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31.05.2019 – Lesezeit: 4 Minuten

Human Resources / Impulse

5 Tipps für digitales Performance- und Talent-Management

Erfolgreiche Unternehmer wissen: Engagierte Mitarbeiter sind ein wahrer Erfolgsfaktor. Das funktioniert am besten durch erfolgreiches Performance- und Talentmanagement in der HR. Doch wie bekommt der Mittelstand das hin und inwiefern können digitale Tools dabei helfen?

Was macht eigentlich ein erfolgreiches Unternehmen aus? Ist es ein hochwertiges Produkt oder eine herausragende Dienstleistung oder sind es kluge Investitionen oder strategische Partnerschaften? All das sind sicherlich wichtige Faktoren, doch Unternehmen, die langfristig erfolgreich sind, haben noch eine weitere Geheimwaffe: die eigenen Mitarbeiter.

Glückliche Mitarbeiter sind produktive Mitarbeiter

Je besser Unternehmen ihre Mitarbeiter anspornen und Talente im Betrieb fördern, umso besser ist die Motivation, die Moral und auch die Leistung. Motivierte Mitarbeiter sind deshalb eine der wertvollsten Ressourcen, die ein Unternehmen haben kann. Der Unternehmensberater und Buchautor Simon Sinek drückt es so aus: „Wenn Menschen Geld in etwas stecken, erwarten sie eine Rendite. Wenn Menschen ihre Emotionen hineinstecken, wollen sie etwas beisteuern.“

Vereinfacht formuliert heißt das: Glückliche Mitarbeiter sind produktivere Mitarbeiter. Mitarbeiter können aber nur dann glücklich und damit zum entscheidenden Erfolgsfaktor im Unternehmen werden, wenn sie entsprechend gefördert werden.

Mitarbeiter fördern, Talente erkennen

Die Digitalisierung der Personalabteilung kann gerade in Zeiten, in denen qualifizierte Mitarbeiter selten sind und schnell abwandern, eine große Hilfe sein. Zwar kann keine Software je den Faktor „Mensch“ ersetzen, doch die Leistungen der Mitarbeiter digital zu erfassen und zu analysieren, hat viele Vorteile. Die folgenden fünf Tipps zeigen, wie Unternehmen und Personalabteilungen digitales Performance- und Talentmanagement einsetzen können, um langfristig davon zu profitieren.

1. Performance-Analyse auf Mitarbeiter zuschneiden

Daten werden nicht um der Daten Willen gesammelt, sondern für Menschen. Digitale Tools helfen, Performance-Bewertungen sehr viel genauer auf die Ziele der einzelnen Mitarbeiter zuzuschneiden. So können Personalabteilungen zum Beispiel gemeinsam mit jedem Mitarbeiter persönliche Ziele erarbeiten und schließlich mithilfe von Datenanalyse genau prüfen, ob diese Ziele erreicht wurden oder wo es noch hapert.

„Mitarbeiter profitieren, wenn sie ihre Ziele stets im Blick behalten“, so Savina Schlichte, Senior HR Cloud Expert bei KWP INSIDE HR GmbH, einer Unternehmensberatung für HR, HR Digitalisierung und Cloud-Lösungen wie SAP SuccessFactors. „Wenn Ziele nicht mehr aktuell und somit nicht mehr relevant sind, dann wird es schwierig, sie zu erreichen. Das Ergebnis lautet dann: Frust. Durch regelmäßige Updates und – wenn nötig – Anpassung der Ziele bleiben Mitarbeiter auf dem richtigen Weg.“

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2. Einen Talent-Pool aufbauen

Dazu gehört auch, dass jeder Mitarbeiter ein eigenes digitales Leistungsprofil haben sollte. Dieses sollte natürlich aktualisiert und gepflegt werden. Darin sollten sowohl erreichte Ziele und erbrachte Leistungen festgehalten werden, aber auch die Feedback-Gespräche dokumentiert und die generellen Fähigkeiten der Mitarbeiter festgehalten werden.

