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07.08.2018 – Lesezeit: 3 Minuten

Microsoft bringt IoT-Devices einfach in die Azure-Cloud

Das Problem proprietärer Lösungen ist oft, dass sie dem Entwickler zwar initial Geld einbringen, auf Dauer aber Innovation verhindern, da sie schlicht und einfach nicht mit anderen Lösungen zusammenarbeiten. Damit das Problem bei der zahllosen und sehr fraktionierten Embedded Systems und IoT-Devices der Industrie 4.0 nicht passiert, ist die OPC Foundation entstanden. Diese hat den Industrial Interoperability Standard geschaffen, der es vernetzten Produktionskomponenten erlaubt, miteinander und mit der Cloud zu kommunizieren. Microsoft mischt als einer der weltgrößten Cloud-Anbieter natürlich mit und hat den Quellcode für seinen Global Discovery Server (GDS) und Client unter Open Source-Lizenz veröffentlicht - kostenlos für jeden.

Microsoft ist zwar kein klassisches Unternehmen der verarbeitenden Industrie, hat seinen Anknüpfungspunkt zum Internet of Things aber durch seine Cloud-Plattform Azure gefunden. Bereits seit 2013 arbeitet das Unternehmen an dem OPC UA-Interoperabilitätsstandard, um die zahllosen kompatiblen Applikationen und Industrieanlagen cloudfähig zu machen, damit sie zentral, effizienter und flexibler gesteuert werden können.

Microsofts kostenlose Gesamtlösung für IoT-Devices in der Cloud

Um Unternehmen den Einstieg in die Cloud-Anbindung ihrer Systeme zu vereinfachen, hat Microsoft die IoT-Suite für Azure “Connected Factory Preconfigured Solution” veröffentlicht und als Open Source-Variante auf der Software-Plattform GitHub veröffentlicht. Die Lösung enthält die Dienste IoT Hub und Azure Time Series Insights sowie ein sechs Schritte-Programm für die Umsetzung einer vernetzten Fabrik (siehe Schaukasten) und ein Whitepaper zur Einrichtung einer OPC UA Cloud-Konnektivitätsanwendung.

Microsoft entwickelt die Lösung stetig weiter und hat bisher 13 offizielle Partner gewinnen können, die die OPC UA Gateway-Komponenten nutzen, um ihre IoT-Devices aus der Maschinenhalle und Produktion nahtlos mit Microsofts Cloud zu verbinden. Darunter zählen nicht gerade die kleinsten Unternehmen wie Cisco, Hewlett Packard Enterprise, Unified Automation Kepware, Beckhoff, Moxa, Advantech, Nexcom, Prosys OPC, Matrikon, Kontron, Hilscher und Softing, die mit HPE und Microsoft ein Starter Kit für IoT in der Industrie entwickelt haben.

Das Industrial IoT Starter Kit von Softing vernetzt die Maschinenhalle mit der Azure-Cloud (Quelle: Microsoft).

Azure als vielseitige Plattform

Zur Zertifikatsverwaltung hat Microsoft ebenfalls eine Lösung veröffentlicht und der OPC Foundation zur Verfügung gestellt: den Global Discovery Server. Der erlaubt es Industrieunternehmen ihre OPC-UA Server zu administrieren und die Zertifikate für OPC-Server automatisch verwalten zu lassen. „Das spart viel Zeit und Geld“, so Erich Barnstedt, Principal Software Engineering Lead Azure Industrial IoT bei Microsoft. „Darüber hinaus sorgt die Cloud-Konnektivität mit Azure dafür, dass die Daten über das eigene Fabriknetzwerk hinaus weltweit zur Verfügung gestellt werden können.“

Microsoft bewegt sich mit seinen Lösungen verstärkt auf die Industrie zu und möchte ihr die Digitalisierung so einfach wie möglich machen. Microsoft selbst verspricht sich dadurch natürlich neue Kunden für die Azure-Plattform, die sich in den letzten Jahren für Anwender verschiedener Branchen zur vielseitigen Plattform entwickelt hat. Sei es für die Blockchain, IoT-Lösungen oder die Automobilindustrie.

Wenn Sie selbst ausloten möchten, wie Sie Ihre Produktionsstätte sicher in die Cloud bringen können, helfen wir Ihnen gerne bei der Beratung durch All for One Steeb, die sich unter anderem auf Kunden aus dem Maschinenbau spezialisiert haben und das entsprechende Know-How mitbringen. Eine Übersicht mit zahlreichen Beispielen, warum sich das Internet of Things für mittelständische Unternehmen lohnt, finden Sie hier.

 

Quelle Titelbild: iStock/ Denis Linine