28. Dezember 2017 | pArtikel drucken | kKommentieren

SAP arbeitet mit 27 Partnern an der Zukunft der Blockchain

Seit einigen Wochen sind Bitcoin und andere Cryptowährungen quasi omnipräsent in der Medienlandschaft. Beflügelt durch den rapiden Wertanstieg und die Unterstützung durch namhafte Unternehmen, scheinen die Blockchains als Basis des digitalen Geldes nun verstärkte Aufmerksamkeit zu bekommen. SAP verfolgt diese Entwicklung aktiv mit und hat seine eigene Blockchain-Initiative nun auf 27 Mitglieder erhöhen können. Darunter befinden sich namhafte Unternehmen.

Die 27 Kunden und Partner von SAP, die zur Blockchain-Initiative gehören, bringen Schätzungen zufolge eine Marktkapitalisierung von rund 697 Milliarden Euro auf und wollen gemeinsam an Anwendungen und Services arbeiten, die die Blockchain-Technologie nutzen. SAP stellt dazu seinen Cloud Platform Blockchain Service zur Verfügung und konzentriert sich zunächst auf Lösungen im IoT-Bereich, in der Fertigung und der digitalen Logistikkette.

Blockchains für zahlreiche Branchen

Blockchain - Eine erfolgsversprechende Technologie. Business-Entscheider aufgepasst.

Die Blockchain wird die Art, wie das Internet heute funktioniert, umwälzen. (Quelle: iStock/Zapp2Photo)

Zu den Teilnehmern der Initiative gehören aber auch Unternehmen anderer Branchen, wie beispielsweise der Konsumgüterindustrie, dem Einzelhandel, der Landwirtschaft, Luft- und Raumfahrt und der Telekommunikation. Aus letzterer hat sich eines der bekanntesten deutschen Unternehmen für die Zusammenarbeit mit SAP entschieden: die Deutsche Telekom.

Diese möchte die Blockchain-Technologie nutzen, um die Digitalisierung in den eigenen Reihen voranzutreiben und letztlich für besseren Service ihrer Kunden zu nutzen, wie Hartmut Mueller, Senior Vice President und Leiter von Business Solutions bei der Deutsche Telekom IT betont. Die Telekom steht wie die meisten der Teilnehmer der Blockchain-Initiative von SAP noch am Anfang und sieht den Zusammenschluss der Unternehmen als Chance, Standards für die Industrie von morgen zu entwickeln.

Erste Projektvorschläge von SAP

Die Anwendungsfälle, die jetzt geschaffen werden sollen, sind so vielfältig wie die verschiedenen Branchen der 27 Teilnehmer der Initiative. SAP listet dazu auf der Webseite mit der Bekanntmachung einige Beispiele auf, die disruptiv und aus Sicht der Digitalisierung vielversprechend klingen.

Das SAP Asset Intelligence Network soll beispielsweise ein weltweites Geräteregister werden, das den Austausch von Anlageninformationen, Betreibern und Services aller Partner ermöglicht. Die zugrundeliegende Blockchain fungiert hierbei als Vertrauensbasis, um alle Transaktionen untereinander zu verifizieren. Sprich: Alle Services und Geschäftsabwicklungen werden transparent und können nicht manipuliert werden, was letztlich zu Kooperationen mit einer höchstmöglichen Vertrauensbasis sorgt.

SAP Global Track and Trace ist dagegen, wie der Name es vermuten lässt, eine Lösung, die die Nachverfolgung von Objekten und Geschäftsprozessen erlauben soll. Nur eben globaler und umfassender, als man das beispielsweise von heutigem Paket-Tracking bei Lieferdiensten oder der Nachverfolgung der prozessierten Arbeitsschritte am Fließband kennt.

So ist die Leonardo-Blockchain aufgebaut:


(Quelle: SAP)

Weiter zugespitzt soll zudem eine Lösung speziell für die Pharmaindustrie entwickelt werden, die das lückenlose Tracking von Arzneimitteln in der Produktionskette ermöglichen und die Einhaltung länderspezifischer Gesetzgebungen sicherstellen kann.

SAP setzt verstärkt auf Blockchain-Partnerschaften

Weitere Anwendungsfälle hat SAP auf seiner Webseite aufgelistet und betont zudem, dass SAP Leonardo eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Blockchains spielen wird. Um sein Netzwerk weiter auszubauen, ist SAP zudem im Rahmen seiner Technologiekonferenz TechEd Mitte November den beiden Blockchain-Vereinigungen Alastria Consortium und der Blockchain in Trucking Alliance (BiTA) beigetreten. Diese konzentrieren sich beide zunächst auf die Aufklärung rund um die Blockchain und entwickeln zudem ebenfalls erste Anwendungsfälle für verschiedene Branchen.

In diesem Artikel haben wir übrigens die Funktionsweise von Blockchains einfach aufbereitet und erklären, warum die Technologie das „nächste große Ding“ wird und unter Experten als das “Internet 2.0” gilt.

 

Quelle Titelbild: alexsl/ iStock

Mittelstand.Heute Redaktion

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