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26.06.2019 – Lesezeit: 2 Minuten

Marketing, Vertrieb und Service / Impulse

Coworking: Das bessere Büro für den Mittelstand

Büroräume sind in der Regel teuer. Wenn sich Teams nur ab und zu treffen, kann ein Coworking Space eine interessante Alternative sein – besonders für mittelständische Unternehmen mit verteilten Standorten oder einem großen Außendienst.

Viele Firmen wollen nicht an einen festen Ort gebunden sein. Bei reinen Außendienstorganisationen, bei Unternehmen mit vielen Standorten oder einer losen Gruppe an Freiberuflern ist es sinnvoller, sich nur alle zwei Wochen oder einmal im Monat zu treffen, um eine Strategie abzuklären und das weitere Vorgehen zu besprechen.

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Deswegen die komplette Miete für ein ständiges Büro zu bezahlen, ist kontraproduktiv und nicht wirtschaftlich, vor allem in Ballungsräumen. Während früher einfach ein Treffen im Hotel vereinbart wurde, gibt es seit einiger Zeit sogenannte Coworking Spaces, in denen man sich treffen und produktiv arbeiten kann.

Coworking wird populärer

Neu ist das Konzept nicht. In den 90ern haben sich die ersten Anbieter in diesem Segment etabliert, so zeigen sich Marktführer wie Regus, Mindspace, rent24, Spaces und WeWork aktiv. Regus Office unterhält beispielsweise 3.000 Business Center in 120 Ländern.

Und die Angebote wachsen ständig. TUI Deutschland hat vor kurzem ein Coworking Center in Hannover eröffnet, und Roland Berger bietet Platz in Berlin-Kreuzberg an. Auch kleinere Firmen gehen mit individualisierten Angeboten und neuen Ideen gegen die standardisierten Räume der großen Ketten an. Der Trend geht dabei zu hybriden Modellen. Das Gebäude des Coworking Spaces beherbergt dabei auch traditionelle Business Center, Büros oder Wohnungen.

Arbeitsplatz mit Ambiente

Grundvoraussetzungen für einen attraktiven Coworking Space sind gute Verkehrsanbindung und Parkmöglichkeiten sowie eine hervorragende Netzwerkverbindung. Der Meetingraum sollte dem gesamten Team ausreichend Platz bieten und Einzelbüros die Nachbearbeitung vereinfachen. Die Räume können je nach Bedarf gebucht werden – vom Einzelarbeitsplatz bis hin zur kompletten Suite.

Idealerweise sollte auch ein Videokonferenz-System zur Verfügung stehen, damit sich die Teilnehmer mit anderen Teams in verschiedenen Städten problemlos austauschen können. In einigen Coworking Spaces gibt es auch Küchen, Tischkicker oder Tischtennisplatten, um den Arbeitsplatz zu beleben.

Wer mit ständig steigenden Büromieten zu kämpfen hat, ist mit einem Coworking Space möglicherweise besser bedient, denn durch das wachsende Angebot sinken in der Relation sogar die Preise. Marktforscher gehen jedenfalls von einem starken Wachstum von Coworking aus, und bald könnte der Marktanteil dieser flexiblen Büros mehr als zehn Prozent betragen.

Chancen für Networking

Ein nicht zu verachtendes Argument für Coworking ist die Möglichkeit zum Networking, denn wenn Kollegen in den flexiblen Büros ständig neue Teams treffen, ergeben sich durchaus Chancen, zusammen Geschäfte zu machen und Kooperationen einzugehen. So können Mittelständler und Start-ups aufeinandertreffen, ihre Firmen gegenseitig mit neuen Ideen befruchten oder gar neue Kunden akquirieren. Auch für größere Unternehmen kann sich das Coworking-Angebot anbieten, um Teams von verschiedenen Standorten und dessen Fähigkeiten in einem gemeinsamen Büro zu bündeln.

Nachteile gibt es aber auch: Wer zeitunabhängig arbeiten möchte, ist mit einem Coworking Space nicht immer gut beraten. Die flexiblen Bürokomplexe haben feste Öffnungszeiten. Zwar können diese sich je nach Anbieter unterscheiden, nachts oder am Wochenende sind die Räume aber in der Regel geschlossen.

Achten Sie beim Thema Modern Workplace auch immer darauf, wie Ihre Mitarbeiter über Neuerungen des Arbeitsplatzes denken. Wie Sie Ihre Mitarbeiter rechtzeitig einbinden, erfahren Sie hier.

Quelle: Titelbild pixabay, jamesoladujoye