05.02.2020 – Lesezeit: 3 Minuten

Geschäftsführung / Technologie

2020 wird das Jahr für SAP S/4HANA

Die Akzeptanz für moderne Cloud-Lösungen im Mittelstand wächst zusehends. Im Jahr 2020 werden Unternehmen einer Studie zufolge erstmalig mehr in SAP S/4HANA investieren als in die klassische SAP Business Suite.

Lange Zeit galten die Deutschen als Skeptiker in Sachen Cloud. Jetzt hat sich der Wind gedreht. Dies untermauert die Studie „SaaS im deutschen Mittelstand – Wachstumschancen für Partner“, die das Marktforschungsinstitut IDC bald herausgebracht hat (zur News). Eine der wichtigsten Erkenntnisse: Die langjährige Skepsis im deutschen Mittelstand gegenüber der Cloud scheint endgültig überwunden. Fast 80 Prozent nutzen Business Applikationen als Software as a Service (SaaS).

Auch im Kerngeschäft mit hochwertiger Business-Software geht der Trend zur Wolke, wie die Studie „Investitionsreport 2020“ der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) belegt, für die 288 CIOs, Leiter von Competence Centern (CC) und Vertreter von DSAG-Mitgliedsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden.

Das Budget für allgemeine Investitionen in die IT 2020 steigt bei fast der Hälfte der befragten Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Über alle Unternehmen hinweg steigt das Budget um durchschnittlich vier Prozent. Speziell in die Software von SAP wollen knapp die Hälfte der Befragten mehr investieren. Die generell hohe Investitionsbereitschaft ist in der allgemein angespannten wirtschaftlichen Gesamtsituation ein bemerkenswertes Zeichen.

Wendepunkt erreicht

Die Relevanz der Business Suite hat weiter abgenommen und den Wendepunkt klar überschritten. Erstmals in den letzten vier Jahren überwiegen die „hohen und mittleren“ Investitionen in die intelligente und integrierte ERP-Software SAP S/4HANA On-Premise und Public Cloud (52 Prozent) diejenigen in die SAP Business Suite (35 Prozent).

Und auch bezüglich des konkreten Umstiegs auf SAP S/4HANA lässt sich eine positive Tendenz erkennen. Über die letzten drei Jahre gesehen, zeichnet sich erstmals ein massiver Anstieg von drei auf zehn Prozent bei den Unternehmen ab, die SAP S/4HANA bereits einsetzen. Zudem stieg die Quote derer, die in diesem Jahr noch umsteigen wollten, von fünf Prozent in den Jahren 2018 und 2019 auf neun Prozent.

Bei der Umstellung auf SAP S/4HANA schlagen Unternehmen unterschiedliche Wege ein. SAP S/4HANA als Neuimplementierung (Greenfield) haben 20 Prozent umgesetzt bzw. geplant. Eine Systemkonversion (Brownfield) ist bei 39 Prozent der favorisierte Ansatz. Gemischte Szenarien wie zum Beispiel hybride Lösungen bevorzugen sieben Prozent, 34 Prozent sind in ihrer Entscheidung noch offen.

Aufwärtstrend bei SAP Analytics

Bei den SAP-Cloud-Lösungen generell planen 14 Prozent „hohe und mittlere“ Investitionen in SuccessFactors, 13 Prozent in die SAP Analytics Cloud und elf Prozent in SAP C/4HANA. Ariba, Integrated Business Planning (IBP) und Concur bleiben im einstelligen Bereich. Nur bei der SAP Analytics Cloud hält der Aufwärtstrend an. War es im letzten Jahr noch ein Plus von sechs Prozentpunkten auf damals neun Prozent, ist die Investitionsbereitschaft noch einmal um vier Prozent auf nun 13 Prozent für „hohe und mittlere“ Investitionen gestiegen.

Bei der Relevanz der Applikations-Plattformen (Platform-as-a-Service, nicht Infrastruktur) liegt Microsoft Azure mit 24 Prozent bei „hohen und mittleren“ Investitionen klar vorn. Auf dem zweiten Platz folgt die SAP Cloud Platform mit 14 Prozent. SAP S/4HANA ist damit aus dem langen Schatten der Business Suite herausgetreten. Allerdings sind noch zu viele Unternehmen mit unkonkreter SAP-S/4HANA-Strategie unterwegs oder es fehlt die klare Linie, welchen Ansatz sie für den Umstieg wählen sollen.

Setzen Sie auf SAP S/4HANA

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Quelle: Titelbild iStock, phototechno