18. September 2017 | pArtikel drucken | kKommentieren

Das Aus für ISDN naht: Wie telefonieren Sie ab 2019?

Die Umstellung von ISDN auf All-IP rückt immer näher: Die für Ende 2018 von der Telekom avisierte ISDN-Abschaltung ist bereits in vollem Gange und stellt die Unternehmen, die bisher auf analoge oder ISDN-basierte Telefonanlagen gesetzt haben, vor eine neue Herausforderung – Wie telefonieren ab 2019? Neben dem Beitrag liefern wir Ihnen den perfekten Überblick in einer passenden Infografik.


Dieser Beitrag richtet sich an:

  • mittelständische Unternehmen, die noch nicht wissen, wie es nach der ISDN-Abschaltung weitergehen soll
  • IT-Leiter, die Wert auf eine integrative Kommunikationsstrategie legen

Umstellung von ISDN auf All-IP

Skype for Business: Laptop, Smartphone oder Tablet wird zum Firmentelefon. (Quelle: DragonImages/iStock)

Bis 2019 möchte die Telekom ihre gesamten Telefonnetze von einem analogen Anschluss auf einen einheitlichen IP-Anschluss umstellen. Auch alle anderen großen Provider ziehen nach und schalten sukzessive die bestehenden ISDN-Anschlüsse und Analogleitungen auf die neue All-IP-Technik um.

Ob Telefonie, TV, Video oder Mobilfunk: Sämtliche Kommunikationskanäle werden dann ausschließlich über das Internet Protokoll betrieben, Telefonate erfolgen per Voice-over-IP (VoIP). Besonders in Deutschland ist diese Umstellung mit Herausforderungen verbunden, nutzen doch gerade hier viele Unternehmen noch lokale TK-Anlagen für ihre Telefonie.


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Die Internettelefonie kommt: Diese Optionen haben Unternehmen

Für viele Unternehmen wird es also höchste Zeit, über ihre Kommunikation nachzudenken und die Planung proaktiv anzugehen. Denn mit der geplanten ISDN-Abschaltung ergibt sich nicht nur die Chance, ihre Kommunikationsinfrastruktur zu optimieren und effizienter zu gestalten, sondern auch einen wichtigen Schritt in Richtung digitale Transformation zu gehen.

Je nach Unternehmensgröße, technischer Infrastruktur, bestehender Sicherheitsanforderungen und weiteren Parametern können für den Umstieg auf VoIP verschiedene Möglichkeiten in Betracht kommen. Diese reichen von der Umrüstung der vorhandenen Kommunikationsanlage auf VoIP über den Wechsel in eine rein Cloud-gehostete Telefonanlage bis hin zu einer Ergänzung des bestehenden Kommunikationssystems um Unified Communication (UC) Elemente.

Im Zuge der Umstellung auf All-IP entscheiden sich jedoch auch immer mehr Unternehmen für die Implementierung einer durchgehenden UC-Lösung, und damit für eine nahtlose Integration von Telefonie, Chat, E-Mail und weiteren Funktionen innerhalb einer Anwendung.

Umfassendes Kommunikationssystem statt reine Telefonie: Unified Communications (UC)

Anrufe ins Mobilfunk- und Festnetz sind ohne Probleme möglich. Ruft Sie etwa ein Kunde an, klingelt beispielsweise Ihr Desktop-PC. (Quelle: triloks/iStock)

Die Vorteile für die Unternehmen liegen auf der Hand: Längst zählen Telefon und Faxgerät zu den eher klassischen Möglichkeiten der Kommunikation, schnellere und effizientere Kommunikationswege via Chat, Internettelefonie und Videokonferenz sind gefragter denn je. Unified Communications kombiniert all diese Kommunikationskanäle in einer einzigen Anwendung. Die konsistente Benutzeroberfläche funktioniert dabei geräteübergreifend und erlaubt eine intuitive Bedienung – egal ob von PC, Laptop, Tablet oder Smartphone aus. Auf diese Weise lassen sich Kommunikations- und Informationsprozesse im Unternehmen vereinheitlichen und unabhängig vom Endgerät optimal organisieren.

Doch nicht nur die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern, die mithilfe von UC jederzeit und überall auf Informationen zugreifen können, wird vereinfacht. Auch Kunden und Geschäftspartner von Unternehmen profitieren von der Einführung einer UC-Lösung.

Diese können per Video-Call auch von außerhalb an Webkonferenzen oder Besprechungen teilnehmen. Zudem ermöglicht eine Anbindung an das unternehmenseigene CRM- und ERP-System dem Support, schnell auf Daten der Anrufer zurückzugreifen und via Chat in Echtzeit mit diesen zu interagieren.


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Neue Kommunikationslösungen rücken auf die Agenda

Die Funktionalitäten einer UC-Lösung gehen also weit über die Leistung einer klassischen Telefonanlage hinaus. Jene Unternehmen, die ihre klassische Telefonanlage durch eine UC-Lösung ersetzen, entscheiden sich für ein umfassendes Kommunikationssystem, das verschiedenste Kommunikationswege wie Telefonie, Chat, Online-Besprechungen, Video-Konferenzen oder Screen-Sharing intelligent verknüpft und in eine Lösung implementiert.

Unternehmen sollten also die geplante Umstellung auf All-IP nutzen, um sich Gedanken darüber zu machen, wie sie in Zukunft arbeiten wollen und welche technischen Voraussetzungen dafür erforderlich sind. Wer den Schritt von einer reinen Telefonanlage hin zu Unified Communications wagt, kann seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur neue Lösungen für eine effiziente Kommunikation und Zusammenarbeit an die Hand geben, sondern seinem Unternehmen insgesamt ein agileres und zukunftsweisendes Arbeiten ermöglichen.


ISDN wird abgeschaltet: Höchste Zeit für eine proaktive Planung. Sie sind IT-Entscheider und möchten wissen, welche Möglichkeiten Sie haben, Ihre bestehende Infrastruktur auf die Umstellung auf All-IP vorzubereiten?

Die Optionen für Unternehmen auf einen Blick gibt’s zum Download als Infografik.

 

Quelle Titelbild:ManuWe / iStock

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