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25.01.2019 – Lesezeit: 3 Minuten

Prozesse / Geschäftsführung

Agile Organisation: Vier Tipps

Der Begriff „Agile Organisation“ ist ein äußerst beliebtes Thema. Viele Unternehmen versuchen, ihre Prozesse – aufgrund der Komplexität der sogenannten Digitalen Transformation – flexibler und schneller aufzustellen. Wie Unternehmen die Agilität ihrer Organisation mit dem Fokus auf Zielbild, Kultur, Struktur und Prozesse steigern.

Was bedeutet agil in diesem Zusammenhang? Agilität gilt als Fähigkeit der Informationsfunktion eines Unternehmens, Vorbereitungen zu treffen, um auf verändernde Kapazitätsansprüche und funktionale Anforderungen bestenfalls in Echtzeit zu reagieren. Außerdem sollen die Möglichkeiten der Informationstechnologie genutzt werden können, so dass der fachliche Spielraum des Unternehmens erweitert oder neugestaltet werden kann.

Agiles Zielbild

Mit diesem recht einfachen Tipp steigern Sie in erster Linie die Selbstorganisation Ihrer Mitarbeiter. Beklagen sich Ihre besten Mitarbeiter gestern über zu wenig Freiraum, haben sie heute die Möglichkeit, ihre Arbeit autonomer und freier zu gestalten. Ein weiterer Tipp ist: Geben Sie ihren Kollegen und Mitarbeitern die Möglichkeit, Feedback zu ihren Zielen zu liefern und diese mitverhandeln zu dürfen.

Tipp 1: Ziele sind eines der wichtigsten Instrumente im agilen Management. Sie messen die Erreichung des Ziels und überlassen den Weg dorthin ganz alleine den Mitarbeitern.

Ein Beispiel ist das sogenannte Objectives and Key Results (OKRs), ein Management-System, das in der Mitarbeiterführung zur Zielsetzung (Objectives) und Messung von Ergebniskennzahlen (Key Results) dient. Objectives beschreiben in diesem Kontex, wohin die Strategie gehen soll und Key Results zeigen, wie ein Mitarbeiter dorthin kommt.

1999 zum ersten Mal bei Google erwähnt: Objectives and Key Results (OKRs)

Agile Kultur

In der agilen Welt spielen das Mindset des einzelnen Mitarbeiters und die Unternehmenskultur eine große Rolle. Eine agile Kultur wird dabei mit den Worten Offenheit, Fokus, Respekt, Mut und Commitment beschrieben. Dabei finden sich immer wieder zahlreiche Tipps in Management-Büchern, wie ein Manager dies im Unternehmen umsetzen kann. Ein zentraler Tipp findet sich dabei immer wieder.

Tipp 2: Eine agile Kultur sollte von Führungskräften als Vorbild vorgelebt werden.

Wie genau kann das aussehen? Wirft man einen Blick in aktuelle Fachmagazine (Handelsblatt, Wirtschaftswoche), finden sich Beispiele, wie ein Manager sein Einzelbüro als Meetingraum zur Verfügung stellt und sich ins Großraumbüro zu den Kollegen setzt. Weiterhin weichen Konzerne langsam das eher unpersönliche „Sie“ in der Kommunikation auf und ersetzen die Ansprache durch ein weniger distanziertes „Du“. Genügt das alles schon?

Es zeigt sich, dass einzelne Maßnahmen sicher etwas bringen. Vor allem der Fokus auf eine ganzheitliche Wandlung hin zu authentischen und ehrlichen Managern ist ein gutes Signal an Kollegen und Mitarbeiter. Dabei sollen agile Manager inspirieren, coachen und Selbstorganisation im Unternehmen fördern.

Agile Struktur

In puncto agile Struktur werden häufig Modelle wie LeSS (Large Scale Scrum), SAFe (Scaled Agile Framework), das Spotify-Modell und Scrum of Scrums sowie Holacracy vorgeschlagen. Oft sind diese Modelle deutschen Managern zu schwerfällig, zu kommerziell oder die Einführung wird als zu aufwändig beschrieben. In der Praxis zeigt sich jedoch immer wieder, dass Manager sich einzelner Elemente aus den Rahmenwerken bedienen.

Tipp 3: Schauen Sie sich agile Modelle genau an und überlegen Sie, was Sie für Ihre Organisation adaptieren wollen.

In fast allen agilen Modellen werden autonome, kleine und verteilte Teams empfohlen. Diese Teams weisen einen Fokus auf, der allerdings meist „nur“ durch eine Vision beschrieben wird. Weiterhin soll eine klassische Führung durch eine Aufteilung in drei Rollen weichen: Product Owner (fachliche Verantwortung für das Produkt), Scrum Master (Prozessverantwortung) und People Manager (Coaching der Mitarbeiter).

Egal, welches agile Modell Sie bevorzugen, es bleibt immer ein gewisser Aufwand einer Einführung bzw. einer agilen Transformation im Unternehmen. Aus diesem Grund bedienen sich Manager gerne einzelner Elemente aus den Modellen.

Agile Prozesse

Prozesse beschreiben laut obenstehender Definition Vorgehensweisen und Abläufe für vorgegebene und vorher definierte Geschäftsvorfälle. Agilität selbst ist ein Rahmenwerk, das durch Methoden wie Scrum oder Kanban umgesetzt wird. Das Prozessmanagement setzt sich dabei also mehrheitlich aus einzelnen Prozessen der Methoden zusammen. Das bedeutet zum Beispiel ein spezielles Controlling Board, das den Fortschritt des Projekts oder Produkts anzeigt, und ein Scrum Board, das Transparenz zur Frage „Wer arbeitet gerade an was“ schafft.

Tipp 4: Richten Sie Ihre Prozesse nach einer agilen Methode Ihrer Wahl aus.

Weiterhin werden durch tägliche Abstimmungsmeetings (Daily) Informationen einerseits in und durch weitere Formate auch außerhalb der Teams ausgetauscht. Darüber hinaus sollten agile Prozesse bei Scrum kürzere Produktzyklen vorweisen und Produkte schneller auf den Markt bringen. Ein weiterer wichtiger Punkt sind Entscheidungsprozesse, die von den jeweiligen agilen Teams autonom getroffen werden sollten. Dabei sollte das Management die jeweiligen Befugnisse der Teams definieren.

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Quellen: Titelbild pixabay, StartupStockPhotos