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08.03.2019 – Lesezeit: 3 Minuten

Technologie / Produktion und Logistik

Aus IoT-Daten wettbewerbsrelevante Mehrwerte generieren

Smart Home, Smart Cities, Smart Factory – dem Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) gehört die Zukunft. Vernetzte Geräte und intelligente Sensoren sind aus dem geschäftlichen wie privaten Alltag nicht mehr wegzudenken. Weltweit existieren bereits mehr als 23 Milliarden IoT-Devices.

Tendenz schnell steigend: 2020 werden es knapp 31 Milliarden sein, fünf Jahre später 75,5 Milliarden. Den Unterschied zwischen herkömmlichen Anwendungen 1.0 und Produkten 4.0 bilden die Daten. Sie sind es, die entsprechende Lösungen zu selbstlernenden Systemen oder autonomen Produkten machen.

Doch Daten sind noch viel mehr. Sie gelten als modernes Gold und Öl des 21. Jahrhunderts. Gerade in vernetzten Systemen wird es daher immer wichtiger, diese Daten zu sammeln und nutzenbringend zu analysieren. Unternehmen stehen hier vor der Herausforderung, ihre oft heterogenen Maschinenparks optimal zu vernetzen. Dabei treffen häufig Welten aufeinander: Maschinen der Generation 1.0 müssen mit 4.0-Technologien kommunizieren.

Vielfältige Hersteller, unterschiedliche Messinstrumente und Regelgrößen sowie eine große Bandbreite an Interaktionsfähigkeit und Automatisierung gilt es so zu synchronisieren, dass die Maschinendaten zugreifbar und verwertbar werden. Als vielversprechender Ansatz gilt in diesem Zusammenhang das industrielle Kommunikationsprotokoll OPC Unified Architecture, kurz OPC UA. Über ein Asset Administration Shell, eine Verwaltungsschale, gelingt es, die vielfältigen Maschinendaten entsprechend zu standardisieren und so für eine ERP-Integration vorzubereiten.

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Daten sind Rohdiamanten

Sind Daten erst einmal erschlossen, stellt sich die Frage, wie sie sich anschließend sinnvoll nutzen und wertschöpfend einsetzen lassen. Ausgangspunkt sollte dabei stets der konkrete Anwendungsfall sein. Erst wenn der zu erzielende Nutzen feststeht, lässt sich der Weg dorthin bestimmen. Eine große Portion Kreativität kann helfen, die Rohdiamanten – also die Daten – so geschickt zu schleifen und zu verfeinern, dass sie zu echten Wettbewerbsvorteilen werden.

IT und OT an einen Tisch bringen

Um die „richtige“ Idee zu finden, sollten idealerweise Vertreter verschiedenster Unternehmensbereiche zusammenkommen. Es gilt, aus IT und Operational Technology (OT) interdisziplinäre Teams zu bilden, die Möglichkeiten und Grenzen von Einsatzszenarien bewerten und gegeneinander abwägen können.

Kreative Formate wählen

Damit Ideen sprudeln, existieren verschiedenste Ansätze und Formate. Besonders populär und gleichzeitig erfolgversprechend ist derzeit Design Thinking. Abgeleitet aus dem Industriedesign, stellt es die Nutzersicht konsequent in den Fokus. Ausgangspunkt ist folglich der Kunde mit seinen Bedürfnissen. Angelehnt an Rapid Prototyping werden beim Design Thinking schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt Modelle entwickelt, um sie anschließend permanent zu verbessern.

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Die absolute Anwenderorientierung gilt als größter Mehrwert der Vorgehensweise. „Bei vielen Projekten haben wir mit Industrial Design Thinking herausgefunden, dass es eigentlich um ganz andere Bedürfnisse ging, als die Geschäftsbereiche ursprünglich gedacht hatten“, fasst Li Zhi Hao, verantwortlich für die Industrial-Design-Thinking-Aktivitäten von Siemens in China, den USP dieser Kreativitätstechnik zusammen.

Echtzeitdaten für smarte Entscheidungen

Ob man zu neuen Zielgruppen aufbrechen oder bestehende Geschäftsmodelle zukunftsfähig machen will: Maschinendaten sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu optimierten Prozessen und neuen Geschäftsmodellen. Richtig eingesetzt, sind Daten der Schlüssel zum Erfolg und das Tor zur Zukunft. Prof. Dr. Christoph Meinel, Leiter des renommierten Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam, fasst die Potenziale wie folgt zusammen: „Erkennen, was Menschen wünschen, treibt Forschung und Innovation. Hier spielen die digitalen Technologien eine große Rolle. Sie helfen, die Welt smarter zu machen.“ Die App Index Cloud Lite liefert über 40 000 Datensätze in Echtzeit und bietet so eine wichtige Entscheidungsgrundlage auf dem Weg in eine smarte Zukunft.

Wie der Digitale Zwilling hilft, Prozesse zu optimieren und neue Geschäftsmodelle zu erschließen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Quelle: Titelbild iStock, monkeybusinessimages