen Welt. Während IoT die Interkonnektivität von Geräten erhöht, geht IoB einen Schritt weiter: Es analysiert individuelle Verhaltensweisen und Muster und kann durch die gewonnenen Informationen den Mitarbeiter mit Feedback-Schleifen die richtige Herangehensweise näherbringen.

IoB ist aber nicht nur ein Mittel zur Mitarbeiterführung. Vernetzte Fahrzeuge bedienen sich bereits heute an dieser Technologie. Mit Telematik können Fahrzeuge das Fahrverhalten des Nutzers überwachen. Anschließend kann es durch diese Daten die Route verbessern und die Sicherheit erhöhen. Die Analysten schätzen, dass bis 2025 die Hälfte der Weltbevölkerung vom Internet of Behaviors erfasst wird. Sie sehen aber auch ethische Probleme. Es besteht die Gefahr, dass diese Fülle an Daten für falsche Zwecke missbraucht wird. Die Experten gehen aber davon aus, dass neue Datenschutzrichtlinien dem Einhalt gebieten könnten.

4. Fachkräftemangel in der IT-Security

Bereits vor der Pandemie herrschte ein der IT-Security ein Fachkräftemangel. Eine Cybersecurity Workforce Studie der (ISC) geht weltweit von einem Defizit von rund vier Millionen Fachleuten aus. Unternehmen müssen nun ihren IT-Mitarbeitern Weiterbildungsprogramme anbieten, um diese Lücke zu schließen. Auch automatisierte Lösungen werden in der IT-Security 2021 zum Thema werden. Diese Lösungen erlauben es, dass vorhandene Personal zu entlasten und die internen Ressourcen besser auf den akuten Schutz zu lenken. Die IT-Mitarbeiter lassen so kleinere Aufgaben selbstständig vom System erledigen. Und so sichern Sie in sieben Schritten Ihre Cloud-Umgebung ab.

Quelle: Titelbild iStock, alexsl