11.09.2020 – Lesezeit: 2 Minuten

Prozesse / Geschäftsführung

5 Gründe, woran Unternehmen bei ERP-Einführungen scheitern

Neue ERP-Systeme versprechen Prozessoptimierungen, Zeit- und Fehlerminimierung sowie Effizienzsteigerungen für mittelständische Unternehmen. Doch noch immer scheitern viele Unternehmen bereits an der Einführung eines neuen Systems.

Nach wie vor existieren für viele Unternehmen hohe Hürden bei der Einführung eines neuen ERP-Systems. Die Tendenz von Fehleinführungen steigt, und die Liste der frustrierten Verantwortlichen wächst. Meistens ist dabei nicht einmal die Software selbst das größte Problem. Gerade bei größeren Mittelständlern mit unterschiedlich strukturierten Abteilungen kann es schnell zu Problemen kommen. Doch woran liegt das? Wir stellen die fünf größten Hürden für die Einführung eines abteilungsübergreifenden ERP-Systems vor.

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1. Die richtige Personaleinteilung

Für das Projekt ERP-Einführung ist die Rollenverteilung ausschlaggebend. Key User und Prozessexperten müssen in die Einführung eingebunden sein und in ihrer neuen Rolle eingearbeitet werden, um alle Aufgaben und Herausforderungen zu verstehen. Unternehmen scheitern speziell an dieser Rollenverteilung, da sie oft zu spät vorgenommen wird – und dann zu wenig Zeit bleibt, um neue Aufgaben richtig zu definieren.

2. User wollen gewohnte Arbeitsweise nicht aufgeben

Mit der Einführung einer neuen ERP-Software wird das gewohnte Prozessmanagement der Mitarbeiter auf den Kopf gestellt. Viele empfinden das als Kontrollverlust. In der Folge verzögern sich Projekte. Anwender wollen ihre bisherige Arbeitsweise bestenfalls genauso in das neue System übernehmen. Für Projektverantwortliche bedeutet das mehr Software Customizing und höhere Kosten. Letztendlich erfordert es Führungsqualität und Change Management, um auf alle Anwender einzugehen und niemanden zurückzulassen.

3. Schulungen

Schulungen können schnell zur Kostenfalle werden. Je mehr Customizing der Software vorgenommen wird und je mehr Mitarbeiter geschult werden müssen, desto höher auch der Kostenaufwand. Und was ist, wenn geplante Schulungen nicht für die effiziente Bedienung des neuen Systems ausreichen? Eine Lösung: Viele Unternehmen greifen dabei auf Lernportale zurück. So können Mitarbeiter auch nach den Schulungen ihr Know-how eigenständig testen und Wissenslücken identifizieren.

4. Unvollständige Stammdaten

Die Verantwortlichen stehen vor der Einführung vor dem Problem, dass Stammdaten oft lückenhaft sind oder teilweise sogar fehlen. Schlecht gepflegte, veraltete Stammdaten in Office-Programmen oder in vorherigen Enterprise-Resource-Planning-Systemen müssen die Verantwortlichen erst mühevoll zusammenführen und für das neue ERP anpassen.

5. Prioritätenwandel

Die Prioritäten innerhalb eines ERP-Projektes ändern sich. Das kann viele Gründe haben: Ein neuer großer Kunde kommt hinzu, wichtige Kunden springen ab oder ein neues Unternehmen wird gekauft. So rutscht das bereits begonnene ERP-Projekt auf eine niedrigere Priorität. Die bestehende Agenda legt das Top-Management dann bei Seite. Trotzdem soll die Einführung von den Prozessexperten fortgeführt werden.

Eine erneute Einarbeitung und ein Ongoing-Work-Prozess sind die Folge. Zudem sinkt die Motivation aller Mitarbeiter. Denn ein Enterprise-Recourse-Planning-Projekt beschäftigt nicht nur die Projektverantwortlichen. Sie fordert das gesamte Unternehmen.

ERP-Einführung im Mittelstand leicht gemacht

Diese Gründe zeigen, dass selbst Unternehmen, die sich gut auf das große Projekt der ERP-Einführung vorbereitet haben, scheitern können. Daher sollten sich Unternehmen einen erfahrenen Partner wie die All for One Group für eine ERP-Einführung mit ins Boot holen.

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Quelle: Titelbild pixabay, stevedimatteo