Das macht es einerseits einfacher für die Personalabteilung, jederzeit auf das entsprechende Profil zugreifen zu können. Für die HR-Expertin Karin Beck-Sprotte sieht in der Wissensbündelung einen großen Vorteil gegenüber aktuellen Silo-Strukturen: „Für mich ist einer der ganz großen Erfolgsfaktoren der Digitalisierung im Personalwesen die Nutzung von Schwarmintelligenzen.”

Andererseits entsteht so ohne viel Mühe ein unternehmensinterner Talent-Pool. Wenn ein Mitarbeiter beispielsweise kündigt, können Unternehmen dann sehr viel schneller reagieren und einen geeigneten Nachfolger finden, ohne dass der Betriebsablauf wochenlang lahmgelegt wird.

3. Daten zur Nachwuchsförderung heranziehen

Digitale Leistungsprofile haben noch einen weiteren Vorteil: Sie zeigen die Potenziale der einzelnen Mitarbeiter. Oftmals sind das Potenziale, die die Mitarbeiter selbst nicht wahrnehmen und Personaler daher schnell übersehen. Ist zum Beispiel erkennbar, dass ein Mitarbeiter gerne und häufig Verantwortung übernimmt, ist das ein Hinweis darauf, dass ein Wechsel in eine Führungsrolle ihn weiter motivieren könnte. So kann ein Unternehmen Talente im eigenen Haus fördern und damit schon heute die Führungskräfte von morgen aufbauen. All das lässt wird ohne digitales Mitarbeitermanagement schnell falsch eingeschätzt. Wenn eine Führungsposition zu vergeben ist, werden so möglicherweise die besten Kandidaten gar nicht wahrgenommen.

4. Neue Kompetenzen für das Team

Potenziale sind aber auch dort zu entdecken, wo das Management zunächst Schwächen sieht. Zeigt eine digitale Leistungsanalyse im Kundenservice etwa, dass Mitarbeiter Schwierigkeiten mit der neuen Software haben, könnte das eine Anregung sein, die IT-Kenntnisse der Abteilung zum Beispiel über ein Seminar aufzufrischen. Anstatt, dass Mitarbeiter missmutig arbeiten und schlechte Leistungen abliefern, können sie so sogar noch neue Kompetenzen erwerben, von denen nicht nur die Mitarbeiter selbst, sondern auch das Unternehmen profitieren.

5. Neue Zusammenhänge sichtbar machen

Digitale Tools ermöglichen es nicht nur, viele Daten zu sammeln, sie können auch neue Zusammenhänge zwischen den verschiedensten Informationen aufzeigen. Sie können beispielsweise zeigen, wie Leistung mit Bezahlung oder Beförderung zusammenhängt. So lässt sich etwa herausfinden, wie verschiedene Mitarbeiter auf eine Gehaltserhöhung reagieren. Arbeiten sie danach besser oder hat sich nichts verändert?

Denn nicht jeder Mitarbeiter empfindet finanzielle Belohnungen als Motivation. „Wenn es einem Mitarbeiter vor allem auf die Verantwortung im Job ankommt, wird der Chef ihn kaum mit der Aussicht auf ein höheres Gehalt motivieren können. Insofern ist es für den Vorgesetzten wichtig zu wissen, wie der Mitarbeiter tickt, und darauf einzugehen“, sagt zum Beispiel Motivationsforscher Lutz von Rosenstiel.

Daten sind nicht perfekt

Digitales Performance- und Talentmanagement ist natürlich nicht perfekt oder gänzlich fehlerfrei. Auch sind digitale Programme nicht als Ersatz für die zwischenmenschliche Kommunikation zu sehen. Doch richtig genutzt, können Mitarbeiter und Unternehmen daran wachsen. Passende Lösungen, wie zum Beispiel SAP SuccessFactors, bieten die Experten von KWP INSIDE HR, der Unternehmensberatung für HR, HR Digitalisierung und Cloud-Lösungen.

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Lesen Sie in diesem Beitrag von einer Studie von SAP in Zusammenarbeit mit Oxford Economics, wie zufriedene Mitarbeiter „ihre“ Unternehmen durch die digitale Transformation führen.

Quelle: Titelbild pixabay, rawpixel