Roboter-Digitalisierung-Rendering-Zukunft-Cyborg-2765349-kalhh-pixabay

24.06.2019 – Lesezeit: 2 Minuten

Geschäftsführung / Technologie

Mensch und Maschine: 5 Herausforderungen der neuen Arbeitswelt

Software-Roboter sollen die Arbeit revolutionieren. Eine aktuelle Studie zeigt, dass viele menschliche Kollegen dafür grundsätzlich offen sind. Es werden aber auch fünf Herausforderungen auf dem Weg in die schöne, neue Arbeitswelt identifiziert.

Robotic Process Automation (RPA) und Künstliche Intelligenz (KI) sollen dafür sorgen, dass Roboter und Menschen künftig zusammenarbeiten. Die Reise dahin ist aber mit Schwierigkeiten behaftet. In der Studie Making „Work Human: 5 Challenges“ befassen sich Forscher der University London und des RPA-Anbieters Automation Anywhere mit den Hürden auf diesem Weg und der Frage, ob Automation die Arbeit menschlicher machen kann. Eine etwas überraschende Erkenntnis ist, dass nur wenige Verdrängungsängste bestehen. Dennoch gibt es Probleme und Herausforderungen, etwa bei der möglichen Diskriminierung von Frauen und der Aufklärung von Mitarbeitern.

Herausforderung 1: Noch keine Realität

Die erste Herausforderung ist es, dass sich Automation immer noch in der Projektphase befindet. Es gibt viele Proof-of-Concepts (PoCs), aber nur in wenigen Firmen (drei Prozent) ist es bereits flächendeckend eingeführt. Um hierbei weiter zu kommen, fordern die Studienautoren, das Personal besser auszubilden und auf RPA vorzubereiten.

Herausforderung 2: Verdrängungsängste

Ausbildung kann nur gelingen, wenn Arbeitnehmer sich keine Sorgen machen müssen, verdrängt zu werden. Laut der Studie von Automation Anywhere denken 72 Prozent der Befragten nicht, dass sie von der Technologie ersetzt werden. Stattdessen haben Mitarbeiter großes Interesse, mehr über KI zu erfahren (66 Prozent). Die Studienautoren legen Entscheidern nahe, Mitarbeitern genau zu erläutern, was RPA und KI sind und was sie bedeuten, um Ängste abzubauen.

Herausforderung 3: Diskriminierung

Eigentlich soll Technologie die Diversität befördern, aber Frauen werden überdurchschnittlich stark von der Automation betroffen sein. Weil fast 80 Prozent der KI-Profis Männer sind, besteht die Gefahr, dass KI zu einer reinen Männerdomäne werden könnte. Und auch beim Nachwuchs zeigt sich ein ähnlicher Trend: Laut der Studie sind 61 Prozent der befragten männlichen Schüler bereit, eine Karriere in der Technologiebranche in Betracht zu ziehen, aber nur 27 Prozent der Schülerinnen. Die Studienautoren warnen davor, dass – wie in der Vergangenheit – Frauen deswegen in der Technologiewelt übersehen und diskriminiert werden könnten.

Herausforderung 4: Kommunikation

Zahlreiche CEOs verkünden stolz, dass ihr Unternehmen bereits KI und RPA einsetzt, aber ihre Angestellten wissen gar nichts davon. Es gibt im Moment immer noch zu viel Marketing-Hype und zu wenig realen Nutzen. 53 Prozent der Befragten sind entsprechend skeptisch, wenn behauptet wird, ein Produkt oder Service enthalte Künstliche Intelligenz. Ebenfalls mehr als die Hälfte haben den Eindruck, es werde viel über KI geredet, aber keiner habe wirklich Ahnung.

Herausforderung 5: Risikoscheue

Erfolgreiche Automation ist auch eine Frage der Mentalität. Die Studienautoren fordern deswegen, neue Mitarbeiter danach abzuklopfen, ob Sie bei Automationsprojekten innerlich mitziehen wollen und sich nicht vor den anstehenden Herausforderungen scheuen.

KI ist bereits Realität

In vielen Fällen hat KI bereits gezeigt, dass diese Technologie vielen Mitarbeitern das Leben erleichtern kann. In SAP Leonardo ist KI und Maschinenlernen schon integriert und kann menschliche Expertise und computergenerierte Erkenntnisse vereinen. Die All for One Group aus Filderstadt bei Stuttgart hilft mittelständischen Kunden dabei, mit den Lösungen von SAP ihr Unternehmen zukunftsfähig zu machen.

Ob Ihre Branche bereits reif für den Einsatz von KI ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Quelle: Titelbild pixabay, kalhh